einen Becher voll dessen getruncken/und wol daraufge-schwitzt/ist wider die Geschwulst eine bewahrte Artzney;eben dtß vermag auch das distillirte Wasser/etliche Ta-ge nacheinander getruncken.
Das Kram in Rosen-Essig gesotten / diedurchge-siehene Brühe mit einen Quintlein oder mehr Thertaceingenommen und wolLeschwitzt /iflwider die Pest fastbewahrt.
kiorsv-Znti nel Lecreti rationsli lib. f. cap 89 HeissteS Lelic!onig,<zua6cceli c!onum,nnd sagt: wann manbis Kraut mit Brandwein sechs Tagelang in uncwc,und ausbrennt / und alle Morgen ein wenig davontrinckt/ erhält es den Menschen gesund.
8crujikuj-i! i->,Sraunwurc; wächset gernan feuch-ten Orten/ und liebet guten Grund/ Jan im Frühlingvom Saamen / oder im Herbflvon den Schößlingensortgebracht werden/vertrocknet^ macht subtil/verrh etltund ä ülic sAirt chat eine absonderliche Krafft dieKwpffe/wie auch die geschwollene goldene Ader zu vettheilen /deswegen sie.im Herbst ausgc vaben. uut frischenBut-ter wol zerflossen / zwischen zweyen irdenen Näpssenfünffzehen gantzer Tag an einem feuchtenOrt aei eyt. dieButter alsdann bey einem sanssten Feuer zerlassen /durchgestehen / unddie goldene Ader damit geschmiertwird / soll auch die am Hals getragene Wurtzen diesesverrichten; der Mverisirten Wurtzen ein Quintleingetruncken/tödtet die Würme.
ttic. ^Zeriu! schreibt: Die Braunwurtz habe ausvielfältiger Erfahrung den Ruhm bekommen / die kal-ten Geschwür/ Drüfen/Kröpffe allerhand Gewächse/und was sich vom kalten zähenSchleim erweckt/zu mil-dern/zu erweichen/ zu lösenund zu vertreiben/ sonderlichaber die gefährlichenHals-Drüsen wann dieselben an-sangen zu schwären/davon scheußliche Löcher kommen /man muß die Wurtzel wol säubern/und zu einem dün-nen Mus in einem steinernen Mörsel stossen / Pflaster-weise streichen/und also überlegen i wann diese Hals-Drüsen offen sind/ soll man die Braunwurtz und dasKraut imWein wol sieden/alsdann mit demWein denSchaden bähen/ und die Wurtzen und das Kraut/ wiegesagt/wol zerflossen/ und Pflaster-weise überlegen.
Zcrpcntzriz , Oracunc»Iu» major minor ,
Gck!ans«nkraue/ oder Dracbenwury/tvird desge-scheckichten und bunten Stengels halber/ welcher denRucken -einer gesprengten Schlangen gleichet / in dieGärte gebracht/oben bringt es Herfür emeKeule wie ^rum u. endlich eine träublichte Frucht mit rothenBeere.
Wann man dieses Kraut im Frühling/ wann es erstHerfür sticht/mit einem runden Schüssel formigen al-lenthalben durchlöcherten erdenenGeschir:/damit Lufftund Regen durchdringen möge^ bedeckt/und esstarckanmacht und befesttt/ daß es nicht kan geschoben wer-den/sowird sichder Stengelwie eineSchlanae herum-winden / und wird ein artliches Aussehen bekommen /sonderlich wann es Frucht bringet ; will gutes undfeuchtes Erdreich haben / wird vom Saamen oderZertheilung der Wurtzen fortgepflanzt/ ist warm und >trocken / einer subtijen Essenh/und etwas zusammzie-hendchat au^ fast mildem 4 ".m einerley Vermögen;die Wurtzen mit Wein eingenommen/ treibt allesGifft
n - und 'Lrtzne y-Garten. 709
l vom Hertzen ab/dienet zum Kittchen/Husten und Müs-sen/ vertrocknet d»e innerlichen zähen und groben Feuch-tigkeiten/ und eröffnet die Verstopffungen.
Das aus den Blattern dlflMrte Waßer bey sechsLothen mit etncmO.umtcl Theriacemgenoimnen/treibtden Schweiß gewaltig/undist zu l«tc^>^j>F-Zeuen^keine geringe Hülffe; die Wurtzen zerstosseu und mitHomg zu einem Pflaster gemacht heilet die um/ich fres-sendeGesbwär; heilt auch / mit Honig vcmuschj/ dieböse Flechten und Zittrachen; hciletden Nasen- k»pu > und Krebs /istauch Mt wider den fchwercnZlchemund.alle Husten; die Blätter pi-elc-^ren den Käsevor D!aden und aller Fäulmig - wann sie damit nmge-wicklet werden,; der Safft der Blatterundder Wuc-tzen in die Ohren getraufft / .entlediget sie vor allenSchtnertzen.
j 8t->pt,v^s,z, Sttph-mök^rneroderLäuskraut/die Frantzosen nennens t-jerbc aus ^ouiicux, erfor-dert guten fetten Grund und zimlicheBegiessung /auchmiMmassigen Schatten/ w?rd im Frühling gesäet / derSaame wird lmJuüoabgenomnten/ist emer hitzigenund trocknen Natur im vierdten Grad/daheres nichtleicht innerhalb des Leibes zu gebrauchen/ wiewol et,liche 12 oder 15 Körnlein dises SaamenS im Hönig-Wasser eingeben/ soll alle grobe Feuchtigkeiten durchdas Erbrechen ausführen / doch sollen die / fo es ge-nommen/stets darauf gehen und stch bewegen / undgleich darnach Hönig-Wasser trincken / daß es sie nichterwürge/oder den Hals anstecke und entzünde..
Der Saame geflossen und mit Oel vermischt/töd-tet dieLäuse ; der Saame mit samt der Wurtzen imEssig gejotten/und demMmid damit HÄvaschen/wirdzu denZahnflüsten gerühmt / heiletauch nlleimMuildfressende Geschwar/doch muß er/wegen seiner Schaff-te mit Honig temperirt seyn; die Wurtzen oder Saamemit Mehl vermischt und gesotten/ bringt alle Mausund Ratzen um.
Isnscelum. Rhemfarren/ wachs? zwar auch andürren und magern Orten / in die Gärten aber im mit-telmässtgenGrunde gebaut/ vermehret es sich mercklich/-der gemeine-hat gelbe/der dicke aber weisst Blümlein/der allein in die Blumen - Gärten gehört/ ist trocken imersten/und warm im andern Grad.
Der Saame von diesen Blumen den Kindern mitWein oder Milch eingegeben / vertreibt die Würmer/stillet die Blasen-Schmertzen/ treibt den Stein undUrin /benimmt das Fieber / das ausgebrannte Was-ser löschet alle Hitze/ mit einem feuchten Tüchlein über-gelegt / sonderlich lvann die Blumen davon in denHundstägen ausgebrannt werden / ist ein köstlichesWasser für den Stein und für die Wurme ; mit Oeligestoßen und ein Unsucm daraus gemacht/vertreibtsdie Geschwulst der Schenckel und alle Schmertzen derNerven.
Der ansgepreste Safft mit Rosen-Oel vermischt/und den gantzen Rückgrat damit geschmiret/vertteibtdas Erstarren der Fieber/und lulsst ; mit rothen Weingesotten / und nach gebrauchten Rauch vom Weyrauchund Griechisch? ,i Pech zur Bähung gemacht/hilfft demherausgavich.nm Affterdarm wider zu recht.
1. Theil.
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