Sechstes Buch/ Blumen-Garten.
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cz?. i_xxxvm.
Eülgült^/^cnriana, (üenrisnellz» (Zeranü jl^ccie8,
(Framen orten5c.
Algant / Cyp^rus. ist zweyerley Sorten/ «in kleinen subtilen Purpurfarbe« Aederlein Netzweis art-mit einer schwartzbraunen Wurtzen / die man lich durchzogen/ wird meistens in die Scherben ange-
»nsgemein Galgant nennet; die andere mit ei-ner gelben Wurtzen curcuma genannt. Die erste hatBlätter wie Geröhrich/ aber schmäler und subtiler/ hateinen Stengel mit schmalen spitzigenBlatlein/und da-zwischen etliche Hülsen wie Aehren/darinnen derSaa-men ligt/will einen seuchtenGrund/oder/in dessenMan-gel/wohl begossen seyn. Hat einen lieblichen gutenGe-ruch / und wird an statt des Orientalischen Galgantsgebraucht / wärmet und vertrocknet ohn alle Schärfte/stärcket/ziehet zusammen/zertrennet und eröffnet.
Die Wurtzen im Wasser gesotten und getruncken/Mcht UNd führet aKö den Stein / pro'novct menlcz;
bauet / wachst aber auch in den Bettern / es wird mei-stens vom Saa»nen gesäetnu Frühlma/im April/trägtaber das erste Jahr nicht leicht Blumen/wsbin es ein-mal kommt da besaamet es sich selbst / wird auch durchZercheilung der Stöcke fortgebracht.
Der Holländische Königliche Gatner gedencket5oi. iz2. noch eines Virginianischen (Zersnii mit ge-streifften Blumen; item dreyerley aus Jndia gebrach-ter / mit bunten Blumen / und einer kleinen/ die bey derNacht am besten riecht/ die muß aber zeitlich eingestellt/und den Winter über mitein weniglauem Wasser be-sprengt werden.
im Wein tilget sie die Husten aus/und dienet wider die sind unterschiedener Gattungen/ob
Wassersucht. Die Lurcuma hat fast gleiches Ver- sie schon nicht eigentlich zu den Blumen gehörig/werdenmögen/als einPflaster aufdie hauchten Ort des Leibes sie doch zur Zirb zu den Blumenbüschen und Krugen
gelegt/ nimmt alle Haar hinweg.
(Zentianz, gehörte zwar billicher in den kieäicin-Garten / doch weil es bißweilen schöne und rare Blu-men trägt/ mag es billich auch unter den Blumen seinenStand finden/ haben die meisten gelbe/ etliche auchhimmelblaue Glocken : theils Purpurfarbe / glatte/die schönsten aber Purpurfarbe getüpffelteBlumen/diesich schier an der Färb den krittligen gleichen; manfindet sie auch mit weisser Blü)e/ die gefcheckichten ha-
sehr gebraucht; als (Zramen üriztum oder tscmuium,das weißgestriemte Gras/wird durch seine Wuchen imFrühling oderHerbst fortgepflantzt/indenSavoyschenGebürgen wächst es von sich selbst/hatm der Mitten ei-nen langen weissen/ und noch mehr kleinere Striemen/die dasGrüne durchschneiden/setzt ährichte lähreRohr-quasten auf/ der Saame wird bey uns schwerlich reiff.
Das andere Lramen ^M0N8 oder Lr-iZrotttZ hatwenigundschmaleGrasblätter/aufdemStengelwach-
ben etlicheReyhen aufeinander/davon die untersten am ! sen schöne breite ausgebreitete strauftichte Aehren / die
ersten blühen/ werden von der Wurtzen im Herbst oderFrühling gepflantzt/ auch wol vom Saamen/ geht aberlangsam damit zu / wächst gern auf den Bergen anschattichten Orten/und bekommt grosse dicke Wurtzen/sind warmund trocken im andernGrad/und fast imAn-fang des dritten / ist wider allerley Gisst; des Pulversvon der Wurtzen ein Quinlein mit gleich so viel Myr-then/und zweyQuintelgestossenenKrebsaugen vierTa-ge nacheinander im Wein genommen / dienet zu demBiß der wütigen Hunde / entzwischen muß man dieWunden immer offen halten/mit Eftig oder Saltzwas-ser täglich wohl reinigen / und das Gifft mit Vcntolenheraus ziehen.Ist auch sonst zu vielen Sachen dienlich/wie in den Kräuterbüchern zu sehen. Die Wurtzel ge-dörtt in eine enge Wunden gethan/ erweitert solche.
, ein holdseliges gläntzend-blaues undSapphirfärbiges Frühlings-Blümlein/welches in denWiesen/Hügeln und ungebaueten Feldern zuwachsenpflegt/ man findet sie auch mit weissen / röthlichten undPurpurfarbigen Blumen / deren etliche im Herbst blü-hen/ wird von den Stöcken eingesetzt/und bekleidet spatund unyerne / hat mit dem grossen Entian und Model-geer einerley Elgenschafft.
6eramum lanvum istunterschiedenerGattungenundFarben / mit blauer/ Purpurfarber/ weisser und rotherBlühe. Das(icr.«n>>i o mulcatum, Kisemkraut/weildifiKräutlein / sonderlich wann es gedruckt und von denHanden gerieben wird/einen ftarckenBisemgeruch vonsich gibt /ist ein zinseriichtes Kräutlein / wie die Ncuta.und tragt licchtpurpurfarbe Blümlein / sonderlich istei-nes/jwar ohneGeruch/aber mit holdseligen weissenundl. Theil.
werden schön weiß/ wann sie zeitig werden/ ist auch eineArt davon/das hat einen Bifemgeruch/mit weissen/eineandere Art aber mit Purpurfarben Blumen/ sind dop-pelt und einfach/werden im Anfang des Aprils aufdaöMistbett gesäet / und wann sie 4. oder 5. Blätlein krie-gen / versetzt. Die ersten Blumen muß man zur Saatbleiben lassen / und den Saamen gantz trocken abneh-men/ sonst verschimlet und verdirbt er/wohin es einmalgesäet wird/ vermehret es sich selbst/ man findet es auchmit Psersichblühefarbigen/blauen und rothen Blumen.
(Zramen parnalN ist zweyerleyArten / das gemeinewird für dasEinblat gehalten; die andereArt aber nen-nen etliche Leberblümlein/hat ein kleines schwartz-zäse-richt und härichtes Würtzlein/ emes schärften zusamm,ziehenden Geschmacks/ die Blätter sind rund/sonst wieam Epheu/ausser daß sie nicht eckicht sind/vornen etwaszuspitzig/zwischen denBlättern kommt an kleinen eckich-ten niedern Stänglein ein weisses fünffblätterichteswohlriechendesBlümlein/demHanensuß gleich/ein je-des Stänglein hat ein einziges Blat / welches es schei-net wie durchzuwachsen; auf das Blümlein folgt einlänglichtes Knöpflein / darinn ein langlicht-gelb-rothesSämlein verborgen ligt/wachstgern an feuchten ber-gichten Orten. Es gibt auch dieser Art gesüllte/schöne-rere und grössere Blumen / wächst in Braband/ undwird auch in die Lustgärten gepflantzt.
Ihr v-c.)üum hat eine sondere Krafft/die blöde Le-ber zu stärcken / oder das Pulver davon eingenommen/ist gut zu allen Durchbrüchen/und ein bewährtes edlesWundkraut. Besihe davon weiter den än. 1664 neu-aufgelegtenl'slzcrnzemontanum part.l./ol. s28.
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