Fünfftes Buch/Kuchen-uno Artzney-Garten.
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schwären/und wird den Kindern wider die Würme/anden Hals gehen ckt. Das Eychstattische Buch gibt unsauch zu sehen eine andere Art/ Lna^kaüum lauloiium
^zercZrinum.
Gnndwury / N?enwelwury/
ist von allerley Gattung/wachst gern aus unge-baueten Feldern/theils auch an feuchten Orten/ist einervermengten temperirten Natur/cliZirirt und verdauetmässiglich ; der Saame zieht ein und zusammen/dieBlätter aber erweichen. Der Wein getruncken/darin-nen dieser Saame gesotten hat /vertreibt die Geelsucht;der Wein aber / darinn die Wurhcn gesotten / brichtund treibt aus den Nierenstein / welches das Pulvervon der Wurtzel / mit Zucker gemischt und eingenom-men / auch vermag. Die Blatter oder Safft davon /oder das distillitte Wasser / heilen allen Grind undRäuden; die Wurtzel gepulvert und mit EM zu einerSalben gemacht/ heilet die Zttrrachmal und Fechten;der Safft mit ein wenig Schwefel applicirt/ heilet denAussatz; das distillitte Wasser davon/nimmt alle Blät-terlein und Pfinnen des Angesichts hinweg; die Wur-tzen inPZein gesotten / zerstossen/und ausdie Kröpftegelegt/vertheilet und heilet sie.
Gulden Hiwsel/LsV/o//^ hat grössere undlängere Blätter als die Braunellen / einerPurpur-braunenFarb wie das cvci-nn-n, einen viereckichtenholen haarichtenStengel'/blühet Himmelblau/ mitgeährten Gipsseln/wächst aufden Wiesen und in denGärten ; wird so wol zu den frischen Wunden / alsauch zu den alten Schaden / wie die Braunellen / mit
guten Nutzen/ auch zu allen Wund-Trancken sehrge-braucht/ damit sie mildern/ reinigen / und heilen; sindauch gut/ die Mund-Faulen zu heilen; die Brühe da-von wird auch getruncken m hefftigen Leibwehe/Grim-men und Darmgicht. Man kan sie vom Saamenoder durch Stöckiein in die Gärten ziegeln/ blüht zuEnde des Aprils / der Saame wird im Brachmonatgesammlet/sind von vielerley Arten/ aber alle gut undwol zu gebrauchen. I
Oradancke , »Zsmmerrvunz/ Vsldrvury/ 3 quikus^zm, ist halb ein Kraut/ und halb ein Schwam-men-Gewächs/istcin rauher/ftiiier/ rothlichter Sten-gel/ hat bleich gelbe Blumen und Fingerdicke Wur-tzen; so der Stengel verwelckt/wird die Wurtzen hohl;man sagt / wann die Kühe davon fressen/so stieren siebald darauf/ wie es die Hirten aussagen und glauben;wächset gern unter dem Getrayd/ sonderlich unter denHülsen-Früchten/ als Erven/ Erbsen/ Linsenundder-gleichen/ vertilget aber dieselben / daher es auch denNamen trägt; ist kalt und trocken im dritten Grad /wiewoletliche setzen im erstei^Grad; wird roher odergesotten gegessen wie der Spargel mit Baum-Oel /Saltzund Essig/ sonderlich wann sie noch Mg undzart sind; wann man sie mit andern i.cZumimbus sie-det/ kochen solche geschwinder. Ourantes schreibt/wann die Bauren in Jtalia dieses Kraut aus ihrenAeckern vertreiben wollen/so stecken sie vom Oleander-Baum/aufjedes Ecke/ein Zweiglein ein/ davon soll esvergehen.
Lt nunc mults latent, <zu« poücrs «Zetert «ras.
Cz?. xcvl.
B-M «tag:
Erygefp«nn, c?arclisca. auch ^serygesperr/
Frantzösischäßripsume, sind dreyerley Gat-— — tungen 7 wie bey dem l'aliernsemontano zu se-hen/ deren aber die zwey letzten nicht bey uns/ sondernin Syrien zu finden : das erste aber wächst auf dengrossen Plätzen / an den Strassen / Zäunen/ und umdie alten Mauren/ ist eines sehr bittern Geschmacks/warm im andern / und trocken im dritten Grad; dasKraut dienet zum Hertzklopffen / wird auch zu demKrampss und der Frayß gebraucht / eröffnet alle Ver-stopfungen / treibt den Urin Lc mcntcs, reinigt dieBrust und Nerven / macht die grobe und dicke Feuch-tigkeiten subtil und dünn / und tödtet die Wurme; dasKrautgedönt/ gepulvert/ und einesQuintelsschwerim Wein getruncken / befördert die Geburt über diemassen sehr/ wie vuranlcs bezeuget.
Es soll auch den Stein und Gries sortreiben; dieBlatter in Wermuth-Oel / oder bitter Mandel-Oelgesotten und auf den Nabel gelegt/ tödtet es die Wür-me;das distillitte Wasser wird den Kindern für dasHertz-zittern gebraucht.
Hohlwurycl/Osterlueev/^ristolciziz, lonZa 8c
rvtuncja, die lange/ als das Mannlein/Wird so wol alsdas Weiblein / im Frühling in die Garten gesäet/ und
und etwas schwacher/ die runde aber wächst sonst auchgern auf den Feldern und Wiesen / hat gern gutenGrund und Schatten/ ist warm im dritten/ und tro-cken im andern Grad / reiniget/ vertheilet und zer-trennet.
Die Wurtzel mit Myrrhen und Pfeffer im Weingesotten/ und der Wein getruncken/befördert die Gen-tes, wie auch die Geburten und Lccunciinas i allein imWein gesotten / dienet sie wider den gefährlichenKrampff/ Brüche/ Keuchen/Klugsen des Magens/Er-starren/ Gebrechen des Miltzes/ Seiten-Schmertzen/und alle Kranckheiten der Leber und der Lungen; übereine Wunden gelegt/ zeucht alle böse Materien/ Eyter /Pfeil/ Dörner/ Spitzen und Spänlein heraus; mitVeyel-Wurtzenund Honig in einem Pflastergemacht/befördert das Fleisch-wachsen in den Wunden; dasPulver davon in die Fisteln gelassen/ heilet sie.
Die Wurtzen gepulvert / und in Essig gesotten/ dieZähn damit gerieben und die Büller/macht sie sauber/daß sie nicht faulen; mit Wasser und Hönig vermischt/und in die Ohren gelassen / reimgetund heilet die Ge-schwür/ und stärcket das Gehör.
?>imu8 schreibt / daß die Fischer in c^mpanis dieWurtzen stossen / mit Kalch vermischen/und Kugelein
kriecht die Wurtzen unter der Erden immer fort/ und darausmachen / davon die Fisch daumisch/ und mitvermehretsich gerne/ist nicht so kräfftig / alsdierunde / Handen gefangen werden.
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