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Deö Adclichen Land - und Feld - Lebens
Gegen Abende Kiwbloch - Kraut/ Kreutzkraut/ Leberkraut
. An^^iebstöckel.
Noblavck -Rrattt/ Allianz, Wachst gernzwischen den Zäunen/ in den Auen/ und an denfeuchten Aengcrn/schiesset/darnach es einen gu-ten Grund hat/ ziemlich hoch/ hat glatte Blatter / anGestalt her Melissen gleich / in den Handen geriebenoder gekostet/ gibt es einen Knobloch-Geschmack undGeruchvon sich/allein schwacher und lieblicher/ daheres gut ist/mit Zucker und Essig eine Salscn davon zubereiten/aufdie Tafel zum Gebraten zu gemessen/ hatweifje Blmnen/ darauffolgen kleine Hörnlein/ und einkleiner schwacher Saame darinnen.
Die Wurtzen hat gleichen Geruch mit dem Kraut /ist einer warmen und trockenen Eigenschafft/ inwendiggebraucht/zertheilt es die zähen un groben ?K>cZmata.eröffnet alle Verstopffungen/ und fördertdieDauung;in einer Clystier gebraucht/bringts im Grimmen undNieren-wehe grossen Nutzen/ lindert die Schmertzen /und zertheilet die Winde / die Blätter frisch aufdieSchäden der ^chenckel gelegt/ heilen solche.
Crevykrauc oder«Lr'Uywury^8srcnicc>. istgrös-ser und kleiner/aber einerley Vermögens; dieFrantzo-sen neimen es Sensen.wächst gern in den Feldern undGatten/ ist eines gemässigten Temperaments/liiZcrirtundverdäuet/ zieht aber starck zusammen; der gantzeStengel gesotten in Wein/und getruncken/ vertreibtdie Magen-wehe/ so aus der Gall entstanden sind.
Die Blätter und Blumen kühlen / und werden fürsich selbst aSein/oder mit einem wenigWein/acj Inksm-mationesl'Lkiculorum, nützlich gebraucht / lindern/mit Wevrauch/ zu einem Pflaster gemacht/ alle Wun-den/ und sonderlich die BeschädigungenderNerven /welches auch mit altemSchweinen-Schmaltz geflossenund applicirt/ denen Munden der Füsse und NervenHar wol bekommet.
Das Kraut mitSalh gestossen und zu einem Pfla-ster gemacht/ lindert das Podagra/wie gleichfalls auchdie Pflaumen und wollichten Haar der Blumen/ mitEssig zu einem Pflaster gemacht.
Ein Glas im Sasst von diestm Krautund Bocks-blut gesotten / wie (Oura.-nes sagt) werde/ wie man
"hgt/ so weich als ein Wachs/ daß man es aus allerseyWeise kan sornmen / und hernach nn kalten Wasserwiederum harten.
L.cberkraue/ istzweyerlw unterschiedener Sorten/das eine wirdgenennet das Krautan den
Steinen und feuchten Felsen/ mit vielen fchuppicht«nfeisten zwiefarbigen Blattern/ wird auch dicken saxa.l'iisgenennet/ ist kalter undirockener Eigenschafft/ab-ttrinxirct und-reiniget; das gesottene Wasser davongetruncken/ hei'et die Mangel der Leber und Lungen ,und lindert die Entzündungen.
Der Wein/darein das Kraut geleget/ getruncken/eröffnet die Verstopffungen der Leber/ und starckct sie/vertreibt alleZitcrach und Flechten/und stillet die Ver-blutungen.
Das andere Kraut mit diesem Namen/ Heisset in-sosium aurcum, oder gülden Leberkraut/ erfrischet undkühlet / und befördert den Harn / reiniget Blasen undNieren / und ist auch zur Leber dienlich.
Die Blätter / weil sie im Frühling noch zart sind/wie auch dieBtuhe/wird in dem Mischling-Salat ne-ben andern gebraucht / auch in den Wein mitKörbclund andern Wein-Krautern nützlich gelegt.
L.tcblt6ck!/ i->8uNicum. wächst gern anschatlich,> ten feuchten Orten/wachst überall gerne/und entspringtjährlich dick und fett aus ihren Würben / ist warmundtrocken im andern Grad. Der Saame ist bey den Al-ten gebraucht worden an statt des PfMrs/ stillet auchden Bauchwehe/leget dieMagen- GeHwulst/ treibetden Harn und die »cnttrua.
Das gesottene oder distillirte Wasser solchesGewächses/ vertreibet allen Grind und Unreiniykeitder Haut / ist zu allen Geschwären und Schädenbequem / leget die Geschwulst und Hauptwehe/vertreibt das Stechen in der Seiten/ den Stein unddas Lcndcnwehe;der Saame und Wurhen im Weinoder Wasser getruncken / vertreibt alle Bläste undWinde/und dient zu den erkalteten innerlichen Stu-cken des Leibes.
ev.
Gegen Abend: Mausöhrlein/ Momit-Blümlein/ Naterlvnrtzcn
lmd Odermenig.
.AeusFhrlei'n / ?!los-lia» ist auch ziveyerley^ Sorten/ groß und klem/wachftt an dm-renundmagern Orten/und sonderlich aufdcn sandich-ten steinigten Hügeln nnd gebaueten Feldern/ trocknet /erkühlet / reiniget und befeuchtet; die Wurhen undKraUtausaegraben/gedönt/gepulvert / und denKin-. dern im Koch/ den Alttn aber in der Speist gegeben /^foll ein gewisses Kxperimcnt wider den Bruch seyn ;^temfür die Geelfucht siedet man Mausvhrlein mitErdbeer-Kraut im Mein/ und trinckt es; dasKram
soll auch(wie OttoBrunfels schreibet) einem vernagel-ten Pserd sehr dienlich seyn/ unter das Huseysen gelegt.
Nochartlicherist/ was l^bcrnXmont-inus schrei,bet/er habe solches offt mitVevwunderung gesehen/undselbsten erfahren/ wann ein Pferd vernageltworden/und man ihm nur den Nagel heraus gezogen / undMausöhrlein klein geschnitten in seinem Futter zs essengegeben/ und es etliche Tage im ^tali stehen lassen / soheile die Versehrung/ob das Pferd schon fchr hincke/und der Schaden schwüre.
Dieses
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