Fünfftcö Buch / Kuchen«und Aryncy- Garten.
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lindert die Kopff-Schmertzen/Entzü ndungen undRö-theder Augenunddie Nasen-Geschwär.
Die Laugen von Haselwurtzen stärckt das durch dieKalte geschwächte Hirn/ und macht eine gute Gedächt-nus ; das Kraut/wann mans mir der Blühe imFrüh-ling brauchen will/ muß man an der Wonnen und nichtim Schatten dörren; sind auch sonst zu vielerlei) zuge-brauchen/als sonderlich zu denen Fiebern / davon dieKräurer-und Artzney Bücher zu sehen.
Etliche Frauen legen die frischen Blatter in die neu-gemolckene Milch/ und glauben / siewerssebejser auf/und gebe mehr Milchraum.
He^dmjchestVimdkraut/ .5o//6^o
und hat rothe hohe glatte Stengel/rings
herum Blatter/ wie Oliven-Laub/ aber breiter und lan-ger/trägt geahrteGold-gelbe Blumen fein subtil aus-gekerbt ; wächset gern in den Auen / auch Hügeln undWäldem / ist etlicher Sorten, und haben auch theilsBlätter/die nicht zerkerbt sind.
Ist warm und trocken im andern Grad / etwas bit-ter/ zieht zusammen/ abk-r^rt / und heilet/ ist nicht al-lein zu äußerlichen/sondern auch zu innerlichen Wun-den undVersehrungen sehr köstlich und bewährt/dahermans auch zu allen Wund - Trancken zu nehmen pfle-get/ geht in Beförderung des Harns und Zerbrechungdes Steins(wie Ouranles schreibt)fast allen Wund-Krautern vor.
Das von diesem Kraut gesottene Wasserheilet dieMund-Gefthwär/ befcstet die wacklende Zahne / istauch/ damit gegurgelt/für dieBräune / und alle Ent-zündungen des Halses / ist gut zu allen Bauchfiüssen/rothe Ruhr und Blutspeyen/ reiniget die Nieren undBlasen von allen groben Schleimen / zermalmet undführet aus den Stein; das Kraut kan im Wein ge-sotten/und der Wein getruncken werden.
Das Kraut frisch zerknirschet / oder das Pulverdavon / heilet alle Wunden und offene flüssige Schä-den; das Wasser im Julio oder Augusts davon ge-
brennt / ist zu allen diesen obberührten Zuständen eintreffliches und probirtes Mittel.
Hirschzungen / pkyllitts , vulxö 8co!open6na.
allein durch das Gewächs und Beyschoß mit samt derWurtzen fortgepflanzt/im Mertzen und April; mankan auch im Mertzen die Wurtzen voneinander reissenund verschen ? erfordert sandiges / doch feuchtes undschattichtes Erdreich / und will offt und wol begossenseyn/ ist feucht im ersten / und trocken im andern Grad;die Blätter im Wein gesotten und getruncken / beilendie Biß der gifftigen Thiere/vertreiben die rothe Ruhr;mit Essig gerruncken / benehmen sie den Miltz seineübermäßige Grösse / und stärcken Hertz und Magen/Wen mlch die überflüssigen Kient-s, Das aus denBlättern distillitte Waßer / dienet zu den gefallenenAäpfflein / Hals und Mund damit gegurgelt; dasKraut zum distilliren muß allzeit vor der Sonnen Auf-gang gesammlet werden.
Hühnerdarm/^/^«?, istauch unterschiedenerSor-ten/wachst an allen angebaueten Orten / und darff kei-ner sonderlichen Wartung / doch ists am liebsten anschattichten Orten/ wird von allen kleinen Sang-Vö-gelen sehr geliebet undbegierig geftessen / ist kalterundseuchter Eigenschaffl; das davon ausgebrannteWas-ser/ist eme gute Kühlung in sehr hitzigen Kranckheitenund Fiebern; die Blätter in setter Fleisch - Brühe ge-kocht und gegessen / soll denen am Le»b Abgezehrten ge-sund seyn.
Das Kraut in Oel geröstet/und den Kindernüberden Leib gelegt/ lindert die Schmertzen; ausserhalb die-net sowol dasKraut/als dessen Safft/ zu allen Entzün-dungen und Wunden/ auch zu ton Augen/mitGersten-Mehl übergelegt.
Das Kraut zwischen den^ Steinen gestoßen undübergelegt / vertreibt die schmertzen der goldenenAder; sein Safft in die Ohren getraufft/vertreibt dasOhrenwehe/ist auch bewährt zu allen hitzigen Aposte-men/und zu den Rothlauff nicht unbequem.
dx?. cxii.
> EegenNorden: Mdenkirschen/Klebernkraut/Mandragora
undMeerhirö.
/ Veiicsria, Lolanrim kglics-csbum.Sk .dieFrantzosennenneus
Lszucnsuclcs und (criss8 6' outrc !V1cr, wirdals ein nunmehr bekanntes Kraut / fasi in allenwolbestellten Gärten/ ihres Nutzens wegen in der Artz-ney/gefunden / wächset gern in dem Schatten / liebetFeuchtigkeit / und leidet die Sonne nicht gerne; dieFrüchte davon sind kalter Natur / eröffnen und beför-dernden Harn ; der Saame vertreibt die Gelbsucht/das davon distillirteWasser getruncken/ zermalmet denNieren-und Blasenstein/und reiniget des Leibes inner-liche Geschwar ; der ausgepreßte Safft mit derMilchvon Magjaamen/oder Melon/oder Kürbis-Kern/odermü gesottener Brühe von Pappeln / oder gesottenemG rsten-Wasser getruncken / stillet die grosse Brunstdes Harns. Die Judenkirschen sind lieblicher zu effen/wann sie m den Munde kommen / ehe sie von den Fin-gern berührt worden/so bald diß geschiehet/werden siebitter.
Das imOctober aus derFrucht aasgebrannteWas-serwird Morgens und Abends / wider den Nieren-und Blasen-Stein/ drey oder vier lintzen schwer nüch-tern getruncken/ heilet derselben Versehrung / und ver-treibet das Blutharnen; der über die Frucht vergierteWein verrichtet diß ebenmässig.
Durantcs schreibt c Diß Gewächs sey den Natterndermaßen zuwider/ daß/ wo sie zu solchen Wurtzen ge-bracht werden/ in einen so liessen Schlaff fallen/daraussie nimmermehr erwachen.
Eben erst bemeldter Lakor vurances gchenckt mseinem Krauter Buch loi. 1057. noch eines ttsiicaca-bl rcpcnlis,von dem Welschen ?jsejlc> Lorpato genen?! net/das man vornehmlich in dieScherben pflantzet/undvor die Fenster setzet/ ist doch von den andern Judenkir->schen sehr unterschieden/hat länglichte und rings umherjausgekerbte Blätter/die Blumen sind etwas weiß / et-wan auch ein wenig gelb/aus welche auch Schlotten er-folgen/die sind grün an der Färb/ gleichsam rund/rings
herum