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Th. 1 (1716)
Entstehung
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694
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DcS Adcllchcn Landend Feld-LebcnS

heraus geworffen/ daesdochinder ^i-clic-n ein vor-treffliches und nützliches Gewächse ist ; wächst schierüberall aufden Wegen und wüsten Orten/und mrd al-lenthalben mit Füssen getretten/ daher es auch den Na-men hat / wächst sonderlich gern an feuchten Stätten;ist feuchter und külender Eigenschaft^/ ist bequem fürdas Blut-speyen und rothe Ruhr/ heilet die schwüri-gen Ohren/ löschet das Nothlauff/und heilet alle hitzigeGeschwär; seine Blätter im rothen Wein gesotten undgettuncken/ wird wider slies Gifst der Schlangen ge- >

rühmet/und zu den Fiebern/ eine Stund vor demrox^smogebraucht/ treibet das Gisst und den Steingewaltig aus / und treibt die Würme aus dem Leib ;das Wasser reiniget alle Glieder des Harngangs vomSand/Griesund Schleim/heilet allemnerlicheVer-sehrungen/ kühlet und heilet alle Schaden Kicmbro-rum Zcnitaliurn , den Mund damit gewaschen/ löschtes alle Entzündungen und Schäden des Mundes undZahnfleisches/befestiget die Aller und Zähne/und säu-bert sie von aller Fäulnus^

rauter gegen Mittag.

xciu.

MM/ Andorn/ ämirrkinon, Locryz, Kard0benedltt.

Lnuls, (^ampzns, ttolenium, wächst

^ mallem Erdreich/hoch oder nieder/feucht odertrocken / wird meistens in die Gärten von denBeyschößlingen fortgepflantzt/und die Beyjatze mit derWurtzen geschicklich abgetheilet; dieWurtzen wird al-lein zu der Medicin gebraucht/ im Frühling und Herbstgegraben / scheiblicht zerschnitten / und in schattichterLufft aufgedöm; man muß sie ausgraben / ehe derStengel sich aufrichtet; ist warmer und trockner Natur/doch mit Feuchtigkeit vermischet / eröffnet/ verdauetund zertrennet/darum es den kalten Magen und für dasKeuchen wo! dienet; in Wein oder Most gesotten/stilletdie Husten und dasbeschwerliche Athemen.

Drey Loth rein geflossen Alant -Pulvermit einemhalben Pfund geläuterten Honig zu einer Latwergengemacht/ ist eine heilsame Artzney wider die Husten /Heiserkeit / Enge der Brust / Keuchen/ Seitenstechenprsslcrvirt zur infcÄicins-Zeit/ trocknet und reinigetden Magen von bösen Feuchtigkeiten/ stillet das Blut-Speyen und Auswerffen ; darzu auch der gemachteWein und Wasser dienet.

Alant ist aut wider alle Gebrechen der Lunge n/Sei«'tenstechen/ Sttin/Gisst/undVerstopffung der Weib-lichen Blumen - die Wurtzel in Zucker condirt/ wider-stehet der Pestilentz/und aller giffrigen Thiere BißzdasPulver mit Zucker gemengt / und offt ein wenig davongebraucht/ reutet aus die alte Husten/und hilfst denfaulen Materien der Lungen/.Gebärmutter / und an-dern innerlichen Gliedern/ von innen heraus; beför-dert/nach dem Nacht-Essen/ nichtallem die Däuung/sondern hilfft auch dem verstopssten Stuhlgangfert;nüchtern gegessen / befestet er die Zahne.

Der ausgepreßte Safft der frischen Wurtzen ge-sotten/ vertreibt die Würme des Leibes; der Alant-Wein macht ein scharsses Gesicht/ dienet zur Lungen -sucht/zum Grieß / zurMutter/ zu den Harnwinden /für den Krampffund Podagra/ in vergiffter Lusst/undzu allen andern Gebrechen / dafür der Alant gut ist >macht eine gute Stimme / starckt das Hertz und kaltenMagen / zu erhärteten Miltz/ und sind seiner Tugendalle Kräuter - Bücbcr voll

Das aus der Wurtzen qedistillirte Wasser dienetzu allen vorigen/ reiniaetdasAng-sicbt/ und vertreibetalle Fleckendie aus Schweinen-Schmalh und d ieser

gestoßenen Wurtzen gemachte Salben / reutet denGrind ohn alle Gefahr aus; eben diese Wurtzen geftos-sen/ und mit Honig zu einer Salben gemacht/ heiletdie alten Geschwär und Krebs-mäffige Schaden zu.

Kraut und Wurtzen gesotten/und auffgelegt/sänffti-gen diehefftigenHüfft-Schmertzen; wenn man diegifftigen Wunden und Stich/mit diesem Safft oderder gesottenen Brühe waschet / und das Kraut frischdarüberlegt/ zixhet es alles Gisst aus/ und heilet dieWunden.

Andsrn/ ^larrubium, wachst an allen Otten/ auchzwischen dem altenGemäuer/wirdtzomSaamen leichtlich erbauet; das OecoSum dieses Krauts mitHknig/ hilsst für den kurtzem Athem/ macht Auswerssen /scharfftdas Gesicht/ treibt die Asster-Geburt; derSafft davon mit Rosen-Oel in die Ohren geträusst /lindert und legt ihre Schmertzen; wird vom Ende desMayens bis zu Ende des Brachmonats gesammlet/er-öffnet die verstopffte Leberund Miltz/ reinigt die Brustund Lungen; aus den grünen mag man den Safft/undvon den dürren Blättern das Pulver brauchen / einge-nommen/ lindern sie das Seitenwehe; in die Laugegethan/heilen sie den Grindund aufgebrochene Häup-ter.

Wer sich müde hat gegangen oder überarbeitet,nehme dieses Krauts Safft mit Rosen-Oel vermengt/und bestreiche sich damit; ist auch gut wider die Colica.<2olumclia sagt/ daß der im Herbst davon bereiteteWein köstlich sey/ alle innerliche Glieder zu reinigen /und offen zu behalten.

^ntiriliinon, Orsnt, Oaurant,Wirdv0N Vielenda-für behalten/es widerstehe disKräutlein allerZauberey/und erzehlt f'sm srariuz in seinem Teutschen

er habe selbst gesehen in eines Herren Schloß/ voneinem Ketten-Hund/ der sonst/wann er fremde Leutesahe oder spührete/stetigs bellte / daß selbiger achtTage lang stumm geblieben / dieweil man aber ver-meynte/ der Hund wärevon bösen Leuten verzaubert/oder/ wie sie es nennen/ besprochen worden/ damitsieim Schloßetwas stehlen könnten/habe man ihmDau-rant in die Hunds - Hütten gelegt / so habe der Hundbald darauf wieder gebellet. Dis Krauts gibt esdreyerley Sorten/ grosse / mittlere und kleine / blü-het b leich/ Purpu r-farb und ge lb / das grosse (Löwen-

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