Des Adeltchen Land- und Feld-Lebens
blühet zu Ende desSommerS/wv es einmal an einOrtkommt/da treibt es jährlich stärcker/daß man ihmdmchAusjetten wehren muß.
Wird auch von etlichen Harnkraut genennet /weil es den Harn befördert. Das O-coHum diesesKrauts reitet die Gelbsucht aus/ vertheilet das geron-nene Blut/treibt alles Gifft aus dem Leib / treibet die
verstandene kienic» und Hinterbliebene Nachgeburtheraus. Die gepülverten Blumen eines Quintelsschwer in Wein nüchtern getruncken / stillen die vomHaupt herabfallende Flüsse; derausgepresste Sasstvertreibt dieunnatürliche Rothe und Entzündung derAugen/und nimmt die Runtzeln und Flecken des Ange-sichts hinweg.
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I.unsris, I-yckmr Ul?d
>»- Ilnariz (Zr-ca, Silberblätlein / sind zweyerleyGattungen; das erste hat Purpurfarbe vierblät-richte Blumen/aus welchen drey häutige/ breite/runde Häuslein solgen/darmn der Saamen llgt/wanndie äussersten zwey Häutlein wegfallen / so schimmertdasJnwendige wieSilber/oder durchsichtigesFrauen-eys; dieses hat zerkerbte grüne Blätter. Die andereArt aber hat runde Blätter/ liechtblaue Blumen undlänglichte Schötlein/sonst wie die andern / ausser/daßsieeinenSaamenwiekleineBohnen trage; die erste hateme knodichte/die letzte eine zäseuchte lang-harigeWuz-tzel/dle einemBart gleichet;kommen/nachdem sie Metworden/ erst das andere Jahr zur Blühe/ sie blühen zuEnde des Frühlings/und besaamen sich hernach selbst/haben gern einen guten Grund. Der Saame ist einerhitzigen und trockenen Natur un scharffen Geschmacks/wie auch seine Wurtzen/ hat mit dem 7 Kisspi einerleyKrafft / und ist auch denselben an der Schärfte gleich/erwärmet/reiniget/ und befördert Urmam K /u-nlcs
I.ycknis. Von den Frauenröslein haben wir be-reits oben im87 .Capitel gehandelt/ jetzt wollen wir1.yckn>6cm <^k-»>ccäonics oder tlorcm Lonitantino-
poiitanum beschreiben/der ist dreyerleyFarben/weißund hoch Zinober/oder mis-i-farb/auchgefüllt und ein-fach/ ist ein schönes zierliches und wolgestaltes Ge-wächs / hateine subtile/ länglichte und gelbfarbe / mitvielen langen haarichten Zasern besetzte Wurtzen. Diedicke wird bisweilen auch in die Geschirre gesetzt/ unddes Winters eingetragen/ so aber unnöthig/weil sie imFeld besser zusetzt/ wann sie nur im Winter etwas be-deckt wird / der eingreiffenden Kälte sich zu erwehren/will fetten Gmnd und wol begossen seyn/ liebtauch ei-nen warmen Sand an einem erhöheten Ort/in derTiefferbleicht und eraltet sie;wann man ihr beyAnfangihrer aufgehenden Blühe einen Schatten macht / soblühet sie desto langwühnger; Die dünne wird von ih-rem Saamen/ die gefüllte aber von ihren Schossensortgepfiantzt.
Dis muß im Sommer gleich nach den Hundstä-
gen im Vollmond geschehen/dann im ^man nicht taugliche Zweige/in dem sie denWinter überabfaulen/ und erst neu wieder treiben müssen.
Blühen mitten im Sommer / man kan entwederdie Zwciglein peltzen / wie an den Negelen/ oder deml.eucujo, ober kan im Frühling die Stöcke zertheilenund fortsetzen.
Der Holländische Gärtner setztauch eine Gattungleibsarber Blumen / und will/man solle sie in einemsandigen Grund pflantzen.
I^llmackis» die auch Weiderich und Salicsriu ge-nennt wird/ weil die Blätter sich den Weiden oderFeldern vergleichen/ist von zweyerleySorten/eme mitrothen/die andere mit goldgelbenBlumen/wiewol auchetliche weisse Blumen tragen/wächset gern an feuchtenOrten/ in den Sümpffen / und an den Gestaden derFlüsse undBäche/daher sie auch in denGärten muß wolbegossen werden. Ist einer zusammenziehenden undvertrocknenden Eigenschafit. Die gesottene Brüheder Blätter/ oder derselben ausgepreßter Sasst / stilletdie Schmertzen des Leibes / und hält/ getruncken/ dasBlutspeyen/samt der rothen Ruhr zurück. Die davongebrauten Kohlen geben einen scharffen Rauch/welcheralle Schlangen und gifftige Thiere vertreibt/und dieWürme und Fliegen tödtet.
> Die Blätter zerquetscht und in die Nasen gethan /stillet den Blutfluß.
Vor den Magenwehe - Nimm dieser Wurtzenvier Loth/gieß ein halbe Maaß guten Wein darüber/laß es ein Zeitlang beitzen/trinck Morgens und Abendsein Gläslein davon / wie l). ^lanä cx kuckt!«lehret.
Für die Wurm der kleinen Kinder: Nimm dieBlätter/ koch sie im alten Meth/ laß sie zwey oder dreyLöffel-voll bisweilen davon nehmen.
Fürs Hauptwehe/ beitz die Weiderichblumen ingutem Weinessig/laß es emeZeitlang stehen/nimm als-dann in solchemEssig genetzte Tücher/und schlag es überdie Stirn/wie voclon-eus meldet.
cx?. xcn.
^l-Iv-i. Märtererblum/ Kl ->rricari-> liore plenolind Xillekolium.
/i-äi va.Pappelii.Jch handle alhier allein von denIV/1 jenigenPappel<Gattungen/die man in denGä:-cen zu ziegeln pflegt /als die gefüllten und einfa-chen weißen/rothen/ braunen/ dunckel-schwartzrothen/bleichen/gelben und krausen;darunter^lkkXa arborc.lcens die vornehmste ist ; diese wächset vom Saamen
haben alle Pappeln gerne feuchten Grund/ und einenoffnen/ an der Sonne wolgelegenen Ort.
Werden aus dem Mistbett im Vollmonden in auteErden umgefetzt / da sich die Wurtzen zimlich mehren/und etliche Jahr ausdauren; der Saame muß auch imVollmonden abgenommen und angebauet werden /
und den Nebenschossen/blühet zu Ende desSommers; ^ doch werden offt einfache Blumen daraus; das bestes/