Scchsteö Buch / Blumen 5 Garten.
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Laltämuz, dariiuuz 5^Xrocc^aIu5 , dkoncjnlla , dkr^nr^emum.
^issmins, ,'st von zweyerley Gattungen / das erstewird ins gemein genanm >lc)morcjica,istmitvie-len kleinen zartenReben ein kriechendesGewächs/muß etwas haben / daran es sich hangen und aus-ziehen kan ^ hat Blumen wie die Unmurcken / aberkleiner/zarter und weißbleich / wie auch die Frucht den-selben/ ausser der Grösse / nicht gar unähnlich/ sind erst-lich grün/ und endlich roth/ springen zu ihrer Zeitigungaus/ und lassen den Saamen fallen / können keinenFrost leiden / werden ins Mistbett gesäet / und hernachumgesetzt/wann sie sünff oder sechs Blallein erreichthaben/ wollen sie gute Sonnen.
Das andere Geschlecht K-Ulammz fc-mins. hat ei-nen ziemlich hohen Stengel / der fleischig und säjstigist/ mit vielen Aesten/ die Blätter sind länglicht wie dasWeiden-Laub / aber allenthalben wie eine Sage zahn-licht ; die Blumen sind Purpurfarb mit einem krum-men Sporn ; die Frucht ist den ersten fast gleich/krigiaber zur Zeitigung eine gelbe Färb.
Es sind beede Arten einerleyVermögens.DasPul»ver dieses Krauts anderthalb Quint in Schafftheu-oderWegricht-Wassergetruncken/heilt die innerlichenWanden/ und dienet zu denGrimmen/Geburtswehmund Schmsrtzen des Leibes ; die Aepssel in Oel einge-weicht / heilen die verwundten Glieder gewaltig / wieauch die Bläuer heilen alle Wunden der Nerven / imMund gekauet/lindern siedieZahn-Schmertzen. ImFrühling muß man die Körner beeder Sorten «neinlaulichtes Wasser / darinnen Sauectaig (nach HennStrohmers Lehre )ligt/einbaitzen/und hernach m einfeistes gutes Erdreich an einem Ort/ wo der Wider-schein von der Sonnen eintreffen kan / oder in einenScheiben oderGeschir: einlegen /und offt mit Fleisch-Wasser begiessen um den Mittag und wann dieSonnam httssesten scheinet/ welches doch sonst der gemeinenGarten Regel zuwider i^ Die Kalte ist »hm sehr zu-wider/ und muß wol dafür versichert seyn.
da scluus8pkTr»ccpkZiu8, wird von etlichen dieBi-seniblumen genennt/ wiewol sie eigentlich kein Distel zunennen.
Der rechte Or6uus 8pkzerc»cepkziu» ist eine ande-re und Distel Art mit spitzigen Stacheln bewaffnet/sei-ne Gestalt stellt das Eychstädtische Garten-Buch für.Dieser (V-mus ttisszanicus oder Oricntalizader / istvon zweyerley Farben / weiß und purpurfarb / ist mehrder Kornklum zu vergleichen/ doch höher und grösser/daher diß Gewächs auch von vielen t ^nu3 Oicma-üs genennet wird. Andere nennen sie Bisemknöpsse/isteine zierliche nnd dem Bisem gleichrie6)ende Blume /wird jahrlich auf das Mistbett / oder in ein Geschin an»gebauet / und hernach im Vollmonden bey feuchtemWetter versetzt.
Es ist auch eine Art/derender Holländische Königli-cheGärtner toi. >t z. gedencket von dieserBlumen/dieerdornichteKornblumen nennet/ist die fremdeste von allendiesen Sorten/ der Saame kommt aus America/wirdin diesen Landen dritthalb Sckuh-hoch; will eine guteErden mit gesaulten Baumblattern vermischt/und will
im Sommer ziemlich wolbespritzt seyn / kan viel Jahrleben / und gibt alle Sommer ein angenehme Blume/doch keinen Saamen/ dergar reiffwurde/ und muß ineinem Geschm stehen / und vor der Kälte und nassemHerbst-Regen unter gesetzt werden.
ckon6riii>?. ist ein Milchreiches Gewächs / fast eineArt von den Wegwarten/ jedoch etwas subtiler/ hat inseinen Aesten ein Gummi wie Mastix / Hot auch / gleichden Wegwarten/blaue Blumen/auch solche Blätter/allein etwas kleiner. Die Stengel und Blätter diesesGewächses/stecken voll Milch Safftes/und sind einesbittern Geschmacks. Es ist auch eine Art / der gibtschneeweise Blumen/ dieaber seltener zu sehen.
Die Spanische ekonciriii-i aber/hat eine weisse za-sichte Wurtzel/die Blätter sind dick / hart und lang /m viel Theil tieff zerschnitten / und allerseits wie eineSäge zerkerbt / hat einen langen Stengel mit vielenNebenästlein/ auf welchen Purpurfarbe Blümlein ausfchuppichten Haubtlein wachsen / nach ihnen kommtein glatter glänzender / fthwartzer Saame / fast demwilden Saffran gleich / und hat am obern Theil rauheBürstlein / wachst allein in den Gärten / nimmt abermit einem mitteimässigen Grunde vorlieb / wächst inHispanien und Languedoc / und ist von dannen zu unskommen.
Die kleine Spannische (Konciriiiz mit dem blauenBlumen/muß in ein Geschir: gesetzt/ über Winter ein-gesetzt/und erst im April wieder an die Lufft gebrachtwerden.
Noch ist eine andere kleine Art / die aus Languedockommt / hat viel kleine runde und länglichteWurtzen/die an kleinen dünnen Faden hangen/ wie die Erd-Ey-cheln/ sind auswendig dunckel-leibsarb / inwendig weißund voller Saffres^/ die Blatlein sind klein/ und stehenan kleinen etwann Spannen langen Stengeln/ darauwachsen gelbeBlumen / die den Röhrlkraüt - Blumenahnlich scheinen/machen gleichen federichten Saamen/den der Wind davon führet / haben auch mit den an-dern Wegwarten einerley Eigenschaffl / ausser daß siemehr zu trocknen pflegen/ können doch an statt desselbengebraucht werdm / davon in Kräuter-Büchern nach-zuschlagen.
ckr^santKemum Goldblumendieser Name ist vie-len Gewächsen gegeben worden / wir aber reden allhiervon dem Lkr^lälillicmo l^ispanicoLlusli, dashatklei-neBlatter/ wie die Garben / derStengel istSchuheshoch/mit vielen Nebenästlein / deren jedes eine schönegoldgelbe Blumen ohne Blatlein / wie kleine Fäserleinbringet/und behält ihre Färb langeZeit/vergleichet sichfast der Gestalt der gelben Römischen Camillen. Diegemeine Goldbtum hat Blätter wieder Beyfuß / undschöne Dottergelbe glänzende Blumen / wie die Min-gelblume/ etliche tragen auch bleichgelbe Blumen / die«se sind warmer und trockener Natur. DieBlumen desersten gemeinen Geschlechts etliche Tage nacheinanderin einem apto Vckiculo getruncken / wann man ausdem Bad gehet / vertreiben die Gelbsucht/und wieder-bringen die natürliche Farbe.
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