Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
830
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Deö Adelichen Land-und Zew-Lebens

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5h?acmcku5 mberolm » Iriclez ruberos^e L5 Lkama? - Iri<Ze8,

Iris ZuLsnÄ, I-esntopccalon.

v- -U-Vacintkustuberofus,^ eine ansehnliche prächtiI—I ge Blumen/ nicht allein wegen der schneeweißen^ ^Liliensormigen lang nacheinander blühenden/undeinander gleichsam ablösenden Blumen/ sondern auchwegen des unvergleichlichen edlen Geruchs/ mit wel-chem sie mit allen andern im Gewette stehen/ und wonicht überwinden/weniast die Waage halten kan.Liebtguten Grund / und muß nicht gar zu tieffgesetzt seyn /ist genug wann man sie zween Finger hoch bedeckt.

?.iimolkcus will/ MM soll sie im Mertzen oderApril ausnehmen / die jungen anhängenden Wurtzenalle abflössen/ und die Haüptwurtzinein Geschir: mitdem besten Grund setzen/ so wol auch die Jungen baldwieder einlegen/ schreibt auch/man könne sie zwey Jahraneinander stehen lassen/ allein auf dem Frühling mußman zeitlich / ohne Bewegung der Habtwurtzen/ dieBeyschösse davon nehmen / den Ort wider mit dembesten Grund erfüllen/und die kleinen im Geschir:/oderin den Garten setzen / aber vor Winters wieder in einGeschir: thun.

Siewitlden Schein der Sonnen dengantzenTag/man soll nicl>t viel nachgrübeln/in der Hitz bisweilenwässern/will man sie aber auslüssten lasten / soll es imspaten Herbst seyn / und nur ein Monat lang heraussenbehalten/ doch in einem temperirten Gemach/ müsseneiner Spannen weit eine von Verändern kommen/ da-rum am besten/ einer jeden Hauptwurtzen ihr eigenGe-schir: einzugeben.

p. l'imork-us sagt/ er habe gelabt/ die zwo Elen-hoch gewachsen/ und2z. Blumen getragen ; wie derSaamen davon zu sammlen/ besiehe ferner daselbst/welches ich hier/als unnöthig/indem ihre Vermehrungvon den Beysätzen hauffig genug zu erlangen/habe aus-gelasien.

Sie blühet zimlich spat im Herbst/wird im Gefchineingesetzt / und will leichte Erden und guten Sonnen-schein/muß/ ehe sie blühet/wol begossen seyn/wird vierFinger tieff) wie andere wollen/ und einer guten Hand-breit voneinander eingelegt ; dieFäsern an den Wur-tzen muß man etwas stutzen.

Der Hollandische Gärtner sagt/ daß diejenigen/ soerst neulich ausJndia ankommen seyen/viel schöne: blü»hen/als wann sie eine Weil in unsern Ländern wohnen.Er will den Winter über/ nachdem er verblühethat/nicht begossen seyn/sondern man lässt ihn also stehen/bisaufden Frühling/dann hebt man die Wurtzen aus/setztsie in ein ander Geschir: mit frischer Erden; die Neben-schösse/die sich nicht selbstgernund leicht abtheilen/läs-setmanalle dabey/ weil aber diese Wurtzen leichtver-fault und schwerlich zurBlühe zu bringcn/als mag mansie im November aus der Erden nehmen / und in einerWohnstuben über Winter auf einer Stelle ligen las-sen / damit sie wol austrockne / hernach im Februariowieder in die Erden in ein Geschir: legen/ und bey demwarmen Ofen stehen lassen / auch gar selten befeuchtten/ so treiben sie eher / wann man sie in die Luftibringet/ und kommen hernach desto geschwinder zurBlühe.

Her: Peter Gabriel sagt/ wann sie tragen soll/ mußman sie im Geschir: lassen/ bis im December oder Ja-nuario/ und an einem trocknen nicht kalten Ort auf-behalten/ und zu Ende des Februarii wieder in einenScherben in die Erden setzen / und damit sie fortkom-men/ muß man den Scherben in einem hitzigen Miststellen/und denselben zudecken/damit diePflantzen vomRegen nicht naß werden / bis sie anfangen auszutrei-ben/ denn seyen sie an den warmesten Ort des Gartenszu stellen.

Ein wolriechendes Oel daraus zu machen/ muß mandie Blühe mit Mandeln/die wol gedönt sind/ wie die/so man zum überzuckern zurichtet/oder mitBeen-Saa-men mischen/ und wann sie den Geruch wol imbikirt.werden sie gepresst/ davon das edle Oel kommt. DasBeen ist besser darzu/ als die Mandeln/ davon dasOelgern schmircklicht wird.

Wie man aber das Oel vom Been wolriechen ma-chen soll / lehret i'snzrs üb. L. loi, Z51. mit folgendenWorten : Lavaii I' Oglio clal Seme Eigene, 6c inbucllo s' in5onc!ono -ilcuni 6i Velo, poi s'ksn"no otto o ciieci lct«cci ^pokafatti, m msniei^ , cksunocntri ne! sltro, i'ultimo clcqusliäs oZnlpzrtcöcliiulo con un ckerckio 6cllzkcllszran6e?zz,copef-toclicarla pccora , in msniera tgls sclattski, cke inalcunapzrtc non poilmo skatarc. Lupracialckcäu-no cji quclii lctacci ti faun8uo>6i qucüi kori, c> ctizcttomini dlaranzci cccciri, 6c vKni sItro o6orato k o-rs , c poi con un ?e?^o <ji velo ciclla liclls zrÄN-, clcl sctaccio , intuso ncl suprackctto o^Iio ,ma ui? poco lprcmuto , sc-c'io non Klocioli K cuo^prono i lucjctt! kor!, cZapoi il vcloä'gllri kori li cuo-

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