Sechstes Buch/Blumen- Garten.
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tragen sie erst im sechsten Jahr und andern ihre Farbe. > liess in die Erden pflantzet/ so werden Kiel daraus. SieDieAmeissen sind ihnefehr gefährlich/sonderlich ihren ' mögen husses Gewmer nickt leiden/darum sie auch inKielen; wann man die Schuppen der Kiel zwey Finger Italien / nach kcr^n, Zeugnis / selten gut thun.
dx?. 1.XXIX.
Tulipanen.
Je Tulipanen werden nicht viel über hundertJahrinTeutschland bekandt seyn/indem Qes-nerus m seinem Buch cle ttonis LcrmaniTschreibet/daß er die erste änno 1559. zuAugspurg/tnHerm Joh. Heinrichen Herwatts Garten daselbst ge-sehen/und dieselbe aus dem Saamen/welcher vonConstaminopel geschickt worden.
Ist eine von den schönsten Blumen/die im Frühlingunsere Garten pflegen zu zieren / und wiewol ihrer sehrwenig sind/die einen guten Geruch haben/ ersetzen siedoch solches mit ihren Farb-AbwecMungen / die sie intausenderley Veränderungen fürstellen / sehr reichlich/und wann etwas an ihnen ja auszustellen wäre/ so wä-re nur dieses/daß sie nicht langer/als etwcmn einen Mo-nat/ oder sechs Wochen langdauren. Die Franzosenund Niderländer geben ihnen ihre absonderliche Na-men/ daher sie eine vor der audernerkennen: wie dannHer: Peter Gabriel/ Fürstlicher WürtenbergischerGarten-lnspcÄo«-, deren etlichundnmntzig benam-set/und jedwedere mit ihren Farben beschreibet. Her:v. Elßholtz aber hat wol über zweyhundert Namen/doch ohne Farben ausgezeichnet/ wie sie die Niederlan-dischen Gärtner zu nennen pflegen. UndHannß Ge-org Kraus / Blumen-Händler in Augspurg /nennet inseinem gedruckten OtsioZo kiorum, die bey ihm zufinden seynd/ über zoo.Tulipen/jede mit ihrem abson-derlichen Namen/samt dem precio, darunter etlicheKiel sind / deren ein Stuck 6^8 / biß 15. Gulden kostet;
i! lVIoncio, vivec^ inzanni, comme il damcleontc ct'sris, können in die frühen / mittelmassig und spatblü-hende abgetheilt werden. ^ . . „
Unter den frühen ist auch die kleine grüngelbe mit hen / biß in die fünffte oder sechste Wochen aufhalten/spitzigen Blättern/und subtilen Sah er/die wie der gel- wann man aus Pergamen oder Blech darzu bereitetebe Veyel riecht/aber nicht lang dauret/und von denKe- Hütlein / nach der Blumen Grösse / sie wohl zu de-sern sehr angefochten wird; wie auch diePersianische/ cken/verfertiget / solche an Stäbe hesstet/ und sie ne-die drey weisseBlätlein/und aUzeit dazwischen ein weis- ^ ben den Blumen einstecket/ daß sie unter ihrem Schat-ses mit einem rothen Strich abgetheiltes Blätlein/und ! ten sicher / doch unangerührt verbleiben; diß kan manmitten ein gelbes Knöpflein hat; werden allein zwey z auch wider die Nacht-Regen und in anderm Regen-Finger tieffund drey Finger weit voneinander gesetzt/ wetter gebrauchen / davon sonst die Blumen baldundalleJahrausgehoben/inPapiergewickelt undbiß, verderben.
zum Einlegen also verwahret. Sie verkriecht sich osst so ' Die von edler Art / muß man jährlich bald aus-tiessin die Erden / daß man sie gar verliert / daher muß nehmen / wann die Stengel und das Kraut abgefaultein sonderbares Gefasse darzu genommen werden / so ist/ und so bald dieTulipen verblühet haben/ mußohne Löcher / oder doch so kleine Löchlein hat/ daß sie manalsobald die Trag-Häubter abbrechen/ die Sten-nich: kan durchschlichen / so wird sie blühen. ! gel aber stehen lassen / biß sie abwelcken/ damit derKiel
Die Tulipen vermehren sich nicht allein von den > desto mehr Krasst bekomme. Man kan wol auch ab-Beyschössen/ sondern bringen auch osst einen Kiel in ! sonderlich die Kiel mercken/worvon man Junge ver-
Korco pzrtu zuvenwtcm rcparzt, sc lemel intra scparturit.
Es ist auch eine Art von sehr vielen Blattern/ dieabermehr seltzam / alsschöne sind /smd meistensnienroth/wie dann ememit sechtzi^BlatternimChur-Fürstlichen Garten zu Berlin/ nach Henn ElßholtzZeugnus/ 1661. gebiuhet hm/ die tvar aber Pome-rantzenfarb / auf roch ziehend /austvendig aber grün-licht mit gelb vermenget.
Man legt sie drey Finger tiess ein/ und fünss vonein-ander / wollen mittelmäßige Sonne / der Grund mußnicht fett / viel weniger gedüngt seyn / sonst geben siemehrBeysätze/und weniger Blumen/vettaluen auchwcl gar / Krautacker-Erden ist ihnen am besten/oderLaim mit Sand vermengt; etliche meynen/ der Grundsey ihnen gut / in dem vor einem Zahr Llnemonen ge-standen/ auch was die Güssen in den Gründen zustim-men tragen / darinnen die Dung schon zur Erden wor-den ; was die Tulipen anfangs für einen Grund haben/dabey müssen sie fort und fort gelassen werden / so baldsie anfangen Herfür zu treiben / kennet man alsobald/welche tragen werden oder nicht; welche mit zwey zu-samm-gesetzten Blattern und in deren Mure mit ei-nem kleinen Spitzlein erscheinen/die tragen dasselbigeJahr ohnfehlbahr; die aber nur ein einfaches Blattreiben/ es sey so groß / als es wolle / die blühen selbenFrühling nicht / damit jle aber bey Heissem Sonnen-Ichein nicht so bald abblühen / kan man ihnen mit Tü-chern/ so lang die Sonne scheinet/ einen Schattenmachen / oder wie Lrihiin ?atl«us will/ könne mandieraresten Tulipen/ die sonst M14. Tagen verblü-
dem Schoß des untersten Blats/ zu nächst der Erden/und sind diese nicht weniger fruchtbar / wann man sieeinseht/und behalten die alte Farbe beständig. ?cricu.lum (sagt an u«)non leine! 5cci,quivolct, pro.
kulbuin ,cum izm cvepcrit cxcrminare,interciclat, invcnictHuc inlcrconvoluta soliol.?, pu.tillum kc>s?uli ru6imentum,s6nsllin q; lusZcüti cgu.liculc»; novi bulbuli nucleum. lta vctula psrens, cum
langt / solche am Auönehmen desto besser zu be-obachten.
Wann man die Kiel über Land schickt / müssen sie ineinen trockenen Mies eingewickelt/und in eine Schach-tel sauber und gehabe / daß sie sich nicht rütteln können/eingelegt werden. UmMicbaeli früher oder später wer-den sie wieder drey Finger tiess/und fünssFinger von-einander eingelegt.
I. Theil.
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Wann