Fmiffttö Buch/Kuchen-und Aryncy-Garten.
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Haupt genannt) wird in die Gärten gepflautzt/ manfindet sie auch m den Feldern/sonderlich die sandichtsind; die Weiber sieden dis Kraut/ so wol frisch/ alsaufgedönt/ nur Wasser und Alaun / und machen alsoLeinwath und Schleyer schön starckdamü / darumwird es Stärck-Kraut genennet. Oivlcon^es saget /so jemaud die Kraut anhänget / soll ihm keine Zaube-reyoder Gespenste schaden ; ist feuchter und warmercomjiiexion , hat fönst in der Artzney keinen Ge-brauch/ als was ihm theils Meynung / theils Aber-glauben zuschreibet; man glaubt/ wer das Kraut beysich trägt/soll schöner und holdseliger werden / und sollihn jederman lieb uud werth haben/ es soll auch einsolcher verwahret seyn/ daß er nicht durch kkiicrazurLieb möge gereiht und angetrieben werden.
öotr^», Traubenkraue/Frantzösifch ^iiile^rsinc,hat Blätter wie das Eychen-Laub / allein länglichter/dasgantze Gewächs ist allenthalben etwas hartzlcht;die Blumen stehen Trauben-weise beysammen/ sindbleich-gelb/ wie auch das gantze Gewächs grüb-gelb-licht ist; bisweilen auch etwas röthllch sich zeiget/ hat«inen schärften / doch nicht unangenehmen Geruch /nachstanden Ufern und fliessenden Wassern.
Das OecoÄum davon ist dem Hertzen sehr bequem/und hilfst denen schwer-Athmenden/ treibet die Mo-nat - Zeit und den Urin/ wärmet/ trücknet / eröffnet /zertrennet/abttcrziret und reiniget alle grobe und zäheFeuchtigkeiten der Brust; im Wein gesotten und ge-truncken / hilssts für das Keuchen / und heilet alle in-nerliche Gefchwär ; das Pulver des gedörtten Krauts/mit gesottenem Wasser von Süssen-Holtzgetruncken/vertreibet die Schwindsucht/Lungen-Gebrechen/ undEyter-Speyen ; das dürre Kraut zwischen dem Ge-wand und Kleidern gelegt/ bewahrt dieselben vor denSchaben/und macht ihnen einen guten Geruch : dasaus dem gantzen Gewächse/ wann es in der Blühe ist/distillirte Wasser/ ist eine sondere Artzney zur Brust/
Urinam Lc menltrus xromovet, j
(?ar<juus san^us Kc benccli^us,
gesegnete Distel/ will einen guten Grund haben/«undwird jährlich im Frühling angebauet / ist so bekannt /daß es ferneres Beschreibung nicht bedarff; benimmtdas Haupt-wehe / stärckt die Gedächtnus / nunmtweg den Schwindel/ vertreibt die Rothe und dasBeis-sen der Augen / zermalmet den Stein / hilfft fm dasAbnehmen / hilfst auch für das viertägige Fieber/ S-tempA-e infcSioniz, ist gut für den Krebs / solchenmitdemOceoÄo qewafchen. schreibt/es!
sey einem Weib die Brust von dem Krebs/ bis aufdas.Bein/ ausgefressen / und also wieder geheilt worden /daß man das Kraut gesotten/den Schaden allzeit aus-"gewaschen/und solgends das Pulver darein gestreuetworden sey ; mit Theriac eingenommen / machet esSchwitzen / und treibet aus das gegessene Gisst.
Das Pulver von Blattern mit Wein gctrnncken /verzehret die Phlegmatifche Feuchtigkeiten des Ma-gens/ reiniget das Geblüt mit samt der Brust.
Das distillirte Wasser istgutwider alles Gisst/undschreibt vurantc«, daß als einem Knaben/der mit of-fenem Mund geschlaffen/ eine Schlange in den Leibgekrochen/ durch Gebrauch dieses Wassers/ dieselbegleich durch den Asstergang wieder sey heraus gekro-chen; reutet aus alle Fieber / und hilfft den Kindernder fallenden Seuche ab ; die haarichte Wolle derBlumen ausserhalb aufgeleqt/ heilet die Wunden.
Herr Johann Adam Weber erzehlet cx k>atrc 4tkznattc) kircKerofolgendesRecept: Nimm einhalbQuintlein Cardobenedieten - Saltz / und schütt es inein Glas voll distillirt Cardobenedicten-Waffer/ gibszu früh einemKrancken/ wann er nüchtern ist/ bedeckihn wol imBette/daß er desto besser schwitzen möge /und halte damit zwey oder drey Stund an/ so wird ihndas Fieber verlassen; doch soll man dem Patienten vorGebrauch dieses Recepts vorher/ wann ihm das Fieber ankommt/zur Ader lassen/worauffdasFieber nachlassen und aufhören wird.
cz?. XLiv.
Gegen Mittag:Eberwurtz/Ehrenpreiß/Eysenkraut/ niix-l^ui-.
Serwury/ ekzm«lcon gii,u»>so die Frantzo-sen cl»zriine nennen; weil Kayser Carl der^. Grosse durch diese Wurtzen/ die unter seinemKriegs-Hesr eingerissene Pest einsmals curirt hat /wächset gern in steinichten rauhen Gebürgen / und liebtden Sonnenschein; istwarm im andern / und trockenim dritten Grad. Der Safft dieser Wurtzen mit einwenig Wein getruncken / tödtet und treibt aus dieWürmer im Leib; die Wurtzen gepulvert / und einesOuintel schwer zur Ini-Kions-Zeit/ wann einem einSchauer ankommt / mit Wein; oder/wofern es mitgäher Hitz kommt/mit Essiy eingenommen/soll gar be-währt seyn/daß sie scharff/ subtillundkräfftigist/ Gifftauszutteiben.
Die Wurtzen wird wie Citronen in Zucker cvndirtund gegessen / ist ein treffliches Präservativ in Ster-bens-Läufften/sich damit zu versichern. Die Wurtzenbey sich an dem Leib getragen/ hat die Natur/ daß sie
den Menschen gewaltig stärckt; man sagt/wann mandiese Wurtzel einem Pferd in das Mundstuck einflech-te/ und also neben andern über Land reife/soll es denandern neben ihm gehenden Pferden alle Krafft beneh-men / und sie matt und' müde machen; daher es un-ter den Reutern für ein verbottenes Stücklein gehal-ten wird.
Die Wurtzen mit Gersten-Mehl / Wasser oderOel vermischt/ tödtet dieHunde/ Schwein und Maul-würffe. Der Leim so bisweilen in dieser Wurtzenwird gefunden / ist zwar ein Gifft/und gleichwol ingeringer voli genommen / zu der Schlaffsucht fastgut / deswegen die Candiotischen Weiber/ wann sieetwann eine Arbeit vorhaben / und die Nacht darzu be-dürften/ im geringen Gewicht davon/ nach dem Abend-Essen/ einnehmen.
Ehrmpreiß /Verymca. sind unterschiedlicherGat!tungen/doch von einerley Wirckung/ wächset überaß
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