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Fmffteö Buch/Kuchen-und Artzney-Garten.
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lichten Blatter werden zum Polieren der Vernis-Ar-beit sehr gebraucht.
kNonrauem/ist ein klein und niedrigesGewächs / wachset gern aufdengrasichten Gebürgen/aber nicht an allen Orten / daher es billich in den Artz-ney-Garten zu bringen / ist einer kalten und trockenenNatur; ist em Gewächs den Lebersüchtigen wohldienlich / getruncken / heilet es die innerlichen Brüche/
M Pulver gestoßen / und mit herben Wein getruncken/heilet es die rothe Ruhr/ 6c mcnüruorum nimios Ku-XUS ; zu Heilung der Wunden gehet es fast allen Kräu-tern vor. Diß Kräutlein wird allein im Majo undJunio gefunden / hernach verschwindet es/daß mannicht weiß / wo es hinkommen. Von den Alchymistenwerden diesem Kram viel grosse Wirkungen zuge-schrieben.
xc.
Gegen Orient: i^-Moru!, ^-rcmüiiz, Mhrkrcmt und
Sanickel.
-m rlilotus, Steinklee / wachset gern in den Fel-i V/> dern/wird aber dennoch nicht überall gefunden;
ist einer zusammziehenden / doch warmendenund verdauenden Krafft; das OccoÄum des Saa-mens in Wein getruncken/ lindert die Leibs-Schmer-tzen; weil das Kraut noch jung und zart ist; wie einSalat gegessen / tst es dem Magen sehr bequem / heiletdie inwendigen Geschwar/ stärcket das Hirn / die Ge-dächtnus und die Glieder / heilet die Wunden / ist einerwarmen und trockenen Eigenschafft im ersten Grad;in die Fuß-Wasser gelegt / macht es schlaffen; das da-von ausgebrannte Wasser dienet zur Haupt-Hitz undfür das Hertz-klopffen.
Der Safft des frischen Krauts mit gesottenemWein in die Ohren geträufft/ hilfft allen Schmertzenab; das aus den gelben Blumen distillirte Wasser/oder derselben ausgepreßter Safft/ widerstehet denEntzündungen und Nebeln der Augen; das bekanntePflaster kieiiioto, erweicht die Erhärtungen desMagens / der Leber und des Miltzes.
Kicrcuriali8. ZSmgeikraut/ ist vonzweyerley Gor-en/ aber einerley Wirkungen / wollen einen gutenUrund/ und wachsen gern in den Weingebürgen/gebenaber dem Wein einen unangenehmen Geschmack / da->ersie auch daselbst nicht gern gelitten sind; ihre vc-coüinn führet die LKoi-rs und andere Uberflüßigkei-en aus - der Safft von diesem Kraut / vertreibt dieWärtzen/ ist einer warmen und trockenen Natur / imersten Grad.
Das Wasser / darinnen der Saame gesotten wird;tilget die Gelbsucht aus; der SaO mit Essig vermischt/und von aussen aufgelegt / vertreibt die Gebrechen undRauhigkeit der Haut; des distillirten Wassers vierZoth/ Morgens nüchtern getruncken / tilget alle zähe/grobe und melancholische Feuchtigkeiten aus; deraus-gepressre Safft den Tauben in die Ohren geträufft/undhernach mit alten starcken Wein gerieben / bringt dasGehör wieder.
Röhröraue / vsns l^eonis, oder Urinaria, die Fran-zosen nennens Pille cn lit, ist allenthalben bekannt/woes einmal hinkommet / wird es von seinem wollichten -flüchtigen Saamen selbst fortgepflanzt; die gelben ^Blumen gesotten / und dasOecoSum getruncken / ist!
gut für die Wassersucht; zerstoßen/ und auf die Ge-schwulsten übergelegt/ mildern die Härtigkeit; derSafft von den Blattern getruncken / machet harnen;oder wannsie in Oelgefotten/ und warm über den un-tern Bauch gelegt werden. Wird im Mayen/ sinnt denRöhrlein und Blumen distillirt.
Das Wasser ist kalter Natur/ wird nützlich inner-lich und äusserlich gebraucht / für alle hitzige Kranckhei-ttn / Fieber/Pestilentz / unnatürliche Hitz/ Entzündun-gen und Apostem/ auf drey oder vier Löffel voll davongetruncken / oder äusserlich auf die erhitzten Glieder ge-legt/oder ein Tüchlein davon genetzt / und übergelegt/kühlet auch/getruncken/den erhitzten Magen/löschetden Durst/ benimmt die dürre hitzige Husten / kühletauch die entzündeten Augen trefflich / und vertreibt diehitzigen Augen - Geschwür / zertheilet die Felle derÄu--gen/ und verzehret alle Mackel und Flecken dersel-ben/ darum auch diß Kraut von etlichen Fellriß ge-nennetwird; das Angesicht damit gewaschen/machteine schöne Haut / lauter Angesicht/ und vertreibt diePfinnen/wie Her: (Zauirsru» k.Min seinem grossenDistillir-Buch ihm diese und mehr andere Tugendenzuschreibt.
Gamckel/ wird von dem Saamen in den Gartenim Frühling fortgebracht / will eine gute Erden undfleissige Wartung haben / ererbt den Namen von denLateinern / von seiner heisamen Wirckung wegen / zualten Wunden; ist warm und trocken im andern Grad.Wer einen bösen Magen hat / und das Gedärm inihm verschleimt wäre/der nehme das Pulver von die-sem Kraut / mische es mit Zucker und süssem Holtz/und nehme davon Abends / wann er zu Bette gehet;im Mayen gegraben samt der Wurtzen/ im Wasser ge-sotten / und durch ein Tüchlein geschlagen/ diesen Safftmit Rosen-Zucker und ein wenig Hönig vermischt / laxirt sänfftiglich / und reiniget wol. Sanickel / Win-tergrün und Sinau gesotten im Wein/und also getrun-cken/ rclvivirt das geronnene Blut ohn allen Scha-den. Diß Kraut wird heilsamlich zu allen WundTräncken gebraucht; das Wasser heilet alle äusserlicheWunden von Grund aus/benimmt dasBlutspeyen/stillet das Grimmen und Leibwehe/ und stopsset allenunmäßigen unnatürlichen Blutfluß/ legt auch/ über-gelegt/alle Geschwulsten.
Ssss
ca?.