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Des Adelichen Land - und Fcld-Lebenö
und Saltz / welches in dem destillirten Wasser dieses
Gewächses in geringer voti genommen/ die Schmer-tzen und Sachen der Seiten gewaltig vertreibt. DieWuNM geflossen und nmHönigzu ememPflaster ge-macht/ heilet die Schrunden zwischen den Fingern undZahnen / und heilet auch die Nasen - Geschwär gar feinaus.
Erdrauch/, Frantzösifch kumcterrc,
oder picci l^cLeiine, hat gern guten fettenGrund/wirdzum LiusbrenncN un Ende des Mayens gesammlet / istwarm und trocken im andern Grad ; der Safft machtdie Augen threnen / heitert aber das Gesicht aus / istscharff und bitter ; mit Gummi äufdie ausgezogenenAuabraunen gestrichen/lasse: sie nicht wieder wachsen;die Wurtzen mit Wein getruncken / widerstehet deinGiffr und der inleH>»n gefördert den Schweiß undHarn / tilget die Geelsucht aus ; der Saame getrun-cken / wird ju den langwührigen Durchbrüchen ge-rühmet.
Das Pulver von den gedörtten Wurtzen reinigetdie bösen um sich fressenden Geschwär ; das Wasserstarckr die innwendigenTheile desLeibes/macht ein reinund hell Geblüt/un dienet zu allenCholerischenKranck-heilen; das Kraut dönt und pulverisirt man im Majo/ist mir Hönig - Wasser / zu Beförderung des Stuhl-gangs/ zu gebrauchen/ welches auch der Wein/ darinndiß Kraut gesotten ist/ vermag ;dienet auch sonst zu vie-len Gebrechen.
Es ist auch eine^umaria rsclicc kulkosz , davon im108. Capitel ferner Bericht zu nehmen/ wk'd insge-mein c.svs genennet.
Lnrrenkraut/, Frantzösifch k^uZcre oderrcuZ-re, ist von den Alten viel Aberglauben undGau-ckeley damit/sonderlich mit Samlung des Saamens/in derAohams-Nacht/getrieben worden/wachset gernin Waldern/ feuchten und sandichten Orten / ist war-mer und trockener Natur. Viel glauben / diß Krauthabe keinenSaamen/wie auch Heu cic 8crrcs,OoÄorOtte Brunnfels/ und andere/ halten/ essey gantz ohneSaamen ; cslior Ourantcs aber vermeldet/die gelb/braunenFlecklein/die auswendig an denBlättecn han-gen/ tuß sey ihr Saamen/ sey aber dermasscn klein/
daß er fast nicht zu erkennen / und solchen zu sammle»/lasse man die Blatter und bey den Wurtzen abschnei-den/und über ausgebreitete leinene Tücher oder Pa-pier hangen/so falle derselbe herab/und solches/ son-derlich am Ende desBrach-Monals/da er seine Zeili-gung erlangt habe.
Die Wurtzen wird zur Artzney/ meistens am Endedes Herbstes ausgegraben/an der Sonnen/wie^uzi.tci us k?k? will/wider den gemeinen Brauch getrück-net/m kleineScheiblein zerschnitten/und also zurNoth-dursst gebraucht; der Safft aus dem Kraut mit sts.sen Wein vermischt / und drey Morgen nach einandergetruncken / treibt die breiten Wurm aus dem Leibe;> der dürren Wurtzen Pulver heilet die alten gifftigen! Schaden ; das Kraut vertreibt die Wantzen / undmacht das Miliz klein ; die Farrenwurtzen soll denSchweinen gar gesund seyn/schwsngere Weiber abersollen sich von ihrem Gebrauch hüten; die Wurtzen ge-stoßen und mit'Schweinen-Schmaltz vermischt/ ziehtdie Pfeil/aus Rohr gemacht/aus den Wunden ; dieLauge / in welcher etwas von dem Kraut gesotten ist /macht gelbe Haar ; dieWurtzen dieses Krauts in einFaß Wein gethan/ lasst ihn weder sauer nochanzickwerden.
»icro^m. Bock m seinem »crlzzrio Part. I.c. 17z.sagt: Wann man die Farrenwurtzen durchschneidet/erscheinet auf jeder Seiten der zerschnittenen Wurtzenein schwartzer aufgethaner Vogel / anzusehen als einAdler mit zweyen Köpssen in einem weissen Feld ; dasist aber nichts anders/ als die kleinen schwartzen Aeder,lein / welche durch in derWurtzen zertheilet sind. Dar-um (sagt er weiter ) h«l> ich offt gewettet/ ich wolte desKayserS Wappen mit einem Schnitt oder Strichdeutlich schneiden oder mahlen.
Die Wurtzen von Wald-Farrenkrauc ist den Pfer-den gut zu gebrauchen/ein Stuck einem Roß so nie-dergefallen und mannichtwissenkan/was ihm ist/un-ter die Zungen gelegt/das fanget bald an zu stallen undzu misten / und stehet wieder auf/ist warhasstig befun-den worden /unddas Pulver von dieser Wurtzen hei-let alle Schaden ; wird ingleichen von den wildenSchweinen im Wivter dieser Wurtzey sehr ngchge-graben.
cm.
EegenMend:Ziltzkrattt/Zinssfingerkraut/grvsse Kletten/Feld-
oder Hasen-Pappeln undHeuhechel.
Ilzkraue/LlaAoseidcn x,
istunnölhig in die Gärten zu bringen/weitesmit seinem Umfangen alle andere Gewächsebelästiget/ wächst sonderlich gern in dem Flachs / undverursacht denen dannt umgehenden Weibern nicht ge-ringe U-ngeleaenheit/hat aber dannoch viel gute Eigen,schafften an sich/ ist warm im ersten/und trocken im an-dern GradMü^M/reiniget/ stärcket/und zeucht einwenig zusammen.
Innerhalb dgs Le7,s gebraucht/eröffnet es die Ver-stopffungenderLeberu-ddesMiltzcs/macht/nach.^at.tliioi>Meynungdas Ge^er von allen zähen Schleimund faulen Feuchtigkeiten estledigt; vertreibt/ reutet
aus und zertheilet das schwache grobe melancholischeGeblüt/ und/ wie I^conligräus l' ucliliuz will/ fähret esdie Gall/wann man Wermuth darzu thut / durch denStuhlgang aus / sey aber sonst dem Mc'.gcn zu wider/dieses aber kan durch beygethcmen Anis verlxssert wer-den. Zu diesem allen dienet auch das davon desiillimWasser/wie auch wider die Frar.tzosen/ des WassersMorgens frühe 8. oder 12. Loch nüchtern getruncken/sich wol bedeckt/ und daraufqeschwitt / dann es hilfstden Adern und Geblüt alles bösen Unrüths ab.
«->», ist warmer und trc>rkneL5om,,!-xioii, dseWurtzeldes Krauts gesotten biß cmfdas Drittel/und warm im
Munde