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Des Adelichen Landend Feld-Lebenö
und ist im dritten Grad; imfall aber diesem abermal sondert / zertheilet / däuet, feget aus / und das ohne-Ml ^>fnnd solches Waisers beygefügt wird/ so wird es l sonderliche Hitze.
br"m-n! daß Hau- ms Haar abgch» und g-i>°r-t iu > Was sau» ist , i->schn°>d-t/ Misst am und r-ini-
D^Mttn L-n auch v°m G-ruch und Farbe ihre Was g-saltzm ist / MiM, dring-/ v-rd-ckt undA«d-mGis^ I SV ia/m, j-«ä».-/°däutt/w-ich-l und
Alles was den Mund zusammen ziehet / stopffet / ^ chet.
machet dick/stosstt aus/hinterschlägt/ kältetund trock-net.
Was aufder Zungen scharff ist/ zerschneidet/ ab-
Jn allem aber soll man sich meistentheils aus dieRäthe und Gutachten eines verstandigen kieäici ver-lassen.
c^?. cxxv.
Wie die Kräuter und Gewächse zusammlen und zu verwahren.
Leichwie alles seine Zeit hat/ also sind auch dieKräuter/ daß sie Ihre Inci-emcnla Lc Dccre-- menta empfinden / und nicht allezeit einerleyWirckung von sich geben können/und weil etliche frü-her/ etliche aber später zeitig werden/ als ist darnachdie Sammlungs - Ait ( wie im andern Buch in denMonat-Registern gnugsiun angewiesen worden) an-zustellen. Varictas cnim iriaturitalis varietarcm ccil-IcÄivnis parit,wie k?elmont.(jc Ortu ^eciic ^> 469.
bezeuget.
Eben dieser ist auch der Meynung/ alle Simpiiciaund Gewächse sollen ohne Mittel zur Frühlings, Zeit /vor ihrer völligen Zeitigung eingestmnnlet werden/ weilihr völliges Reisten ein Anfang des Abnehmens sey.
Zum andern/ soll die Sammlungs-Zeitauf einemhellen/ stillen/klaren Tage geschehen/ nicht im Regen/Wind / Nebel / Thau und Nachtfeuchten / dann alsoverschimmeln und faulen sie bald.
Zum dritten / soll man auch des Mondes Wech-sel und des Himmels Lonstiturion betrachten / weilein Kraut weniger oder langer dauret / nachdem dieZeit ihrer Sammlung geneigt oder widerwärtig ge-wesen.
Vierdtens/soll man alle Blühe und Blumen samm-len/ weil sie noch in der besten Krafft sind/ und ehe sie be-ginnen abzufallen ; dieSaamen/ wann sie wol zeitigworden;die Wurtzen/ ehe sie in Stengelsich erspries-sen; und den Safft/weil das Gewächse noch frisch undgrün ist: Also auch der Kräuter Milch und schwitzende^röpffleinund Gummi / alldieweil ihre Stengel nochsafftig und jung sind.
Die Wurtzen müssen sauber gereinigt/gewaschen /an der Lufft oder Schatten/ rheils auch an der Sonnen/als die feisten grossen Wurtzen gedör:t/und in derHöhean einem lüffrigen Ort erhalten werden.
Die Kräuter und Gewächse betreffend/ ist zu wissenwelche sich dörren und behalten lassen oder nicht/ alsxactuca/Porcellana/Ochsenzungen/Mangold/Molden/Kohlkraut/ Beerenklau/Kreß / Tag und Nacht /
Bingelkraut/ und viel andere mehr/ verlieren alle ihreTugend / Krafft und Wicckung/wann man sie auf-dörren oder trocknen will.
Andere Gewächse / ob sie sich zwar aufbehalten las-sen/sind siedochnützerundrathsamer/ frisch als gedöntzugebrauchen / als Wermuth/ Rauten/ Krausemüntz/Stabwurtz/ und andere/ die frisch/wegen ihrer beywoh,nenden Feuchtigkeit / nicht so starck Hitzen/als wann sieauketrvcknet worden.
Die übrigen Kr.'um / die man zu seinem Jahrs-Gebrauch aufdörren will/ soll man meistentheils/ wannsie in der besten Blühe sind / einsammlen / in der Lufftoder Schatten; was aber gar feiste safftige Stengelund Blätter hat/an der Sonnen trocknen lassen / alsMajoran/Quendel/Poley/Müntz/ Wolmuth / Thy-mian/und andere.
Die Blumen zu dörren / setzen etliche diese Regel/daß von zehen Lothen frischer Blumen mehr nicht/ alsein Loth der getrockneten überbleiben und aufgehebtwerden solle."
Die Blumen bleiben selten länger gut als ein Jahr/daher man sie jährlich frisch nehmen solle / ausser dieCamillen-Blumen/ die mögen eine gute Zeit bey ihrerKrafft verbleiben. Die Krauter muß man anfangsvon allem anhangenden Erdreich säubern/ darnach imSchatten an einem trockenen Ort dörren/ in Säckleinvon Papier legen/und also an einem lüfftigen Platz auf-hängen ; oder man kanallein dieBlätleinabstreiften /und sie dergestalt verwahren/ daß der Behaltnus - Ortsauber/ trocken / und nicht naßlandig sey / auch wederHund/ Katzen/ Mäuse oderRatzen darzu mögen.
Die Blumen und wolriechende Kräuter / wann sierecht trocken worden/thut man in beschlossene Lädlein/oder holtzerne Schachteln/ sonderlich sind die Lädleindarzu bequem/ die aus Lindenholtz gemacht sind.
Gummi uud nässte werden am besten in gläsernen/silbernen oder zinnernen Geschirren behalten.
Die Wurtzen soll man vorhero würfflicht/ oder rundwie einen Rettich schneiden/einen Faden durchziehen /
und