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B rut machen / alsdann müssen die dem Kiel anhangen-de Wurtzen etwas gestutzt werden / gleich zuvor / ehe siewieder versetzt sind/und diß muß nicht lang anstehen.Wann man will/daß sie langer blühen / so werden etli-che tieffer als die andern eingelegt / die kommen auchspäter. Diese schuppichten Kiel können auch/ durch Zer-theilung ihrer Schüpplein/vermehret werden/wiewoles langsamer hergehet.
Sind einer temperirten Eiaenschafft / ckZcriren underweichen ; die Wurtzen in sussem Wein gesotten undgetruncken/treiben das geronnenBlut durch denStul-gang hinweg ; das aus den Blumen 6itti »irte Wasserbefördert u. erleichtert der Schwangern Niederkunfft/stillet die Entzündungen der Leder / dienet auch zurSäuberung der Haut ; die Blätter dienen sür dasRothlauff; es wird auch ein gutesOel daraus gemacht/so zu diesem und vielen andern Gebrechen sehr nützlichund tauglich ist.
klir ,!6us sagt/daß dieLilien eine sonderbareZreund-schafft und S/m pstKism mit den Rosen halten / undwo sie einander Nachbarschafft leisten können / riechensie besser und lieblicher; wann man die Lilien-Kiel inWasser kocht / und Morgens und Abends das Gesichtmit bestreichet / vertreiben sie die übermässige Röchederselben/wie Her: O.Weber in seinem neunten cu-rissen Oilcur« bezeuget.
I-Uium crucntum, die FeuerfarbeLilien/ etliche habengelbgrüneKnöpsslein/zwischen ihren von unten aufbißoben stehenden Blättern/ so an statt desSaamens die-nen/etliche tragen nur eine oder wenig Blumen / etlicheaber theilen sich invielAeste/ und tragen überaus vielBlumen/etliche sind gefüllt/ die aber noch gar rar sind;ihre Wartung ist mir der weissen gemein: die Ameissensind ihren Kielen sehr gefähr.
vursnres schreibt /sie sey kalter und trockener Na-tur ; die Wurtzen in Wein gesotten und getruncken/benehme die Beschwerlichkeit des Harns; die Blattermit der Wurtzen geflossen/ und Pflaster - weise überge-legt/sind gut zu den verbranntenGliedern / und für diehitzige Apostemen und Geschwulsten der Brust zu ge-brauchen.
Der Hollandische Gärtner hat auch eine Art/die nennet er rothe Herings - Lilien / die über hundertLilien bringen / wachsen gern in feuchter sandichter Er-den.
1-iiium marinum »ist auch zweyerley Art / dieweissewird sonst tZemerocalli« Vslenlin» oder ?anerariumAorel .iiii genennt/weil sie derselben am Geruch undForm nicht ungleich sind.Die andere aber ist gelb/sonstder andern allenthalben ähnlich/ ohne daß die Blumengelb sind / wächset gern an Meergestaden / daher sieauch den Namen bekommen/wie die Scylla, wann siein die Gärten kommt / muß sie auch vor der Kälte mitFleiß verwahret werden.
pcrlieum , vel 8utianum , hat einen läng-lichtenweissen Kiel mit grossen / aber wenigen Schelf-fen, treibt einen runden/ grossen / fast zwo Elen ho-hen Stengel / mit vjchn gestriemten Blättern rings
-u nd Feld-Lebens
umher besetzt / oben am Stengel kommen um und umhe^sür Purpur-Veyelfarbe / Cymbelformige / sechs-blätterichte Blumen / sind eines widerwärtigen Ge-ruchs /Mirren aus der Blumen erhi-'ben sich etliche gold,färbe Faserlein/wird auch von etlichen genannt Per-sianischer Federbusch/will mittelmässige Sonne / undgute rogie Erden aus der Wiesen / wird vier oderfünffFinger rieff / und einen Spannen breit von ein-ander gesetzt. Wird wie die ^ulai gar selten aus derErden genommen / so im September geschehen soll/und muß bald wiederum in die Erden kommen. Kanzwar den Winter wol ausdauren/muß aber fieisiig be-deckt seyn/und wird ihr Kiel von Jabren zu Jahrenabnehmen und geringer werden/ ist sonst hart zur Blü,he zu bringen.
Berg - L.il»cn von canaöa mit gelben Blumen( sagt der Holländische Königliche Gärtner toi. 76.) istviel zärrer als die andern / muß in ein Geschirz gesetzt/und über Winter eingesetzt seyn. Man muß sie auchnicht/ ausser/wann die Blätter alle vergangen/ aus derErden nehmen/ und in frischen Grund verpflantzen.
/ssn 8aptitts lsvernier in seiner PersianischenReiß-Beschreibung !,b. 2. vaZ. 78. sagt / daß daselbst/unfern 5n-«rne auf denen Hügeln / eine unglaublicheMenge allerhand gefärbter Lilien stunden / daß dicEr-den gantz damit bedeck! war / keine weissen waren nichtdarunter / sondern alle entweder von schöner Viol-blauer Farbe / deren Blätter in der Mitte mit einemrochen Strich durchgezogen / oder schön schwartz / wel-ches sie desto scheinbarer machte; sie sind wie unfereLi-lien gestaltet / aber viel grösser/ und wann man funffze-hen Tage von dem Wasser trinckt/ worinnen diese Li-lien- Zwiebel ( absonderlich die / deren Blätter amschwärtzesten sind ) geweicht worden/ so ist es ein durch-gehendes und vnMgreß Mittel/ Pje Frgntzoftn damitjucWW.