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De6 Adekchel» Land - mid Fe!d-Leben6
kleinen Blätlein / in der Mitten ein schwartz-braunerunde Beer stehet/ in der Grösse als ein Weintrau-ben-Beerlein / darinnen viel kleines wejsses Samleinligt/ wachst in schamchten Wäldern / an feuchtenGraben/undbey den Hecken/ ist kalter und trockenerNatur.
Das frische Kraut geflossen und als ein Pflaster ap-plicirt / heiletdie Geschwulsten und Entzündungen desGemächts und der Augen.
Vor Unsinnigkeit schreibt v. Nyland . Laß den Pa-tienten zwantzig Tag nacheinander taglich einen hal-ben Löffel voll dieses Krautes in einen bequemenTranckeinnehmen/ vor Gifft/sonderlich/ wer ärlc.ucumbe-kommen hätte. Item vor Pest: Nimm des Saamensoder des Krauts ein halb O.uintlein akfeinmal ein; vorPest-Beulen und hltzige Geschwär/ zerstoß dasWolffsbeerenkraut/ und legs aus.
kialtkioiuz'setzet/ daß etliche dieses Kraut für das^conitum?arc!alianckc«, aberunrecht/ halten/dannes sey die Beer nicht so Mig/als sie meynen/und erzeh-let/wie etliche mit dem Saamen seye geholffen worden/!so durch Zauberey ihrer Vernunfftsind beraubt ge-wesen/ und werden die Körner wider alle gisstige Zu-stände gebraucht.
vursntc« schreibt/ er wisse selbst deren viel / diedurch des Saamens Pulver zwantzigTage nacheinan-der/jedesmals ein O.uintlein genommen/ von schwerenund gefährlichen Gebrechen sind gewesen.
Unitoiium, ust ein klein liecht-grünesin schattichten Wäldern wachsendes Krautlein / miteinen einigem Blat^nd wann es blühen will/bekommtes zwey/ subtil und zartes Wesens; treibt bisweileneinen Stengel aus/ mit kleinen weisen geahrten Blüm-lein/ noch subtiler als an Holunder/ daraus endlich ro-the Beerlein folgen/ so von den Leuten ohne Schadengegesten werden; blühet im
voclon-us sagt / und envann nichtunrecht/^s seyeine Gattung des l.iliicc)nvallir. l)urantC5 sagt/ die- Iser gepulverter M?urtzen einQuintlein also allein/ odermit Wasser (welche ^in->pmm vckicui sich ha-!ben) vermischt/ sey zu den ansangendenPestilentzischenBeulen und Geschwüren / eine gantz heilsame und be-währte Achney. Es hatmir auch Herr WentzelBern-hard Peuqer / zu Weinern und Littschau / offtermalsgejagt/daß er mit den frischenBlattern diesesGewäch-ses/ oder auch mit dem Pulver davon/ alle Wunden/die er vor mit Wein auswaftbe / heile; sonderlich seyes den gedruckten Pferden ein treffliches Mittel.
FelgwaryeN - Araue/ (bclicionium minus,Blätter wie Epheu/ aber runder/kleiner und zärter/ li-
gengleichsam ohne SrengelaufderErden/hatgelbe ge-stirnte Blümlein / und eine von länglichten und run,denKnöpffen zusamm-gefetzte Wurtzen/ währet aucheine kurtze Zeit/soll warmund trocken seyn/ aber nichtbis imvierdten Grad/wie L^icnus will.
Diß Kraut ist ein sonderliches bewahrtes kxperi.m cm, die Feigwartzen zu vertreiben/ wann man diefrischen Blatter und Wurtzen zerjiösst und überlegt/oder auch das Pulver davon einstreuetdis Kraut samtder Wurtzen im Weinoder Hönig gesotten/ und denMund mit der Brühe gewaschen und gegurgelt' erle-digt Haupt und Brust von allen zähen Feuchtigkeiten/welches auch thut der Safft mit Hönia vermischt / undin die Nasen-Löcher gezogen ; die Wurtzen mit ihrenKnöpfflein und Körnern mitdes Patienten eignen U-rin aufdie güldene Ader gelegt / heilet sie; zu solZemEnde wird die Wurtzen oder Kraut ecwa selbst aufdemblosen Leib getragen»
Flecklche.s L.uttgMravt: / und gemeines?ul-monsris macutola, hat eine dicke/ feiste/braune Wur-hen/hat Blätter mit weissen Flecken/und isthärichtwieBorrago/ die Blumen sind gestaltet/wie Schlüjjel-blumen/blaue und Purpurfärbigt/ dmen ein schwärtz-iichrer Saame folget < wird auch von etlichen genenntHirfch-Mangolt / ist einer zusamm-ziehenden / heilen-den/ Dertrocknendenund -bkcrZii-encien Eigenschafft/hat eine sonderllcheKrafst/die Gebrechen derBrustundLungen zu heilen; mit Rosen - Zucker in Wasser gesot-ten/ dienet es wol wider das Blutspeyen; man kansauch gepulvert einnehmen/ oder das distillirte Wasserdavon trincken; ausserhalb gebraucht/ heilet es Wun-den und faule Geschwär/stillet die Verblutungen/ undvertreibt alle Lungen-Gel chwar.
Das gemeine L ungckitram aber wächset gerntheils an den Eychenund dergleichen wilden Bäumen/ist mosicht/und wird in den dickestenBüschen gefunden/ist breit/ dün und trocken / oben grün/und unten gelb /mit weissen Flecken bezeichnet/ und löcherlicht/als wärees von den Würmern durchfressen/ theils aber wachsetan den Steinen und Felsen / ist warmer und trocknnEigenschasst/soll zu allen Lungen-Gebrechen sehrdien-lich seyn; wird gepulvert / mit Honig vermischt/ ge-braucht/ es dienet wider die Husten und Blutspeyen /rothe R uhr/ und Erbrechung der Gall; wird auch denSchaafen und andern vierfüssigen Thieren mit Saltzgegeben ; das Pulver wird auch in die frische Wundengestreuet/heilet sie sauber und bald zusammen.
cxi.
Gegen Norden : Haselkvurtz / heidnisches Wundkraut /
HtrschMgen/ und Hühnerdarm.
Alelwury/ älsi-um, die Frantzofen nennens-,^scr,wird besser von der Wurtzen/als vomSaamen fortgepflanzt/ etliche heissens Wey-rauchkraut / wegen oes guten Geruchs der Blät-ter / ist allenthalben wo es schattigte Walder gibt/wol bekannt; istwarnnm andern/und trocken im drit-ten Grad.
Von der Wurtzen von einem halben Loth bis zu ei-nem gantzen oderfünffQuintleingetruncken imHönig-Wasser / kisnttrus provocst; mit Geismolcken ge-nommen/führet sieden gallichten Schleimaus/ treibetden Harn ; im Wein eingeweichi/reutet sie die Gelb-sucht aus/ die Blatter machen schlaffen/ heiletdie ge-schwollene Brüste der saugenden Kindsbetterinnen /