Sechstes Buch/ Blumen- Gatten.
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dische Gärtner meldet/ werden jährlich im AM ge-fäet.
?rifolium kckkiatum, ist von gleicher Art/ ausserdaßdieKnövflein / darinn der Saameligt/ nach denliechtgelben Blumen stachlicht/und wie ein Igel rauh-licht wird. Dergleichen Art ist auch fast der Rauppen-klee/dernach seinen gelben Blümlem Schötlein tragt/rauch und gekrümmt/daß sie natürlich den Rauppengleich scheinen. Werden alle im April gesaet/ und
bedörffe« guten feuchten Wchn-Grunde und genug-sam Sonne.
Sonst sind auch in den Garten hin und wiedsr zufinden das l'ritolium
ricanum , I.ulitanicum, fslcstum, Lormcuiatum ,
Nauppenklee/ und andere mehr/wie man in dem Lata.loZo t^Isnlarum Norli IV!-äici ^Ilorüm Herrn O.^isurilil ttoffmsnn, berühmten Ucckci und t'rotctlo-ri» allda/ scheu kao.
xci.
Ob ein vollkommenes Blumen-Buch zu hoffen.
Jßhero haben wir alle die Gewächse und Blu-men/so in den Zier-Gärten erhalten werden/derOrdnung nach angezogen/ und wiewolich michbeflisten/wenig auszulassen/was zu diefer Materi gehö-rig wäre; finde ich es doch eine Unmöglichkeit seyn/weilder Blumen Anzahl fast jährlich nicht allein aus unsernLanden in denWäldern/Wiesen/Auen undGebürgen/(wo die Natur mit ihrem lieblichen Spielwercrsel-tzame Veränderungen und angenehme/ auch unforcht-same Ktonttra der Gewachsen hin und wieder sehenlasset) dardurch die Garten-Lust nicht wenig vermehretund gebessert wird; sondern auch
» - - klillL czuslitum sblc<zn6itz Acre!^Lquors, in occslum, Solisquö Lukiliz. pinus.
Die nach Ost-und West-Zndien/ nach Nord undSüden gehende Handel-undKauffschiffe viel Neue-rungen und Selhamkeit fremder und unbekannterBäume/ Blumen und Gewächse / durch den Saa-men/ Kiel oder Wurtzen zu uns überbringen / wienFranckreich/Engelland/ Holland/und an denenOrten/ wo die Schiffahrten gewöhnlich und üblichfind/zu sehen. ^ ^ !
Und wer dieses nicht glauben will/ besehe nur Herm
v. 1c»nllon8 tiitioriam <lc srbc>ribu«6c
krucicibu,, so wird er unzehliche fremde noch bey unsunbekannte Gewächse finden/ die doch vielleicht diewenigsten sind/ von denen/ die-wir noch gar weder vonGestalt noch Eigenschäfft erkennen/ oderjemals sehenoder kennen werden.
Daher nicht möglich/ ein so vollkommenes Garten-Buch zu verfertigen/ dem nicht noch etwas beyzufügenwäre. Man sehe auch die alten Garten-und Blumen-Bücheran;des berühmten Jesuiten l>. )ok. SaptiNskerrari kioram 16zz. Des gelehrten Herm p-triI-surcmlierZii k^lorticulturgm und ^rip^rstiim plan,tarum.^n. iSzz.Den Holländis. Gärtner snkan vonder^roen i66?.Das wolgestellteGarten-BuchHermv. ^ok. StAlsm. LlsIiottZlij, 4n. 1666. Den neu- auf-
gesetzten Blumen-Gatten p.äuxuMni k^sn^Zrolze ,^n. 1670. Das neue Blumen-Buch p.Timothei vonRoll 1671
Den Königlichen Gärtner in Folio/zu Amsterdaml 676. gedruckt/und von klarco Ocirnick dem Printzmvon Uranien ä?cjicirt, des prospcri ^Ipini jweyBücher
cte pl-ntis exotici» , und)ok. Vezlin^li tibrum lle
pisnli» in ^syptiiz und andere mehr/ die der fremdenund Indianischen Gewächs gedencken. Und erzehlt
0.1 kom. Lartk. in HAis ttafnienswu« Votum.2.vb.24. daß erst Hnno 167z. von dem promontorio lZon»Lpei unterschiedliche fremde Gewachstn/so daselbst er-zehlt werden; und änno 1678. ist zu Amsterdam in La-teinischer Sprach ^ortusincjicus k!al.,tizrji.uz>nto»iw.mtt schönen Kupfterstichen gedruckt/ und durchHerm Heinrich von kkeeäs. und Herm/ok. c»ses.rium beschrieben/ und vom v. ^rvolclo 8ycn »pro«ietlore zu Leiden mit Not!» vermehret worden.
Oder man sehe die kunstreichen in Kupffer gestoche-nen Blumen-Bücher/ als das Eychstämsche; HennLmsnueliz Lckvvcrtü; und Herm ^ierian8 l iorilcsium, so werden sie / wie fieissig sie alles zusanimenge-sucht/denoch nicht also beschaffen seyn/daß nicht etwaskönnte beygesetzt werden. Also laß ich es dahin gestelltseyn/und erinnere allein den guthertzigen Leser/ daß ernach dieser meiner in gewissenClasien abgetheiltenO:d-nung alle neue Gewächse leichtlich/ wohin sie gehören/urtheilen kan ; und was in Winterhause/ oder in denGarten unter die Kiel / Knollgewächse/ Wurtzentrieboder jährliche Besaamung gehörig ist/ tauglich findenund eintheilen ;also/ daß er diese Beobachtung leicht-lich selbst/nach uud nach/ seinem Belieben nach / ver-mehren kan.
Zum Beschluß will ich allein noch etliche Sachenaus ?.>?crrano und andern / was zum Blumen -Lustund wunderbaren cuitur anständig/ mitwenigenan-deuten / und dem günstigen Leser Ursach geben/ derSachen weiter nachzusinnen.
W
cäi».