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Des Adelichen Landend Feld-Lebenö
ohne Geruch / des Nachtes aber ( wie ?. ^ancjiroiaschreibet) einen verwunderlich - lieblichen Geruch vonsich geben.
Sck vvcrtiu, hat noch ein 8at^lium,das aus (Zuincäkommt/ so wie einen Kolben f mit schmalblätterigenund langzäserichten Blumen gibt.
Das Eychstädtische Buchgibt neben andern auchOrckläsm m-jZnam latisolism , so ziemlich groß wird/und ein anders mit viel kleinen zusammgefügten dickengestumpffcen Wurtzen/ so n>6us /^vis allda genennetwird/daselbst wirdauchOrckisLcrspisOoljonxl se-cunä-, gefunden.
Also werden sie von der Wurtzen fortgepflantzet /fünff Finger tieff in die Erden. Von dero Nutzen inder Artzney besehe man die Krauter-Bücher.
Sisyrinckium hat einen kleinen Ml/mit einem rau-hen Goldfarben Netzlein/wie der Gewürtz-Sassran /überzogen/ hat eine Gestalt wie ein Sau-Rüssel/ wirdauch von den Schweinen begierig gesucht/ hat Blu-
men wie die kleine iri». unterschiedliche / etliche gelber/etliche blauer/ etliche weiß-gefleckter/ etliche Purpur-farb mit weissen Flecken/ wieöautunuz bezeuget/ unter-schieden.
Der Holländische Gärtner sagt / sie kommen ausPortugal/ blühen aber sonst nie/ als das erste Jahr /wann sie aus Portugal frisch ankommen sind. Istgrosser und kleiner Art/ muß über Winter eingesetzt
werden.
Gternblümletn ist auch eine kleine Art des vmi.theils blühen gantz schneeweiß mit Stern-förmigen herumgesetzten Blümlein/ die sich nahe beyderErden an langenStengeln hin und und wieder aus-breiten/ theils bekommen einen ährichten wassersüchti-gen nicht gar hohen Stengel/ haben Glas-oder Was-serfarbe Sternblümlein / aussen mit einem grünenStrich/ sehen schön aus / währen aber nicht lang/ isteine Jachzincken-Art/ werden auch von etlichen Glss-blümlein genannt/ dörssen wenige Wartung.
i^xxvm.
Tazzeten und Türcktsche Bündel.
'Je Tazzeten ist eine Narcissen-Art/ sind anGröße/ Gestalt/Farbe und Bluhe-Zeit vielfäl-tig unterschieden; die gantze weijse wird l'ö?-ä «rZcnw vom ?. kcrrario genennet/ etliche sindschwefelfarb/ theils blühen frühe/und theils spat/habeneinen kleinen Kelch/gleichsam wie eine Schalen/ dahersie auch den Namen haben; die Kiel haben auswendigeine dunckle/und inwendig eine weisse Haut/ sind nie-drig und zusamm gedruckt / brmgen auch einfache unddoppelte Blumen/Habengern einen Sonnreichen offe-nen Ort/ lieben guten Wiesen-Grund / müssen sechsFinger-tiessund einer Spannen - weit voneinander ge-fttztseyn/ man muß sie allzeit im dritten Jahr ausneh-men/und die Brüt absondern; die Blumen (sagt!>.klanäirois) wollen jedesmal am ersten ausgehoben u.zum ersten auch wieder eingesetzt seyn/ weil sie bey demersten Regen so balden wiederum anfangen zu keimen.
Wann sie so frühe ausblühen/ daß noch Reiste zubesorgen/müssen sie des Nachts wie bey denTulipanenangezeigt/ gedeckt werden; wann die Scheide/ darinnsie stecken/so zähe ist daß zu sorgen / die Blume möchtedarinnen ersticken/ kan man selbige mit einem Ritz er-öffnen/und also der Blumen heraus helffen.DieKlel/wann sie ausgenommen / müssen in einem trockenenZimmer/biß zur Einlegung / verwahret werden;sindsonst mit den Trombonen fast einerley Gattung/ austerdaß die Kelch kürtzer sind.
Türcklsche Bünde!/ KlartaZum oder I-llium^-l-zccmcu m . hat eine gelblichte zusamgesetzte Wurtzen/wie die weisse Lilien/ von etlichen auch Wald-Lilien ge-nennet/weil sie in den Bergen und Wäldern zu wach-sen/ und im May und Brachmonat zu blühen pflegt.
kmanuci Sck v vertiu8 hat deren zehenerlcy Gattun-gen in seinem änno r<5!2. zu Franckfurt ecünen Blu-men-Buch / darinn aber allein die blosse Gestalt inKupsser gestochen mit dem blossen Namen/ und weiterkeine Beschreibung zu finden ist.
Des Eychstättische Blumen, Buch stellet uns fürklartaZon Imperisic molciistum, wolriechende frem-
de Käyser-Lilien / die mit häufflgen wie eine pyi-sm!,oder conus aufsteigenden Blumen gekrönet ist ; item
Iiilium montanum maximum t>ol^amkvs slbum ,
rubns macuii» alpcrsum. und noch andere mehr.
Ich will hierinnen des p.kianäi rolze Ordnung fol-gen/die Purpurfarbige oder tt-m-rocaiiismontanz,sagt er/bringet oben amStengel Herfür etliche Stiele/an welchen die Blumen bisweilen hoch/bisweilen dun-ckel Purpurfarb/ bisweilen auch weiß hangen/ dieBlätter / wie bekannt/ biegen sich bey allen zurück/ daßsie einem Türckischen Bund gleich sehen.
Die Menningfarbige hat krauslichte Blumen/wieauch dergleichen die gelben haben; KiZriaKon ?ompo-nii hat einen etwas niedrigen/doch schuppichten Kiel/hat einen widerwärtigen Geruch wie die lAulsi. ^
Die liechtrothe ist zweyerley Gattungen/ die grösse-re und kleinere / die grössere ist so fruchtbar/ daß sie bis-weilen über die 6c». Blumen/ einer bleichrothen wieSaffran-Farb Herfür bringet; die kleine aber ist an derAnzahl sparsamer / aber an der rothen Farbe etwashöher und schöner.
Die Granatenfarbige ist fruchtbarer im Zusetzen /als im Blumen-trägen/ sie bringt nicht allein zwischenden Blättern der Stengel / sondern auch zwischen denBlumen kleine Zwibeln Herfür/damit man sie alle fort-pflanzn kan. ' ^ t>. .
Das mit braunen Linien getüpffelte Sassranfarbi-ge klartatzon , so auchtt^scintkus koelicus genanntwird/blühet gar gern.
Jstauch endlich eine weisse/ die man Frauen-Lilien/oder 8. äntanii von pacjug nennet.
Alle diese wollen einen mittelmässlgen gegen derSonnen gelegenenGrund/gute und leichte Erden /wol-len emerSpannen-tief/und so weit voneinander einge-legt seyn / werden selten/ und nur wann sie zu viel Brueund nunmehr verblüht haben/ ausgenommen/und baldwiedereingesetzt/ will man sie aber nicht stracks einse-zen/müssen sie in einen Winckel gethan/und mit Erdenbeworffen werden. Bauet man sie vom Saamen/ so
tragen"