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Des Adelichen Lanv - und Feld - Lebens
ren lassen/ und Kuchen daraus tormiren/ diese in ei-nem Ofen backen / alsdann in lange Schnitten/wiedie Biscottn / schnelden/und wieder im Backofen dör-ren / biß sie gantz Stein-Hart sind / alsdann wieder zuPulver flössen / durchsähen / so werde ein gesundesund gutes Pfefferstupp daraus / wie auch Julius be-zeuget; das l)--coüum davon vertreibt den Zahn-wehe ; diß Pulver mit Hünerfette zeitigt alle Ge-schwülsten.
Wiewol vocjonTus dafür warnet/und vmueynt/man thut nicht recht / daß man den Türkischen Pfefferan statt des gemeinen brauche/ maiiZnum qmppe ac
venenosumczuiclobtinet. czuo jccori, aliis^uc viscc-
ribus incommc »c !at ,das ist gewiß/wer mit diesem Pfef-fer umgehet/ der soll sich hüten / sich nicht/weder imGesicht noch Augen zu reiben / dann er brennet undschmertzet hefftig.
ämoris , Litbsäpssel/ sind Mit der l^ekonAc.NZ fast einerley Geschlecht / haben eine zertheilte Wur-tzen/ aus welcher em rauherStengelwächst mit vielenNeben -Aesten; die Blätter sind breit und länglichtzerkerbt/ ziemlich tieff; die Blumen hangen an kleinenStielen/von kleinen spitzigen Blätlein/ aus welcheneine runde Frucht folget/ gleich einem kleinen Apffel/meisten roth / bißweilen auch goldgelb / oder braun/blühen spat im Herbst / und werden nicht alle Jahrzeitig.
Wann mans aber m ein warm Gemach im Herbstsetzt/und fleißig begiesset/welches Morgens undAbendsseyn soll / werden sie dennoch zeitig; man muß sie imFrühling zeitlich anbauen/ in eine gar guteErden; wann
sie Fingers lang sind/muß mans umsetzen/ ein jedesStämmlein besonders; wann die zeiligen Aepffel an-sanqen weich zu werden / thut man den Saamen aufein Papier heraus/ trücknet ihn wohl/ uud baut ihn / sobald man in die Erden kan; die umgesetzten Pflantzenmüssen fleißig begossen werden / und an der Sonnenstehen; sie breiten sich in ziemliche grosse Stauden aus/wo thnen der Grund angenehm ist / das Kraut hat ei-nen schärften widrigen Geruch / man muß aber die üb-rigen Aeste/woran man keine Frucht sihet/ wegneh-men / und die / wo man Frucht davon hofft / an Pfä-le anbinden.
Ist kalter Natur / wie die Alten wollen / solldaher nicht innerlich gebraucht werden/wicwolsiein Welschland mit Pfeffer / Esjig und Oel ge-kocht und gegessen wird. In Oel"der Apffel ge-legt/ und an der Sonnen distillirt/ vertreibt die hitzi-gen Rauten.
Etliche brauchen die Frucht wie die Limonien/ mannimmt ein überbrenntes Fleisch oder Hünlem/legts aufeine Schüssel mit Butter und Gewürtz in eine Fleisch-suppen/schneidet diese Aepffel zu Spältlein/und legt siedraus/ und ein klein wenig EM oder Limoni-Safftdaraufgegossen / und lässts auf einer Glut sieden / alsogt'ot es ein gutes Süpplein. Die halbzeitigen und nochgrünen kan man in Eßig und Saltz / wie die Sur-Li-monien einmachen/ sind hart und körnig / daß man sieden gantzen Winter behalten kan/und also sindsie besser/ als wann sie roth oder gantz zeitig werden/doch ist am rathsamsten/des Dings mäßig sich zuge-brauchen.
cz?. cvm.
kicinuz» Zcakiols, 8coj)Aria, 5ecuric5aca, 5ici!ian».
Icinu8, Wunderbaumckntti, wird vonden Spaniern kiZucra l' Iniicrno, höllischeFeigen genennet/ ist nunmehr in unsern Ländernein bekanntes Gewächs/wird jährlich imApril neu ge-säet/ weil er über Winter verdirbt/und ist zu verwun-dern/daß er in so kurtzerZeit so hoch aufwächst/und offtanderthalb Mann hoch wird/wann ihm der Grund be-liebig / er will aber einen fetten guten Boden / und wirdmeistens auf die Mistbetter gesäet; dieWurtzen ist nichtüber Spannen lang/ aber in viel Zasern zertheilt/undkriecht nichl tieff unters Erdreich; der Stamm ist blau-licht / und wo er braunlicht ist/ scheinet er weißlicht/ alswäre er m'.c Mehl besäet. >
Wann es regnet / thun sich/nach ^bcmTmontaniZeugnus/die grossenBlätter übersich/und machen in ih-rer Mitte wie eine Höhle / darinn sie den Regen em-pfangen / daß man noch über drey Tag Wasser darin-nen findet/gleichsam/ als wolte dieses Gewächs/wieeine gesparige Hausmutter/ einen Vorrath der Feuch-tigkeit einsammlen/ sich deren bey dürrem Wetter zubedienen.
Er blühet gelb und roth; die aus der gelben Blühewachsende Knöpflein fallen wieder ab/ aber aus der ro-chen Saffranfärbigen Blühe/werden stachlichte drey-eckichte Körner/ die den scheckichtenZecken-Saamenin sich halten.
In Egypten wachset er/ nach vuranris Bericht/ auffreyem Feld von sich selbst / aus den Körnern machensie Oel zu ihren Lampen und Liechtern.
Die Körner werden meistens zur k?c6ic>n ge-braucht/ sind heiß und trocken im Anfang des drittenGrads. Oioscoriclcs will/man solle dreyßig einneh-men/ andere aber glauben / es sey gefehlt / und hätteer nur drey gemeint, kleluc erlaubt 15. 5erneimsaber will nur acht eingeben/ und sagt doch / es sey ei-ne beschwerliche Artzney/ gleichwol kan man den Saa-men vorher rösten / und mit Fenchel und Anis vermi-schen / oder mit Zucker condiren / so erwecke er kein Er-brechen.
Das Oel davon ist gut wider die Zittrach / Grind/Hauptgeschwär und Entzündungen des Afftern. DieBlätter also frisch auf die Brüste gelegt/ vermehrenden säugenden Frauen die Milch / auf die Schrun-den aber gelegt / vertreiben sie solche; zerstoßen aber/und über die geschwollene und harte Brüste der Kind-betterinnen gelegt / nehmen sie die Geschwulst undSchmertzen / mit Eßig vermischt / heilen sie den Roth-lauf.
Oroius (Julius gedenckt eines AmerikanischenWunderbaums/und schreibt / er habe davon in Spa-nien ittjkrctum k^erculcum gesehen/die eines MannsDicke am Stammen / und drey Mann hoch gewesen;
die