Sechstes Buch/ Blumm- Garten.
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mischterErden gefültt/ zween oder drey Finger tieff/eiu-fttzen/ da bleiben sie lMger als m den Feldern/ wollenelnenfvnnichtenOrt.
5. Die runde Kugel-Narcissen/sonst OmiiKoZ-,.Win L^ksericum , und von den Gärtnern Likanciulagenennet; diese treibt erstlich den Büschen ihrer Blu-men aus demStengel/dersich darnach erhöhet/damusgleichsam als aus einem Mund sicheine ziemliche Men-ge Blumen herfür lassen/ die sich um und um inGestalteiner Kugel ausbreiten; aus des Stengels Spitzenbreiten sich/ in zimlicher Dicke/ Fäden aus/ einerHandbreit lang/ und fast eines Fingers dlck/dreyeckichr undgrün/ mit roth vermischt/ mit gewissen Knöpflein/ wiedieSaamhäubtlein der Tulipanen/ deren etliche niederhencken / etliche empor stehen; aus diesen Knöpfleinkommt Herfür die Blumen mitfünffBlätleinCarmo-sinfarb in sich eingewandt/ aufdie Weise der gekrauß-ten Frauenhaaren; die Blätter erheben sich von außenmit sechsFäden ziemlich anzusehen/gleichmassigerFarb/und enden sich in so viel Knöpflein/die sich bewegen/undetwas grösser / dann aligemach kleiner sich erweisen/gelbbrauner Farbe / der siedende ist länger als die an-dern/ und oben dicker/ zu Zeiten krümmet er sich etwas.Zwischen einer und andern Blume ist drey in vier Fin-ger-breit Raum ; die Blumen eröffnen sich eine nachder andern/ und welcken vorher keme/ bis die andernalle zierlicher Lieblichkeit eröffnet sind/blühen imSep-tember/ und währet fast ein Monat lang. Erforderteben die vorigeWartung/ nur daß sie vor überflüssigerNasse/ und Kälte (die sie gar nicht leiden können) auf-sichtig verwahret seyen.
6. Die schuppichte Narcissen/ oder grosse India-
nische Zeitlosen/ bringt aus ihren eingewickelten/Fm-gersdicten runden/ ausbeeden Smeimdcr etwas fla-chen/ mit rothen Wickeln besprengten Stengel eineBlumen/m Gestalt der Granaten/mit sechs oder mehrgrossen Zinnoberfarben Blättern/ die zugleich in sichviel kleine Blümlein Verschlüssen/ aufgar turtzcn weiß-färbigen Stielen/ die Blumlem aber sind röchlicht undhalb geöffnet / mit dreyen herausgehenden röchlichtenmitgelbltchten Knöpflein geendeten Faden; wann esverbiüht/ und Saamen tragen will/ so kommen erst dieBlätter Herfür / sie blühet aber in unsern Landen garselten ; der Saame kommt nach verwelekter Blume/inrother hoher Farb /Mit drey oder vier in Oliven-Grössebestehenden Körnern unc A^tzenwie eine Trauben/jede derselben hat drey oder vier schwartzlichteKern,wie eine kleine Fasolen. Diese Narcissen will freyenSonnenschein/ und muß/ wie die vorhergehenden inKübeln/ auch magerer und sandichter Erden erhaltenseyn/ wird drey Finger tieffgesetzt/und so bald dieBlatter abdorren/muß man ihreErden abtrocknen/undan einen trockenen lüssrigen Ort hinbringen/doch denKiel nie ausnehmen. Wer mehr Narcissen will haben/besehe l^. k^rrzrium und ?. ^n-!irolan, il! ihrenBlumen-Garten / oder LukurK ttorum.
Iiiurcinkcrglus in apf>ai atu plantarum lib. l. toi.
96. schreibet die Schmertzen eines alten Rothlaussszu lindern und zu vertreiben/ sey kaum ein fürtrefflichersMittel/ als wann man aus den Kielen/ Blättern undBlumen der Narcissen ein Köchlein zubereitet/und sol-ches überlegt/dieses diene auch zu verrenckten Knochenund Schenckeln/ oder wann man ein Glied bat aus-gekegelt.
OrmckvZalum, 5ar^rium,
^--^Knitkosiziium hatdsn Namen von der weissenT i und Milchähnlichen Blühe/ wird von etlichenAlexandrinische Lilien genennt/ ist auch von vie-lerley Arten / Umkeiiatum 6c Zpicatum, die meistenweiß/un etliche wenige sind gelb/sind sonst wie die Nar-cissen zu unterhalten/ dörffen doch geringere Wartung.
Der Holländische Gärtner meldet auch einer ausArabien herkommenden Gattung mit weissen Blät-tern/ die wie ein Kräntzlein oben wachsen / und gutenGeruch geben/ doch aber gar rar seyen.
5ckv vcrtiu8 zeiget auch ein Arabisches 0rnitko°z.lummit weissenBlumen/und inwendig schwartzenBo-den; item ein Neapolitanisches auswendig Aschenfarbund inwendig weiß; item eines von Alexandria mitgrünen Linien unterschieden. Wird auch ein Äthio-pisch und Arabisches bey etlichen gefunden.
Die andern werden von den Kielen fortgepflanht;man nimmt sie im Junio aus/und versetzt sie wieder imOctober/ im Garten hin und her/ weil sie die Kalte wolausdauren konnen/ihreWurzen werden von vielen ges-'sen/und wie der Pöprlsalat mit Essig und Oel zubereit-tet. Die fremden/ mit ihren weissen Blumen/ umgebeneingrünes Knöpflein/stehen inTöpfen besser und siche-rer / wollen ein gut und fettes Erdreich haben/ dörffenüber 2. oder z.Finge: tieffnicht hinein gelegt seyn/stehen
! am besten allein/ will man sie aber neben andern Ge-, wachsen haben / muß ihm um und um einer Spannen! breit Platz gelassen werden / wollen auch selten aus-genommen / und bald wieder in den Grund gesetztwerden.
Lstyri'um Ockiz , ist auch von vielen und unter-schiedenen Arten und Namen/haben auch/an statt derBlumen/ abHangende gleichendeFiguren der Blumen/Narrenkappen/ wachsen in Wiesen/ Wäldern/ Thä-lern und feuchten Bergen / sind weiß/ Purpurfarb /blau/ gelb/ braun / geschacklicht und einfarbig; itemheissen auch etliche ?a!ma Lkntti ma,or Sc minor, mandarffsie / wann man sie findet/ und einpslantzen will /nicht vorher trocknen / sondern kan sie gleich an feuchteund schattichte Oerter des Gartens/ wo guter starckerGrund ist / wieder einsetzen / da sie sich dann stattlichverbessern.
Sie blühen im Herbst/theils auch im Frühling/mansagt/daß ihre zwey kleine Zwibeln jährlich umwechseln/wann Heuer der eine welck und weich ist/ und der anderevollkommen/ so werde das andereIahr der erste völligund der andere welck/ etliche unter ihnen bringen Blu-men/ als wären sie mit Gold-Sand eingestaubt. DieOrckis Scrapis wird unter diesem Geschlecht am höch-sten gehalten / hat weißlichte Blumen/die des Tages
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