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Des Adettchen Landend Feld-Lebenö
cvtti.
Gegen Abend: Werinuth / Wiesen- HMivurk,
und Wolmuth. ^ ^
U- >»I.msn2,G«lßbart hatim Lateinischen denNa-Iß men/ weil seine Blatter dem Rüstbaum etwas! gleichen/wää)set gem in schattichten und feuchten^Gründen/ daher mans leichtlich in die Garten ver-pflanHen kan ; sein vccoSum führet die groben unddicken Feuchtigkeiten aus/ ist also auch denen/ die vor.^ der Frayß geplagt werden/ nicht undienlich.! Das Pulver von den Wurtzen und Blattern hei-let die Bauch« und Blutflüsse: das distilttrte Wasserdavon getruncken und gebraucht/ heilet die in-und aus-wendigen Wunden' ist kühler/ trockener und zusamm-'ziehender Natur; seine Blühe im Wein gesotten undgetruncken/ ist gut wider das viertägliche Fieber; diegrüne Wurtzel gestoßen/ und über die Wunden gelegt/stillet das Blut und heilet; welches auch das Pulverldavon gleichmässig thut.
rvermuch/ »zsyntklum , «in bekanntes doch sehrnutzliches Gewächs / wird im Frühling und Herbst ge-pflantzet/ nimmt auch mit harten und steinichten Erd-reich für gut; ist warm im ersten/ und trocken im drittenGrad/ zieht zusammen/ erwärmet/ sbttcrzirct/reiniget/vertrocknet undstärcket; ist eines von den besten Ma-gen-Kräutern.
Wer giffnge Schwammen gegessen hätte / nehmeWermuth-Safft/und trincke den mit Essig/wirds ihm/vb GOtt will/ nicht schaden, v. Otto Brunfels ver-jmeldet/ dis sey an einemalten Mann wahr befunden-worden.
! Wermuth hilfft der Dauung / erwärmet den Leib /mildert die Schmertzen/treibt altes Gifft und Schäd->lichkeit aus dem Leib ; die Blühe davon mit Kümmelin Wein gesotten und warm getruncken / lindern dieLeibs-und Magen-Schmertzen / todten die Würm /^vertilgen die Gelbsucht/ befördern die .vicnlcs, und hei-kndiegifftigenBiß.
Der Saame getrunckenz-stillet die rothe Ruhr; derWein davon/führet in den Cholerischen Fiebern/die indem Magen und Gedärme anhangendeGall durch denStuhlgangnndHarn aus/ starckt Magen und Leber/wiederbringt den vcrlohrnen Appetit / vertheilt dieWind im Leib/ und ist zu allen kalten und feuchten Ge-brechen eine bewährte Artzney.
sonkion sagt : cle scimiran6iz pl^ntarum : ManKalte davor/daß/wann man dieKinder/ ehesiezwölssWocben alt werden/mi tWermuth-<5>afft an Händenund Füssen beschmiere/sie keinen Anstoß/weder vonHitz.noch Kälte/ ihre gantze Lebens-Zeithaben sollen. Ebendieser Author erzehlet / wann man eines Kindes Leib^'iber und überwol mit Wermuth-Safft reibe/so werde<s nicht krätzig werden.
Die conscrvs davon mit Zucker dienet wol denWassersüchtigen.
Das distillirte Wasser auf die Schläfe gelegt/ be-nimmt das von Kälte verursachte Hauptwehe/ in dieAugen geträusst / macht ein hell und klar Gesicht/ indieOhren gelassen/vertreibts derselbigenGeschwarundSchmertzen.
Das Kraut im Wein gesotten/ und zu einem Pfla-ster gemacht/ vertreibt den Magenwehe/ und stillet dasKluchsen oder Schlucken ; das Kraut bewahrt dieKleider vor den Schaben/ und sein Sasst in Dintenoder Drucker-Schwärtze gethan/verhütet und bewah-ret das Papier vor den Mäusen und Schaben ; dasKraut mit Stabwurtz lasst dasGetrayd nichtwipplichwerden; mit Wolgemuth vertreibt es dieAmeissen ,und alles Ungeziefer.
^blynlkium ponticum, ist von Blattern etwas sub.tiler und hat keinen so bittern Geschmackals der wilde/wird durch Zerreißung der Wurtzen vermehret.
wiesen - Hohlwury / Kacii x cavg, ist am Krautder Agley sehr gleich / wie auch an den gläntzendenschwachen Saamen/allein daß dieser etwas grösser ist/blühet Purpurfar b / bisweilen auch weiß/ wird in denfeuchten Wiesen/ unter den Gesträuch und Zäunen/ imersten Frühling gesunden/ und vergehtim Anfang desJunii meistens wieder/ daß nichts mehr davon zu finde.
Die Wurtzen ist hohl und inwendig gelb / hitzig imandern/ und trocken im dritten Grad; ist bewährt zurlnlcäion,- Zeit / heilet die löcherigen und flüssigenSchäden ^cmkrorum genitaiium,vertreibt das Sei-tenstechen/ verzehrt alle schleimige Materi der BrustundLungen/benimmt dasKeuchen und schwerenAthem/trocknet alle flüssige Schäden und heilet sie; wird nichtunbillich an stattder ^rilioio^iX rotunclze gebraucht/weil sie fast gleicher Wirckung ist; wird von etlicheni^umaria rsciicc bulbola genennet.
lVslmuth/Dosten, 0ri?anum,ist auch ein genug-sam bekanntes Gewächs/wachst gern in den GeHägen/Zäunen und Wegen/ist aber kein Zweissel / daß es inden Garten nicht solte schöner und völliger werden/ istwarm und trocken im dritten Grad/ löset auf/ zertren-net/ verzehrt und zieht zusamm.
Der Saffr dieses Krauts mit Frauen,Milch in dieOhren geträusst/stillet ihre Schmertzen/vertreibt dieblauen Mähler und Flecken des Angesichts/ legt auchden Zahnweh. Mit diesem Sasst/Hönigund Salpe-ter die Zähne gerieben/macht sie schön weiß; das Krammit Oel/ Essig und Gersienmehl aufdie Kröpssegelegt/vertreibt sie; der Wein / darinn dis Kraut gesotten/heilet aller gisstigen Thiere Biß / getruncken/ dienter wider die eicuram, Opium,und andere Gisst.
Die Blumen/sagt vurgnrcs, seyen in dem Salatgesund zu eßen/ stärcken den Magen/schassen allenEckelund Unwillen ab/erwecken Lust zum Essen/ und sind wi-der den Biß der gisstigen Schlangen bequem : dißKraut öffnet die Äerstopffung der innerlichen Glied-masien zgepülvertundmitHönigvermischt/ dienet eszur alten Husten; ein Bad davon gemacht/vertreibtsdas Beissen der Haut/ Räuden «nd Gelbsucht; mitGersten-Mehl gesotten und über die Geschwulsten ge-legt/vertreibt sie solche; das distillirte Wasier istdcnKeuchenden und Lungensüchtigen sehr bequem; eSwirdauch ein Wein und Oel davon gemacht/ zu vielen Ge-brechen dienlich.
WZ