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Des Aoelichtn Land- und Feld -Lebens
besnötzlich gebraucht; mit dem Safft dieses Krautswird emejede/ neue und alte/ tieffe oder feuchte Fistelgedörrt/gereinigt/und zur Heilung bald befördert/ wieauch alle alte gifftige / um sich fressende / auch durch dieFrantzosen faule Schaden geheilet.
Dieser Safft reinigt auch jede frische Wunden undheilet sie schnell/wie auch alle Schaden an zarten auchheimlichen Gliedern/vertreibet davon alle Geschwulst/Hitz und Entzündung/das Wasser daven distillirt/vondem mit Wein eingebaissren Kraut/ ist zu allem diesemgut; weiß Vitriol in diß Wasser gethan / heilet alleZittrach/wie auch dieentzündle Brüsteder Frauen/jerthciltt dteGeschwulst m?d ziehet dieHitz aus; über diegeklemmten Glieder / wann das Blut zwischen Hautund Fleisch schlagt/ ist diß Wasser sehr krässtig.
Feld-Pappeln / . wie sie l)ur.intc8 nen-net/o«?«^o^//,. Hier sollte von diesem Heil - Krautviel besonders angemerket werden / von deren Formund Gestalt/ Grösse und Unterschied; absonderlich a-ber die Nutzbarkeit / und in der Artzency dienlichenGebrauch zu behandeüi seyn; will aber solches an ei-nem andern Ort/allwo noch mehr davon zureden ist/solches vorbehalten. Jedoch nicht verschweigen/daßdieses geringe Kraut billich auch neben andern belob-ten Krautern/ einen guten Platz verdiene. Weilen esbey vielen Gebrechen grosses Vermögen hat/die Kran-cken zu erquicken/und zu erretten; dann denen ä lik.matici, ist es das Leben; denen Gebahrenden eineschnelle Hülsse; die in der fallenden Sucht Geschwäch-te/ bekrassliget sie auf das allerbeste; und in allerleyGebrechen/ darss man ihme sicher vertrauen / des ge-wissen Aufkommens. WiedaNN^bcrnTmolitsnu8,Ouarcnus, auch andere berühmte kvleäici mehr/diesemGraß-Kraut/welches man mit Füssen tritt/ und dasVieh unter ihrem Futter vielfällig frist/ ein besonderesLob ertheilen. Er saget aber / wir tretten offt und»ielmahl eine köstliche Blume/ Kraut und Graß unter
uns/ wann wir dessen Tugenden erkennen konten/ wirwürden dasjenige Kraut/ welches wir so schnell verder-bet haben/ mit becden Handen>rheben/ weil es uns un-wissend viel Dienste leistet / und unser Leben offter,mahls bloß an einem nichtigen Graß hafftet/inErman-gelung dessen/alles Aufkommen verlohren ist. Hier-von wird.paZ, /Os. mitmehrern gedacht.
AVlldrr Saffran/^wird mei-stens nur in die Gärten vom S aamen jahrli6) gebauet/weil er in vielen Stücken zur dienlich ist. DasEychstattische Garten-Buch zeiget auch einen wildenSaffran an mit blauen Blumen. Der Saame istwarm im dritten/und trocken im andern Grad/ inwen-dig weiß/ fett und süsse; die g> dörrten Blumen mit ^rechtem Saffran vermischt / dienen den Armen / die ^Speisen damit zu gilben; des Saamens ausgepreis-ten Saffres 2. Loth also frisch mit». Loth Hünerbrüheoder Honig-Wasser getruncken/erweicht den Leib/ undführt die zehen pkicZmsta von unten und oben aus/ istalso zu den Grimmen und Wassersucht eine bequemeArkney.
Ein Quinte! der Blumen mit Honig- Wasser ge-nommen/reutet dieGeelsucht aus; dis thut auch einQuintel des Marcks aus den Körnern mit Wermuth-Syrup genossen; dieser Saamenwird von denPapa-geyen sonderlich gern genossen / und purgiert sie nicht.
TVtlder Gallvey / wird von et-
lichen für ein Species k^ormQni, oder Lclsrese l^Ivc-üri; gehalten/weil er nicht allein mit der Gestalt / son-dern auch mit den Wirckungen fast damit überein-stimmt ; wachst gern an dürren und ungebautenOrten/und an Hügeln gegen der Sonnen gelegen ; ist etwaskrasstiger und stärcker an derHitz/und trockener/als derGarten-Salvey/ und weiler mit demselben fast einer-ley Krafft hat/als will ich den günstigen Leser hier nichtaushalten/ sondern in das sechste Bucht» PeW Garten-Saivep gewiesen haben«
-rauter gegen Abend.
Benedicten-Wllrtzcn/ Beyfuß/Bilsenkraut und
^lLttedicec»»,N?urtzen /
oder s^^c?/,sei'Ne Wurtzenmuß imMartio gegraben werden/so gibt sie ei-nen Geruch von sich / wie Nagele; wann mans zur un-rechten Zeit ausgräbt/ ist sie ohne Geruch/ist warm undtrocken im andern Grad/verzehrt/ löset aus/ wärmet/vertrocknet/eröffnet und stärcket; das Pulver dieserWurtzen getruncken/stillet neben andern Bauchflüssenauch die rothe Ruhr/.vertreibet das Blutspeyen / undheilet diePestilentz.
Die gesottene Brühe dieses Krauts verbessert dieUnverdäulichkeit des .Magens/'vertreibtdas Grim-! men/ eröffnet die Verstopfungen der Leber / vertheiletdie Winde/und das geronnene Blut; der Wurtzenöffterer Geruch starcket.dasHertz/erquicket die Geister/erwärmet das erkaltete Hirn/ und widerstehet dem
Gifft; in dem Gewand-Kasten gelegt/ macht sie di,Kleider wohlriechend / und vertreibt die Schaben.
Das davon distillirteWasser Morgens und Abendsauf drey Lothjedesmahl getruncken / treibet und reini-jget alle bösettumores aus dem Leibe/ob etwann wasUngesundes wäre genossen worden/und erwärmet denMagen; ist jemand wund inwendig imLeib/ der trinckedieses Wassers/ ist aber der Schaden auswendig / kanman solchen damit waschen; zu den Fisteln mag mansbrauchen von innen und aussen: die abscheulichen un-geschaffenen Mutter-Mahler ( wie Herr Brunselslehret) soll man offt damit waschen in der Kindheit/sovergehen sie.
Es wird auch ein gesunder trefflicher Wein von die-ser Wurtzen gemacht / der reiniget die Brust un d Le-
ber