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Des Adelichen Land - und ZeW-Lebens
<L?achen dienlich/wie aus den ttcrbariis zu sehen.
Ginau / ^Iclumilla, Frantzvslsch ?icci cie ^or,.wird auch von etlichen Zkcliaris geheißen/ liebet schattichte Ort/ ist ein gutes Wundkraut/ und im andernGrad einer trockenen undzusammziehenden Naturdas Wasser vomSinauistgut/ die Wunden damitgewaschen / und Tüchlein darinn genetzt/ löschet unt>heilet;getruncken auf z. oder 4. Loch / heilet alle in-wendige Wunden und Brüche / auch die Fisteln; dasPulver heilet die Darmbrüche der Kinder/ in seinemdistillirten Wasser getruncken; derSasst vom Sinaugetruncken nüchtern drey Tage / ist gut für den hinfal-lenden Siechthum/ doch soll man darnach die Haupt-Ader auf der lincken Hand schlagen.
Es reinigt auch die schlüpfferige unreine Gebähr-mutter ; reine Tüchlein in dem distillirten Waffer ge-netzt/ und den Weibern auf die Brüste gelegt/ zeuchtdieselben nicht allein ein/ sondern macht sie auch (wieOuranrcs schreibt)fein rund und hart/ undnoch mehr/wann man dasselbe mit »ipoc^kic!«, dürren Rosen /Schasstheu und Alaun vermischt. .
T uAlsabbiß / 8uccila oder kiorsu, Oiaboli,wächst allenthalben an ungebaueten dürren Orten/da-her wenig Mühe damit zuhaben/ sihetfast aus wie dieLzkiola, ausser daß andere Blätter haben / und fastwie die spitzige Wegricht/jedoch glatter/ ist warmerund trockner Natur im andern Grad.
Der Wein / darinn die Wurtzen gesotten/ heiletdie gefährliche Rucken - Geschwär und äntraccz. be-wahret für der inteÄion , und reutet alle Mutter-
der Därmer aus/ hilftt dem Stuhlgang sein gelind Schmertzenaus ;wirdauch gegeben für das Stechenund ohne Beschwerung fvrt / benimmt dem Miltz «ms Hertz/für Brust-Geschwär/und alles geronneneseine unnatürliche Grösse / dienet zu dem Schmertzei? Blut/so vom Stössen/ Schlagen oder Fallen ver-der Nieren und Blasen / macht/ getruncken/ eine leichte sammlet worden.
Geburt / uiw wird zu den Verstopfungen der Mutter Das Pulver der geflossenen Wurtzel tödet diefast gerühmt. Wurme: die Wurtzel zu emem Pflaster formirt / und
Die Wurtzen mitEssigund Baum-Oel zerflossen, aus die vom Schlag getroffene Ortdes Lelbsgeiegt,und von außen appücirt/ vertreibet die Schlaffsucht/ vertheiletdasausden Adern gewichene undgeronneneHirnwüten / Schwindel / alte emgewurtzelte Haupt- Blut.
wehe/ die schwere hinfallende Seuche / Hüsstwehe und Der ausgepreßte Sasst mit rothem Kupffer-Waf-den gefährlichen Krampff; ist auch noch zu andern servermischt/vertreibt alle böse Pestilentzialische Fle-cken/und heilet den Grind / welches alles das distillirteWasser auch vermag.
Tsrmcnttll / Slucrvury / ein sehr bekanntes undüberall in dürren Wiesen / Bergen/Hügeln undFel,dem wachsendes/doch zurArtzney treffliches Gewächs/ist warm und trocken/ aber mässiglich temperirt; ist einüberaus heilsames Wundkram/wird auch vor einsonderliches ^ncticiolum für alles Gisst gehalten/auchfast zu allen Lompoktii wider die lnlcüivn gebraucht;des Pulvers davon ein O.uintlein / und Theriacs einhalb Quintlein mit Sauerampffer-Wasser vermengt/ist eine köstliche Sach zu Sterbens-Zeiten; es istauchdie Wurtzen gut zu den dreytägigen Fiebern/davon ge-truncken/ und davon werden alle innerliche Glieder be-kräfftiget und gestärcket / oder wann man seinen Weinmit diesem Wasser vermischet.
Welche den Harn nicht halten können / denengibtman sie mit dem Wegricht-Safftein; der aus denBlattern und Wurtzen gepresste Sasst wird wider diePest sehr getruncken/ wieauch des Pulvers davon einQuintlein schwer nn Wein eingenommen / und daraufgeschwitzt; der Sasst eröffnet die Verstopffung der Le-ber und Lungen/und reutet die Geelsucht aus: wasauch für Brüche / faule Geschwäre/Wunden / Fistel«/Geschwulst seyen/mag alles mit diesem Pulver oderWaster curirt werden.
Das von dem im Weingebaisstes diflillirtes Was-ser stillet allen Blutfluß/reiniget /trocknet und heiletalle Wunden/trocknet die Augen von aller bösen Feuch,tigkeit.
c.?. cx^.
Gegen Norden: Waldmeister/ Weißwurtz/ Wintergrün.
^Aldmeifler/ i»eryenfrevd / oder Gnrnle--berkraue/ !Vlstris^Iva , tlepalic» licllsta Lccorclislis, ^speruls ociorsts, wächset gern MWidern und schattichten Orten / ist warmer undtrockener Natur/ doch sehr temperirt / ist allenthal-ben wol bekannt/ blühet in dem Mayen/und wird da-mals auch zum Gebrauch gesammlet; etliche legens imWein und trincken davon / soll die Leber trefflich star-ken/weil es alle Gebrechen derselben benimmt/ sonder-lich die von Hitz herkommen / soll auch / also offt ge,braucht/ ein fröliches Gemüthe geben / die verlohrneBegierde zum Essen wiederbringen/ die Dauung beför-dern/das Hertz erquicket? / und wider Gifft und inke.Äion prselcrviren.
Eben auf diese Weise wird wider die Gelbsucht ,mitCentauer/^cjjznltium und kksbarlzarum in Weingelegt und getruncken/ dann es eröffnet die Leber / damitdie in dem Leib ausgegoßene Galt wieder zu ihren K--c-f>tacu!o kommen kan; das frische Leberkrautgestos-sen und auf hitzige Geschwär gelegt/ kühlet sie.
Das distillirte Waßer ist gut in Fiebern getrun-cken/ Morgens und Abends / stärcket / eröffnet undkühlet die Leber ;man mag es aber mit einem bequemenSyrup von Endivien oderCicori einnehmen.
n?eiöwury/ poi^Zonatu m, ist vielerlei) unterschie-dener Sorten/ wie in den Kräuter-Büchern zu sehen /wird auch von andernSiZiiium Tziomoms genannt/hat gern fetten / guten und schattichten Grund / und
vermeh- t