blätterich/wächset gern mWassern und Bächen/blühetim Mayen und Brachmonat / will gantz feuchten san-dichten Grund.
ttesperis, Nacht-Veyel/ ist eine Gatttmg «ie Vio.liz Miitron^iikus, wiewol ich die rothe und weisse Gat-tungen für Nacht-Veyel nicht erkennen kan/weil sie ih-ren Geruch so woldes Tags/ als des Nachts behalten.Diele Art aber/davon ich rede/ und die ich ftlbst in mei-nen Gatten gehabt/ist zwar eine Art/davon ihredunck-lc traurige Fard / und der bey Tages fasi unempfindli-
dx?«
, l.eucvjum,
>»- Nsrboncniis»ist ein Klchern-oder Linstn-
Gewäcks / mit weissen / liechtgelben oder leibfar-^ den Blumlenv flichtst sich w andere l.eZu m i n«in dieHöheauf/undbekleidetdie Lauberhütten undGe-länder gar zierlich; HenStromer nennet sieSpanischeWicken / sind theils mit schmalen/ theils aber mit brei-ten Blattern/Hat den Namen i^tt,vris,weil fein Saa-me fast den Sprmgkornern ähnlich sihet.Der Hollän-difcheGürmernenntsnachseinerGarten-lZiamm^ticsI^zcjerus.und sagt/man säe es cm. und daure ein Pflan-zen iQ. oder 12. Jahr. Die Blumensind an Gestaltfast der c«>utesglekh / blühen vvu Anfang des Julii/biß zur Winters-Zeit. Der Saame ist hart/und mußvorhero ein paar Tag eingeweicht werden.
Das Eychstädtische Garten-Buch hat zweyerley/
alsl-stkvrum perc^rmum^ coerutco purpursl«.entetlore.und l-stk^rum percznnum luavitcrerubcsccn-
lcm.
DerKöniglicheHolländische Gärtner sagt auch vonaner Spanischen Art mit gelben / und Amerikanischenmit blauen Blumen; diese aber vergehen jahrlich, undlassen ihren Saamen; der dauerhasstige l^atb^ri« abermit schmalen Blattern bleibt etliche Jahr.
l cucojum, Veyel/ sind an Farben geld/weiß/roth/Veyelfarb/Fleifchfarb/weiß mir rvth vderPurpurfarbgesprengt / Schwefelgelb und gelb güldener Lack; diegelben sind / wegen ihres lieblichen Geruchs und desGebrauchs in derArtzney/am meiste beliebt; derSaamwird zweyTagvor demVollmond gesäet/so werden et-liche Stöcklein darunter gefüllt/die man hernach in dieGeschir: setzen kan. Die einfachen / grossen / gelbenck?iri ist eine prächtige Blumen; die gesätten/wannsie drey oder vier Blätlein erreichen / werden im Voll-mond umgesetzt/ wollen guten Grund/gehörige Was-serung / und mittelmäßigen Sonnenschein.
cw in, oder grosser Türckischer Veyel/ist am Ge-ruch und Färb edler als der aemeine gelbe Veyel/ blü-het den gantzen Sommer über / auch im Winter/ haterstlich eines Fingers / im andern Jahr aber über dreyFinger breite grosse Blätter; der Stock wird einesManns-Daum dick/ unten bloß/ ohne Aeste und Blät-ter / oben aber voller Acstlein/wie ein schönes Baum-lein / wächst / wo er guten Grund hat/ fast drey Elenhoch; damit sie über Winter desto besser bleiben / fomuß man alle die Saam-<vcheiden mit einer langenScheer/ sie feyen zeitig oder nicht/ abschneiden/ und imWinter den Kübel osstmit Schnee beschulen / damitsie / aus Mangel der Feuchtigkeit / nicht verderben.
Blumen-Garten. 859,
che/zu Abend aber stärckere Geruch machet/daß itb die-se fürdierechteNacht-Veyel halte/ sie hatBlätter undBlumen fast wie die andern Veyel gestaltet; die Färbaber der Blumen istdunckel-braunlicht/ mit vielenschwachen subtilen l-> icamcnlen/ wie mit zarten undsubtilen Netzlein/durchzogen/fast wie die Blühe an demPilfenkraut/aberdunckler/blühet im Sommer/und hatdes Abends einenVeyelgerucb/kan vomSaamen/oder iauch durch Zercheilung der Wmtzen im Frühling ver-!mehret werden.
xc.
lumonium, I-inaria.
Man nimmt halb faulen Weiden-Mist / und halb an-dere gute fette Erden / so wachsen sie frech davon.
Die gelben Veyel aber soll man über zwey Jahrlang nicht über Winter lassen / dann bleiben sie länger/so nehmendleGröjst derBiumenBlätter ab; am bestenist/ man sae sie alle Jahr im Vollmond/ haben gern eingutes Erdreich/ wie die Negelein.
Sie kommen besser m den Geschirren/als im Feldfort/ daß man sie gegen den Winter desto bequemlicherkan insTrocken unterbringen/so setzen sie lieber zu/dannwiewol sie dieKälte nicht förchten / so nehmen doch dieNebenschößling von der übrigen Nässe gern Schaden/so durch das Einsetzen kan verhütet werden / die dicken/sey was Färb es wolle/weil sie keinen Saamen tragen/müssen alle durch abgebrochene frische Zweiglein / (dieZweiglein aber müssen keinen Saamen treiben / sonstwürden sie zum Peltzen nicht taugen) wie die Negelein/fortgepflantzt und also vermehret seyn. Die Zweigleinwerden unten zerknirschet/ im Frühling in gute fetteErden fest eingedruckt / vor der Hitz der Sonnen bede-cket/ und mit Spritzen wohl gewartet/biß sie bekleiden/blühen fast den gantzen Sommer durch; man kan sieauch einlegen/ oderHäfelein/nach derbekandtenWis-senschafft/anbinden.
I^imvnium, diß ist ein pomum Krisis unter den ge-lehrten kotanici», die sich noch nicht vergleichen/ wel-chem Gewächse dieser Name am besten gebühre; Et-liche wollen die ?x> oia>n, Wintergrün dafür halten/davon ich aber droben im fünfften Buch im 115. Capi-tel allbereit gehandelt habe; Andere halten dafür dieNaterwurtz/ davon auch allbereit im gedachten BuchAnregung geschehen; Andere wollen / das vermeinteSeen rubrum srum sey das rechte lumonium,welches gern auf Wiesen / und andern sumpssigenund schattichten Orten wächset/hat eine dicke und rotheWurtzel/Blätter schier wie das Bircken-Laub/ aberlänger und subtiler / und an einen starcken Lilienstengelkleine und weisse Blumen/ mag aber / weil es nichtsso gar absonderliches/wol ausser demBlumen-Gartenbleiben.
Aber das l.imcmium pcreAnnum,oder8xriscutt>,muß vom weit hergebrachten Saamen bey uns fortge-pflanzt werden / es blühet im Herbst / und muß desWinters fleißig beygesetzt seyn / dessen Figur im Eych-städtischen Garten-Buch zu finden.
lünsris surca, das güldene Leinkraut/ und dasweisse mit Purpurfarben Rachen/ wird in die Gartengepflantzt/ insgemein heist mans U nser Frauen F lachs/
Nnn nn nj blühet