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Th. 1 (1716)
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846
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Des Adelichen Land - und Held - Lebens

jun folgen die Blumen und Oewachse/die man

jährlichen im Garten ausjaen muß.

xcix.

^onic^iz , ^mAramkus, Vcnera,

Alcsea ^mcricAna, l)h(r 8al)6ariLz.

^Jese GewZchse/die alle Jahr müssen angesäetwerden/ heissen etliche zaserichte Sommer-Ge-wächse/darunter sich etliche selbst ansäen / alsVorrago/ Ringelblumen/Durchwachs/ derenSaamen den Winter-über nicht verdirbt/sondern >mFrühling wieder aufgehet: Etliche aber haben so zartenSaamennvann er gleich ausfallt/doch durch die Win-ters-Kälte verfaulet / daher er mit Fleiß abgenommen /und zu rechter Zeit wieder angesäet seyn muH. Nachdem Alphabet nun kom»nt erstlich:

^cioniciis fios, 46om'um, Feuer-Rößlein /brauneMägdlein / haben schöne Menigfarbe Rößlein / inwen-dig mit einem schwartzen Sterniein/ als ob eine schwac-he Kohle zwischen denglüenden läge / gezieret; hat einKraut / schier wie der Fenchel / blühen im Majo undJunio / nach den Bäumen folgen kleine langlichte drey-fache und spitzige Knöpflein / in welchen der kleineschwartz grüne Saame verborgen ligt.

Es ist noch eine Art/die PommerantzenfärbiZeBlühebrmgen/dieden andern sonst m allem gleich sind/aberetwas seltener; die raresten aber sittd mit den Schnee-weissen Blumen / sonst aber auch wie die andern gestal-tet ; werden im April oder Maij gesäet/ und blühen zim-lich lang / haben die Krafft zu erwärmen und zu trock-nen im andern Grad. Ein Schweiß-Bad / (sagt 7 s-beensemontznuz ) von dem Kraut gemacht / treibetden Schweiß gewaltig/und führet die böse kalte Feuch-tigkeit aus.

^tkiopis, Mohrenkraut/soll erstlich aus^ttiiopisin Wen / und von dannen zu uns kommen seyn / ist einefremde Art von dem Wollkraut / dem die Blätter fastähnlich sind/ausser daß dieses Gewächses Blätter lin-der und weißlichter sind/mit zarter Wolle überkleidet /und um die Wurtzen an dem untersten Theil des Sten-gels dick zusammen gesetzt.

üZattkiolus schreibt / die Wurtzen sey in viel Faselnzertheilt/fladdere tieff unter der Erden/und sey am Geschmack feist/ gedönc aber werden sie schwartz / und sohart wie ein Horn / aus der Wurtzen wächst ein vier-eckichter dicker rauher in etliche Aestlein getheilterStengel/ etwan eil» paar Schuch hoch / bißweilen nie-derer/bißweilen l?öher/ Wchdem ihnen die Herbergewol oder übel schmeckt/an welchen seine weisse Blumen/wie an dem Nvrmm». nach der Länge steken/sein Saa-me ligt paar-weise beysammtti in den Hülsen/wk Er-ven gestaltet / trägt aber das erste Jahr keinen Saa-men / daher mag es wol in die Zahl der über Winterbleibenden Krautern gezehlet werden; darff keinen ab-sonderlichen guten Grund / will aber in Scherben ge-halten / und des Winters an trockene lüfftige Ort un-teraesetzt werden.

Oioscoricicz >ib.4,cap. l Os. vermeldet / daß ein Dc»

coSum von den Wurtzen / denen dieEyter auswerf-fen / und denen / die an der Sci-uca und Seitenstechenleiden / gut sey / wie auch wider die Heiserkeit.

. Tausendschön / ist auch von unter-schiedenen Gattungen/der grossehai dunckelrolhe Blu-men / und ist so lind anzugreiffen wie ein Sammer / da-her er auch von etlichen Sammet-Blumen genennettvird / die Papageyfederl haben bunte von grün / gelb /roth und bleich zusamm-geschattirle Blätter.

Etlichen find die obersten rothen Blumen in viewon-einander Hangende und abwärts sich senckende Zapffenzertheilt; etliche sind klein / und haben Bürstenweise zu-sümm gesetzte blutrothe Blumen,

I-ybeiius nennet ihn ^marantkum bololericis, s^n-Zuineis, reticu^ilis jioridus ; etliche sind mitMlsich-blühefarbcn Blumen.

Diß Gewächs blühet vom Monat Augusto-an / bißin den Herbst / muß jährlich vom Saamen angebauet /und hernach wiederum versetzt tverden; begehrt gulenGrund und mittelmässigen Sonnenschein / auch wannesnoth/Beqiessung.

Der Holländische Gärtner sagt / der Saame wer-de bey ihnen nicht aufgehoben/sondern werde jährlichaus öarbsäos oder Virginien überbracht / ist kalterund trockener Lompiexion; von den Blumen das vc-cottum getruncken/dienet wider dierothe Ruhr / dieWurtzen und Blumen über Nacht im Wem geweicht/nachmals gesotten / und der Wein getruncken / reinigetdie Gebärmutter / ist auch gut für das Blutspeyen/ derSaame in Wein getruncken/vermehrer den säugendenFrauen die Milch.

Hlczea Vcnela , Klatvs pcrc^rinz , It^ics > Wetter-Rößlein hat eine Wurtzenden Pappeln gleich/dieBlät-ter sind in drey/ vier oder mehr Absätze zerschnitten/tra-gen in subtilen Knöpslein ihre Blumen verborgen / die/ >wann sie ausschließen / schön bleichqelb/und unten einwenig purpurbrarm, mitten in der Blumen ist ein gold-gelbes Pöltzlein/und blühet spat im Sommer/ und mei-stens/wann die Sonne am Heissesten scheinet ; wann dieBlume vergehet / kommt der Saamen in runde haa-rigle oben zugespitzte Eäcklein mit schwartzen Fäserleindurchgeädert/ wie m Wolle eingeschlossen/ ist rund undarau-schwärtzlicht/wie der Kohlsaamen/ muß zwar alleJabr besäet werden / wo ihm aber der Grund wolbelie-big ist / da besäet es sich von sich selbst.

Es ist eine allere oder In6iea,die

vom voclonsec» Lsbcjarisz genennet wird / die hat run-de ästigle »Stengel/ zertheilte Blatter/ und weisse und inder Mitte schön schwartz gezeichnete Blumen.

kaukinus nennet eö Labcjzriffs, ist aber mei-nes Wissens / in unsern Ländern wenig bekandt; dieEngelländer nennen erkiallv«-.

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