Fünffteö Buch/Kuchen-uno Artzney-Garten.
vermehret sich gern, wächst sonst in wäldigen Ge-bürgen und Thälern.
Das gebrennte Wasser vonderWeißwurtz ist gutfür das geronnen Blut zwischen Haut und Fleisch / einTüchlein darein genetzt/und übergelegt; das Angesichtdamit gewaschen / vertreibet es alle Nwsen und Flecken /auch blaue Mahler / und ist zu diesem keine bessereclicin zu finden: heilt die inwendigen Geschwär/ ist auchgut für den Sand und Lendemvehe ;wann man einQuintlein des Pulvers von den Blättern einnimmt/solles den Schleim aus dem Leib führep.
Von dem Saammen dieses Gewächses 10. oder 16.
Körnlein genossen / purgiren den Leib von unten undoben.
Die Wurtzen zu einem Pflaster gemacht/dienet son-derlich zu den Wunden / nimmt alle Flecken und Run-zeln des Angesichts hinweg / und macht eine schöneHaut; die frischen Blätter aber in dem Mund gekäuet/ziehen den Phlegmatischen Unrath vom Haupt herab/und bewegen zum Niessen.
W-ncergrütt/ ?/roia, IVald - Mangold/ist einKraut, das Winter und Sommer grün bleibt; etlichenennens auch lumonium, kommt in den Gärten hart den heilet/ innen und aussen/ getruncken oder damit ge-sort/ ausser man hebs mit seinem Grund aus / und setze waschen/ wie auch alle^alte Fisteln und Schäden/ wird
cs an ein schattichtes / feuchtes Ort/ hat runde undstarckeBlatlein/ aus deren Mitte ein Stengel kommtmit holdseeligenweisienBlümlein/ schier wie der Bal-drian/ ausser daß es nicht Glöcklein sind / blühet mei-stenteils im Julio > vertrocknet/ zieht zusammen undwärmet/daher die vecogion dieses Krauts alleWun-
zu allerhand Wund-Salben nützlich gebraucht/ so wolals auchzudenWund-Träncken. Der Saame mitWein getruncken / verstopfft die rothe Ruhr/ und alleDurchbrüche/ wie auch die Menses; wird auch einWasser daraus distillirt, so zu allen oberzehlten Zu-ständen zu brauchen ist.
Kräuter / so auf Bergen und sieimKen Gnen wachsen.
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^nAelic2,^ncora, /.rcicus UNd BtttiVUrtz.
NZciic-,, isteinhmlicheTheriac-Wurtzen/ und/X wird zwar wol in die Garten gebauet /doch die^ ^ wilde/ die in Gebürgen wächset/ weit für kräffti-ger gehalten / man kan sie vom Saamen und jungenEtöcken fortpflantzen/will einen guten/ doch trockenenGrund / und kan die Nässe nicht vertragen / liebt derSonnen Wärme / blühet im Julio/ und zeitigt derSaame im Augusts.
Wächset auch gern an dunckeln / feuchten und schat-tichten Orten ; wann man sie vom Saamen anbauenwill/ muß felbiger erstlich mein mitSauertaig ver-mengtes Wasser vier und zwantzig Stund geweicht /und darnach im Herbst in ein gutes Erdreich geworffenwerden/ hernach im Neunmonden setzt man sie um an-derthalb Schuhe voneinander/ da sie dann erst im drit-ten oder vierdten Jahr Stengel und Saamen haben/und hernach verdorren; daher man die Wurtzen im an-dern Jahr sammlen/ und im Sand dörren soll.
Die Wurtzen soll man graben/ ehe sie Stengel auf,setzen/ und an schattichten Orten austrücknen; ist ei-ner hitzigen und trocknen Eigenschafft / im andernGrad/ eröffnet / macht subtil/ rclolvirt/ durchgin-get/ und widerstehet dem Gifft gewaltig/ zertheilet das
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böse Geblüt / und die bösen / zähen / PhlegmatischenFeuchtigkeiten/prselcrvirt insonderheit vor der Pest/begegnet der Undauung/ vertreibt die kalten Husten /ihre Brühe im Wasser oder Wein bereitet/ getrun-cken/ heilet die Geschwär der innerlichen Stücke desLeibes; gegessen/verstarcken sie den Magen / dienet zuden Gebrechen des Hertzens/ und wiederbringt denverlohrnen Appetit.
Das von der Wurtzen distillirte Wasser ist zu al-len obgemeldten Zuständen sehr nützlich; die Wurtzengekäuet/ und in die hohle Zähne gethan/ stillet derselbenSchmertzen/ machet einen wolriechenden Athem; dasWasser in die Ohren gethan/ stillet derselben Weh-thum/und vertreibt die Augen-Nebel; der Safft unddas Pulver reiniget und erfüllet die tiefen Wunden mitFleisch; gleiche Krassl hat auch der Saame im Weingesotten und frische und alte Schäden damit gewa-schen/ heilet sehr wol.. Zum Wasser wird Kraut undWurtzel in guten alten Wein (vorher wol zerhackt) ge-baisset/ und also distillirt/ zur Zeit/wann sie in der bestenBlühe ist.
zmork,. oder üntiror-,. hat daher den Namen/daßer das Gifft der sehr schädlichen und gifftigen Wurtzen
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