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Th. 1 (1716)
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820
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Des Adeitchen L and-und Feld-Lebenö

hergute Erden geben / und etwas ftncht halten; her-nach/wann sie nach zweyen Jahrennner Ruß großworden/ setzt man sie in die Bette/ das erste Jahr istnichts sonderliches an der Blühest sehen/ das andere!und dritte Jahr aber erkennet man/ was zu behalten/i oder untauglich «st.

Der Holländische Königliche Gärtner soi.77.sagt/jetieffer man die Jachzincken-Kiel einsetzet/je starckersie antreiben.

/anquillt sind eine Narcissen-Art/und halben denNamen von ihren Bintzenformigen Blattern / sindsehr vielerlei) Gattungen/ wie man bey ?.k-llzrio üb.-.c. 1. sehen kan.

?. ^Isncjiroia setzt zwölsserley Gattungen / so vorandern in Acht genommen werden/ daselbst sie dergünstige Leser wird finden können / unter denen dieSpanischen/ wegen ihres edlen Geruchs / am meistenzu preisen. "

! Theils sind ohne Geruch/ theils aber riechen seht!li eblich / sind an der Färb meistens gelb und w«ß/ un- ikrschiedener Grösse/so wol ihr Grund/M ihre Stelle/'soll nnlfelmässig seyn/ wollen nicht zuviel/ auch nichtzu wenig^onnen/werden drey Finger tieffin die Er- >den / und drey voneinander gelegt / allzeit im drittenJahr nimmt man sie aus / und entledigt sie von derBrüt: die weisse / auch die gebogene und doppelte gel-ben / stehen lieber in Geschirren /da man den Grundmit fetter Erden/ das Spacium, wo sie ligen/ mit ma-gerer / und'oben wieder mit einem guten Grund Fin-gers dick beschüttet; wann die Erden trocken/ muß mansie fein subtil begiessen / also werden sie sich wunderlichvermehren; Man soll sie auch sonst nicht ausheben /ausser wann sie zu viel Neben-Brut haben/so am bestengeschiehet im September; über vier und sechs Tagemuß man sie nicht ausser der Erden lassen / sonderlichwas die Brüt ist/ wann sie anders sollen zunehmen/wachsen und wol gedeycn.

^xxiii.

Iriz bulbok, KaMs-Kwi!/ UNd I>-licojum bulbosum.

-»kiz buibola. hat denNamen von den schön-glantzen-I den vielfarbigen Regenbogen/ weil sie mit ihrerSchattirungunterschiedenen Farben / denselbengleichsam nachahmet/ die kiel sind meistentheils ab-länglicht / mit einer dunckel-röthlichten Haut beklei-det/ der Stengel Elen-hoch ohngesehr/steigt mit etli-chen Keimen über sich/ bringt meistens eine bisweilenaber wol mehr Blumen / mit langen glatt-anligendenBlattern versehen/ sie vermehren sich so gern / als dieSchwerdel/ daher am besten/man gebe ihnen einenwarmen und laimichten Grund/ so haben sie wenigerBeysatze/ und mehr Blumen.

Man zehlt dieser Art / über zwantzigerley Gattun-gen. Es ist eine Gattung der ins, mit vielen Blatternund gedoppelt/ die wird höher als die andern gehalten/hat einen runden Kiel; aus dem Andalusischen undPortugesischen Gebürgen/kommt in unsere Garten einandere Iris mit breiten Blättern/ lichtblau und weiß-licht / tragen nach und nach mehr Blumen/ blühen sehrfrühe im Jenner und Hornung. Der Persianisch Irishat einen kleinern Kiel/ die Blatter sind liechtgrün/ wiemit einemThau besprengt/und etwas hohl; zu Anfangdes Mertzens bringt einKiel 4 oder 5 Blumen nach undnach/ nachdem der Kiel starck ist; die drey ausstehendenBlätlein sind liechtblau / und die drey abhängendenkommen dunckel/ mit einem Saffransarbigen/erhabe-nenStrich abgetheilet/und mit Veyelfarbigen Tröpf-lein besprenget/ mit einem grössern gleichfarbigen/alswie Sammaten Flecken / der am Rand des Blatsgleichsam fchwartzlicht erscheinet.Die Englische Indes,deren kmanuci Sckvvertiusin seinem Blumen-Buch«gedencket/ werden auch hoch «ttimiret^

Bey Ausgang des Herbstes / stossen die In6cs neueSchößlinge der austreibenden Kiel schon Herfür/ kön-nen auch den Frost / wie die Tulipanen/ wol ertragen /sie werden jährlich fleissig ausgenommen. Wer aberden reissen Saamen davon im Herbst aufein gutesLand säet/der wird im vierten JahrBlumen davon be-kommen/die von ihren Eitern an derFarb zwar aus der

!

Art schlagen / mit der Neuerung aber sie weit übertref-fen. An Farben sind die unsern Perlfarb/ gantz weiß/.liechtblau/gelbblau/gelbweiß/gelbbraun/ dunckelund fliechtPurpursarb/braunweiß/Violbraun / und mitandern Farben und künstlichen Aederlein artlich durch-zogen/ theils haben schmale/ theils breite Blätter; et-liche kurtze/ etliche aber lange Stengel.

Nach der Blumen kommen länglichte dreyeckichteKnöpffe/dte sich in dreyTheil eröffnen/und einen eckich-ten/ jusammgeschnurfftenroth-oder gelblichtfärbigenSaamen weisen. Wann dieser Saame gleich wiedergesäet wird / bringt er in drey oder vier Jahren Blu-men/ die gantz anders sind/als die Blumen gewesen/davon der^aame kommen ist.

Man legt sie drey Finger tieffin die Erden / und vierweit von emander/bluhcn imSommenneistensimJu-tno und Julio/ theils früher/ theils später/ nach dem et-wa der Zeiten und Witterungen Beschaffenheit solchesverhindert oder befördert. Das ist in acht zu nehmen/daß man im Einlegen die Kiel gerad übersich kehre.

Endlich will ich mit des HeNN pstri I^urembcrziiWorten/ die er in seinem plantarum Zppgratu cap. l 2.von diesenBlumen anziehet/ beschlossen: caulcs cumtloribus gblcitli, (sagter) 6c loco commoäo lulpenliclicuntur maturitatcm spontc tuZ pervcnire, sclsmcn lauclabile perkcere.

Es sind auch sonst viel Sorten von der I ricle tube-rosZ und buldosk, davon mag man den KöniglichenHolländischen Gärtner toi. 84.85. und 86. besehen.

Raysers-lLron/ l'ulai, Lorona Impclialjz , istzweyerley Farben/eine ist Pomerantzen-Farb/und dieander/ aber rarer/ liechtgelb; hernach sind etliche / abergar selten/gefüllt/ die meisten aber einfach/fo findet manauch die zwey oder gar drey übereinander gefetzte Blu-men-Neyhen/doch selten und mit sonderbaren Fleiß/zu-wegen gebracht. Her: Böckler setzt auch gelbe solcheBlumen / mit rothen Streiffen durchzogen^. 511.haben einen wüsten unangenehmen Geruch/ wiewol.auch etliche wolriechende sollen zu finden seyn.

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