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Th. 1 (1716)
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687
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Fünfftcö Buch/ Kuchen - mid Artzney - Garten.

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Kümmel / Manntreu/ Metttam / Münchs- ^Kalssr-bsrum, Respel/Ochsenzungen/ Quendel/ Ratten /rvthe Kornblumen/ Scharlachkraut/scyüa, Stein-brech/Storchenschnabcl/Feld-Pappeln/wilder Saff-ran/wilder Salve,

Gegen Untergang der Sonnen stehen am füglich-sten:Benedicten-Wurtzen/ Beyfuß / Bilsenkraut /con^a, Durchwachs / Engelsüß/ Erdrauch / Far-rcnkraut/Filtzkraut/ Fünfffingerkraut/große Kletten /Hcuhechel/ Knoblochkraut oder ä Mana.Kreutzkraut/Lederkraut/Liebjtöckel/ Mausöhrlein / Monathblüm-lein/Natterzungen/Odermenig oder ^Krimoniu, ?sr-vinca. Pestilentzwurtz/Psillenkraut/ Sauerklee/ 8ca-biosz, Scheei^raut/ Lcro^kolaria, 8crpsnlS!-ia, 8ta-sik^ssZeis, l'anacekum oderRheinfaMN/ Uimaria ,Wermut!)/ Wiefen-Hohlwurtz/ Wolgemuth.

Nordenwärts mögen sich finden : Alant / /^rum ,öetonicz. Ocntalia. Einbeer/oder Woljssbeer/'Ein-blat/Feigwartzen- Kraut/ flecklcht und gemeines Lun-genkrank/ Haftlwurtz/ Heidnisch Wundkraut/ Hirsch-zungen/ Hühnerdanm Judenkirschen / Klebernkraut/^närZZoria.Meechirse/ Nachtschatten/ Natterzüng-leill / ?Ziielari-Z > ia, ?-iuce6anum, 8iisu ,

Teuffelsabbiß/Tormentill/Waldmeister/Weißwurtz/Wintergrün.

An Bergen und steinichten Orten wachsen gerne:^n^elics, ^ntora, r ^lticus Beerwurtz/Bibe.

nell/Gemsen-Wurtz/ Haußwurtzen mit ihren Äattun- Blumen-Garten gesunden.

gen/ Maurrauten/ MePerwurtz/ Mirtilli/ Model-ger/ XkocUs, Schwalbenwurtz / Victoria-

lis.

An feuchten Orten wachsen am liebsten: Bachbun-gen/ Bachmüntz/Vronnengreß/ Egelkraut/ Gc-ift.rich/Qrst'os-,. Himmelschlüssel/Huflattich/Katzen-müntz/Schwartzwurtz/ scoicjium,<Valdrmn/ Was-serkolben/ Wassernüsse / Weberkarten.

Unnothwendlg ist / alle diese Kräuter/u: die Artzney-Garten zu bringen / wellen etliche/ als Eysenkraut /Wegricht/grosse Kletten/ Genserich / Egelkraut/ undandere/ so gemein in den Feldern und Aengern wachsen/daß man sie ohne Berührung oder vergeblich ange-wandte Pflantzung und Wartung umsonst haben undfinden kan; daher ein vernünffligerHaus-Vatter nurdiese zuerwehlen/ die in selbigen Gegenden rar und sel-ten wachsen/hart zu bekommen/ vsstersm gefährlichenund gahen Zustanden nützlich zu gebrauchen und seltenzu finden sind.

Die wolriechende Krauter aber/ als Roßmarin /Majoran/Salve/Hissopp/und dergleichen; wie auchWasserblumen und Gewächse/ als Calmus/Galgant^ vmpkcea. nicht weniger andere zur Artzney dienlicheGewächse / als ^ntirMnum, Camillen/ Pappeln /Eybisch/Pöomen/5rsxinella. eolocMkis ,mackik, L/clsmen, vapkns^Iexzncleina oderAuf-senlblat/QsntiZnz, und viel andere mehx/ werden in den

Lauter gegen Orient:

^.xxxvl.

^mmi. Nttich/ Augentrost/ Braunellen.

Un folgen die Krauter/ die gegen Aufgang derSonnen ihren Stand haben sollen ; weilensie aber in eine Abtheilung einzuschließen zuviel wären/ wollen wir sie in etlichen Ca-piteln aufdas kürtzeste vortragen, und was ihre Art undEigenschafft sey/ mit wenigem berühren»

^mmi , muß jährlich in diesen Landen durch denangebauten Saamen fortgepflantzt werden/wächset inJtalia ausdem Berg ^srZano, wird sonst auch Her-ren-Kümmel/ oder Kümmel von Alexandria genennet/wiewol sein Saame etwas kleiner/ ist etwas bitter undscharst/ hitzig und trocken im dritten Grad / und hat dieArt/ daß er verdauet; seines Saamens ein halb O.uin-telinwarmenWeingetruncken/stillet/nachc^lioi-cOu.rams Zcugnus/den Leibweh/ befördert den Harn/Heiletdie Biß der zifftigen Thiere/ K mcnstni-, coerccl.

Ein O.uintel davon mit gleich so viel Myrrhen ein-genommen im Wein/dienet wider die Scorpivnen undSpinnen - Stich / wird auch in Catharrenundzu derfallenden Sucht gebraucht/ist gutsürdieOhnmachten/^wärmet das Hertz/hilfst für dieBauHflüß und Ruh-ten/ öffnet die Verstopfung des Miltzes; mit Honig zueinem Pflaster gemacht/ vertheilet es das von Schlä-gen geronnene Blut.

Der Holländische Königliche Gärtner gibt zweyer-ley Art / die gemeine und kleinere; so kommt auch noch

eine Gattung aus Candia/ und die anders aus Portu-gal : die aus Candia soll wolriechend seyn.

Attich/ ist ein bekanntes Gewächse/und eines unterderBauren und armer Leute Theriac-Kräutern zu Hal-ten/welche die davon gemachteSalscn für allerley gäheund gefahrliche Zustande/ und sonderlich / wider dieWassersucht / mit gutem Succcs« einnehmen und ge-brauchen; darfkeiner sonderen Wartung/ wann derSaame nur in die Gras - Gärten gebracht/ und rechtvon der Erden bedeckt wird/wo er einmal hinkommt/hat man sich seiner zu versichern/ und lässt sich hernachnicht gerne vertreiben.

Nichts desto weniger weil er nicht überall zu bekom-men/und in der Artzncy so dienlich ist/ als ist rachsam/daß man sich bewerbe/ dis Gewächs in der Nahe zuhaben; ist warm und trocknerNatur / die Salsen die-net/zur Zeit der i nfcÄion,auch wider die Wind-Was-sersucht; die Wurtzel heilet die Schlangen-Bis/ unddie davon trincken / werden von den Spangen nichtgebtssen ; die von den Blumen und Zucker gemachteCvnserven/starcken das Hertz/treiben alleMelancholeydavon ab / reinigen das Geblüt/ und stillen die grosseFieber-Hitzen.

Im Frühling die zarten Schößlinge gekocht/ ulid dieBrühe davon/etwan von vier derselben/ eingenommen;auch dieWurtzelvon zwey bis vierQuinkel in Wein ge-

Rrrriij

weicht/ !