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Des Adclichen Land - und Feld - Lebens
Das Eychstädtische Blumen-Buch weiset auch ei-nes mit Aschenfarbichen Blumen.
Haben insgesammt gern sandichte Erden/blühen imJulio/kommen anfangs vom Saamen/und verderbenim vierten Jahr / müssen jahrlich im Herbst biß aufden Boden abgeschnitten seyn / so treiben sie im Früh-ling aufs neue/ sie lieben den Schatten.
DißGewachs ist ein herzliches prselervstiv undMittel vor die Pest / in Salat / Speisen / oder wieman will/täglich gebraucht. Der Safft vertreibt denKindern die Frayß/ auch die Wurme/ und ist in Sum-ma seiner herzlichen Tugenden halber/ ein fürtrefflichesMittel. Wann die Eydechsen von den Schlangen ge-bissen werden/heilen sie sich mit diesem Kraut/ wann siedavon essen.
cui.
l-leliockr^lum, I-Zerks viva auc ienrien5, k-lormmum.
— —rüocdryfum, Sonnen-Goldblum / ist zwar inI-I Franckreich und Jtalia ein Wald - und Feld-Kraut/das gern an rauhen Orten und Uferndes Wassers wächst / wegen Beständigkeit aber ihrerBlumen / die auch in dem Winter der JungfrauenKräntze zieren können/wirdv in unsereGärten gebracht/wächst Elenhoch / hat Blätter wie die Srabwurtz/undaufeinemstarckenStengel/ goldgelbe Blumen Bür-stenweise/ wie das KUiictoiium, die auch gedöntihreFärb und Anmuth behalten Diese knöpsichte Blumenvergleichen sich etlicher Massen den Rheinfarren / be-dörffenkeinen absonderlichen guten/ doch feuchten mitSand vermengten Grund.
Das Eychstädtische Blumen - Buch Met auch für«ciickr^lon Oeticummitschmalen langlichtenBlät-tern / hat Blumen fast w«e das gefüllte 5sniccmm.
Ist einer hitzigen und trocknen Natur / zu den Klei-dern gelegt/ vertreiben sie die Schaben und Motten.Seine oberste Gipffel und Blumen in Wein getrun-cken/sind gut/wann manvoneinerSchlangen gebissenworden,item zum Hüfftwehe /Harnwinden und Brü-chen: des Pulvers von der Blumen/eines halbenQuin-tel schwer / nüchtern mit gewasserten Mein getruncken/halten die Hauptflüsse zurück / und trocknen sie aus; dieBlumen in Wein gesotten/treibt die Wurme aus demLeib ; in Laug gesotten/und das Haupt mit gewaschen/tödtetsLause und Nisse; des vorgedachten Pulvers ei-nes Quimel schwer mit Wein zertrieben / und warmgetruncken / vertreibt die Schmertzen der Lenden / desRückens und der Mutter,
ttcrbs viva, dessen gedenckt der Holländische Gärt-ner /daß es aus Ruines heraus aebracht werde / hmdie seltzame Eigenschafft / als hätte es einige Empsin-
lichkeit / indem / so bald mans anrühret / sein Krautsich schliesset und zu weicken gleichsam scheinet / undsich nicht eher wiederum eröffnet / biß es von der un-bescheidenen Hand wieder verlassen worden / soll zier-liche BlZtlein und ein kleinesschönes Blümlein haben/fast wie der Garten - Senfs / w«rÄ auf die Mist-undMelon-Bettegesäet / trägt aber in diesen kalten Lan-dern keinen Saamen. Wird auch bZelbs tenriens ge-nennet.
ttorminum.Garten Scharlach/dieFrantzosen nen-nens 0rv.iic und l'outtctzonne, hat Blätter / rauchund zerkerbt / wie der Andorn/ doch grösser / und einesguten Geruchs/wächset fast Elenhoch/oben mißlichenReyen abwärts.sich neigenden Hülsen / darmn Pur-purfarbe mit liechtblau vernnschte Blumen wacbscn/versehen. Die Blatter und der Stengel sind Aschen-farb/grünlicht ; wo warme Gegenden sind/liebt es dmSchatten / siehet dem wildenSalvenichtunähnlic! /bedarff einen mittelmässigen Grund / im AuvwärlowirdervomSaamen gebauet.
JmEychstädtischen Buch findet sich noch eine8pccies »orminifürgistellt / so daselbst colu» )ovi8 ge-nannt wird / hat feiste Blätter eines ziemlichen Ge-ruchs/die Blühe istgelblicht? dem Scharlach an derGestalt gleich / wächst in den Wäldern/ wo feuchterGrund und Bronnenguellen sind/ ist warm und tro-cken / wie denn das »ormimum auchwarm und tro-ckener Natur ist.Der Wein/darinn Scharlach gesot-ten/ erwärmet den verkälteten Magen / verdauet undführet auv die Pflegmatischen Schleime/ zuviel aber ge-brauche/ schadete? dem Haupt- Die gepulverten Blät->.er in die Nasen gechan / erregen das Nießen/ ledigenab die Flüsse / und reinigen das Hirn.
dz?. ci v.
^ckrymse ttiolzi. JobS-Thränen / ist ein fremdesGewächs/dessen die Holländischen Gärtner ge-dencken/hat lange/breite/ und dmn Geröhrichtähnliche Blätter/ mitzieMlich dicken Stielen/ und inGlieder abgetheilt; aus dein obersten Gliede wachsengrasichteAehren / darein ein weisser/ glatter / harterSaamen ist / einer Seits rund / und auf der andernflach / etlichermassendenTbränengleichend/daheresauch den Namen hat. Die Wurtzen ist fäsericht/will ei-nen guten mit Sand vermengten Grund/ guten Son-nenschein undmäsilge Besprengung; der Saamewird
allein bey warmen Wetter zeitig. Diß Gewächse dauret nur ein Jahr/ und muß im Mer^noder April imVollmond angebauet werden.
I.g ven<juis klare AsscZo , Lavendel mit zerschnittenen Blättern / ist ein absonderlich schönes und raresGewächs / wird bey uns in den Geschirren erhalten/und des Winters m ein Lüfftig / warm und trockenesOri untergebracht/ hat ein gantz anders Laub/ zertheiltundk'ein zerschnitten/ fast wie d?r schwartze Coriander/oder der Oaucus crcücu», wachset sonst hoch / und
macht