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Th. 1 (1716)
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838
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Des Adellchen Land - und Feld - Lebens

l.xxxlx.

k-ielledoruz ni^er L5 sllzuz, l-ZepariLa rritolis ^>a1u^ri§, k^el^eriz.

-»-kNcboruz oder Lllcborus ni^er, schwache Nies-1^1 wurtz / oder Verrstrum nizru m, wird von etli-chen Christwurtz gcheisscn/weil sie spat imWin-ter um den Christtag ihre Blühe sehen lässet:etliche ha-ben weisse / etliche rothgemischte/ und etliche grünlichteBlumen/in der Mine mit etlichen zusammgesetztenZapflein oder Schönem/darinnen der Saamen ste-cket; wächset gern in schattichten rauhen Wäldern/dieWurtzen ist schwach / mit viel zusammengesetzten klei-nen Zäserlein/ hat gern sandlchten Grund/ wird durchVertheilung der Wurtzen fortgebracht/ ist wol zu vie-len Sachen dienlich/aber ohne Rath eines vernünssti-gen Kte«tici nicht zu brauchen.

Nimm fünff Untzen tteiiebori nizri, nur die Blät-ter davon/die um das Solstitium settivalegesammletsind/ ein Untzen geschnittene Muscatblühe /Gold-und-Perlen-klse'nT jedes emehalbeUntzen/diec^uinlctlcnrvon Sassran/cdci>lionig,undMelissen jedes s.vracb.mss.8accksr.ff. clilloluri in Lkcliclon. meüll«8c spiritu rorjz majallz; triplum «ct omnig kckt in6c lc-cunciüm artcm LisÄusrium. Wer aber die Blättervon der schwachen Nieswurtz allein/oder mit Zuckervermischt brauchen will / der kan es ohn alle Gefahrthun/ in pktkifi und andern alt emgewurtzeltenKranck-heiten/ tanzuincm puriiicst, nec tsmcn cum virium^etrimentomorecseterorum purZsntium,leclpc>tiu«cum refcÄioneSclublevsmentorotius kc»minis,wiev. /.I'ackiu» in Lkr^loßvniZ.,nimal! 5? minersli 5ol.

izi. schreibet. Ich riethe aber einen gelehrtencum vorher zu consuliren.

Im Eychstädtischen Blumen buch wird uns eine Artttciicborsüri maximi vorgestellt/die an Blättern undBlühe der schwachen Nieswurtz sich vergleichet. Da-selbstfindetman auch denklcuclo ttclleborum nixrum

abgebildet. ^ ^

ttelleboru, siku» ist einHohes Gcwachs/woihm derGrund schmeckt / hat Blätter wie Wegricht oder En,

zian/ mitRippenzertheilt/ aber grösser; ist zweyerleyGeschlecht/Männliches und Weibliches; der Stengelwird Elen hoch / und bißweilen höher / rund und hohl/auswendig mit etlichen Hautlein bedeckt / die sich ab-schelen/wann er dün wird/oben am Stengel erscheinenvielZweiglein mit trauschlichten bleichgelben oder grün-lichten Blätlein besetzt/ wie Sternlein formirt. DasWeidlein aber hat gantz träublichte Blumen mit weiß-lichten Blümlein ; und ist noch eine Art / die gantz dun-ckelrothbrauneBlmmn tragt/wachsen alle gern in kal-ten wilden schattichten Gebürgen/ in Schweitz/ Elsaßund im Schwartzwald.

Innerhalb des Leibes ist sich dafür <ausser<ines ge-lehrten ^icclici) wohl zu hüten. Die Wurtzen mit Es-sig gesotten/ und warm inöemMmid gchalten/beniimmet das Zahnwehe / reinigt dte aussätzige und räudigeHaut/ in Laugen gesotten /und das Haupt gewaschen/tödtets die Läuse/und vertreibt die Schuppen; die We-gen zu tödten/lasst man sie inMilch sieden; so kans auchMaulwürff/ Mäuse und Ratzen tödten-wann das Pul-ver davon mit Honig und Mehl vermischt wird/zu wel-chen allen die schwarz Nießwurtz besser undkrafftigerwird.

tlcpatics sures, oder l'ritolium aurcum , das ge-füllte/wird allein indenGärtm gefunden/wird Teutschdas gefüllte edle Leberkraut genennt/ oder Guldenklee/hatBlatter fast wie die Hafelwurtzen/ allein alfo abge-schnitten/daßesdreyrundezusammgesetzteTheilmaO.Die Blumen kommen frühe im Lentzen/ein jedes an fei-nem absonderlichen Stiel/wachset gern an schattichtenfeuchten Orten / hat schöne liechtblaue/ bißweilen auchVcyelfarbe Blumen/wird im Vollmond ausgenom-men und zertheilt.

Es gibt auch rothe/ einfache und gefüllte Blumen/die lehren aber sind ungemein/ habe sie gleichwol gese-hen/ ist mitdem Kraut der andern gantz gleich/wie auchan der Blume/ all ein ist sie schon iiechtroth.

8vvcrtiu5 stellt uns auch eine mit weissen/ und einemit Aschenfarben einfachen Blumen für.

Die zarten Blätter und Blumen von dem edlenLeberkraut/ werden im Frühling ;» Salaten und indie Kräuter-Wein gebraucht / wie Hen Stromer be-zeuget.

Der Niederlandische Königliche Gärtner sagt:Wann der Saame davon im Vollmond au einenschattichten Ort / oder in ein Geschir:/ etwann Fmgerbreit tieff/gesäet werde/so ändere sich ihre Färb ver-wunderlich/ sagt auch / es sey eine Art mit blau undVeyelfarb gescheckichten Blumen/ item/ etliche mitDornen; begehren keine Dung.

Der Wein darinn die Blätter gesotten / dienet dieverstopffte Leber zu eröffnen / befördert den Harn / rei-nigt die Blasen und Nieren/ und tst gut für die rothe hi-tzige Geschwulsten.

Die lleparics paluttns aber/ ist mehr eine Art vomHanenfüß/ allein daß es nicht so brennend ist/ daher esauch von etlichen Wassechänlein undk-muncuius/lu.vi atiiis ge n ennt wird/hat sch öne weisse Biüm lein fünss-

blätte-