Fünffteö Buch/Kuchen-uno Artzney-Garten.
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Die beyuebens gestellte Figur in der Perspeetiv/zeigt die sechs Absätze des herum gewundenen und allge-mach von unten an/biß oben sich erhöhenden Lust-Gan-ges die Mauer/ von einer zur andern/kan 6. SchuhHoch seyn; Hie Dicke der Mauren verdeckt den Gangvicht/ weiter der Erden sich gleichet/und man ebenfalls
aufderstlben gehen mag; and einwärts an der unternMauren hat es etliche Bäncke und Ruhstättlein / dieman aber/wegen Kleme des Klq>fferstichs hier nicht ei-gentlich ausnehmen kan; aus den obersten Mittel-Platzist der Bronnen / damit man die nothdürsstigen Ge-wächse wässern undbeglessen kan.
Noch ein andere Art des Artzney-Gartens.
Er! 6- 8errcs gibt noch eine andere Art / denArtzney-Garten zuzurichten: Der Platz wird gleich viereckicht eingefassr/ nach den vier ^hei-len des Himmels/ ein jedes Viertel halt 50. Klaffter/ohn die vier an die Ecken gesetzten viereckichten Stte-gen / an deren jeden man an dreyen Orten hinaus stei-gen kan / die vier Klaffter besser auswärts kommen/ undauf vier Klaffter breit / inwendig aber ist alles hohl undgewölbt/dahin man im Winter die Citronen und an-dere fremde Baum einsetzen mag / sonderlich in die / sogegen Mittag oder Morgen ligen; was gegen Nordenund Untergang stehet/ kan man wol mit Erden aussul-len/wie Man an dem beygefügtenGrund-Riß sehen kan/da von Mittag und Morgen 14-Eingänge in die Ge-wölbe verzeichnet sind/mit dem Zeichen aus denenL, Stiegen kommt man aufden ersten Gang die auchmit den vorigen/so wol für die Krauter/als für den Liist-Gang / einerley 8pacium in sich halten; von jedem Ab-satz hat es etliche Staffeln biß zu dem andern l), unddieser Absätze hat es sechs übereinander / je einer um 15.Schuhe schmähler/als der untere / biß sich letztlich obenein viereckichter Platz zeigt von 25. Klassiern / allerseitsso lang als breit; in der Mitten des Platzes soll einBronnen seyn / zur Erquickung des Gewächs/ und mankan wol allerley Baume/ die gern in den Bergen wach-sen / hinauf setzen / und auch mit Kräutern versehen/ diegern auf den Geburgen oder schattichten Orten zuwachsen pfleg en.
1. Theil.
Der andere Riß ist die Perspeetiv von diesem vier-eckichten Garten / allermassen sie Her: cle 8erre, in sei-nem ^ Ke ^lre ci' ^Ancullurc au lieu 6. ckap. 14 vor-gestellt: Der Platz begreifft 5. Absätze oder abgeschnit,tene Wege/die den Berg umgeben / von aussen mit ei-ner acht Schuhe hohen Mauer eingefasst / ausgenom-men die erste/wo die Pforten gegen Mittag und Mor-gen sind/ ist z. Klaffter hoch/also daß diegantzeHöheauf 9. Klaffter und 4. Schuhe kommen mag. Die We-ge verkürtzen sich / daß allezeit die niedern etwas längersind / dann die höhern / also / daß dlß gantze Werck ei-nem l'kestro gleich sihet; alle Wege sind Schnur-gleichund nicht abhängicht / wie in der vorigen runden Vor-stellung. Die Stiegen werden gemacht mit ihrem Leh-nen/ und weil das Gebän so hoch ist/ kan man wol(wann es beliebig) zwey Gewölber/ eines über das an-dere machen / und mit starcken Pfeilern in der Mittenversorgen und versichern lassen / in das obersteGewölbekan man die Pforten oder Eingang in der Mauren desdritten Absatzes machen. Gegen Orient oder Mittag/aufdie Mauren/mag man / bey schöner Zeit/ die rarenund schönen Gewächse herum stellen/ und den Garten/als ein 7 l>c-,trum. gleichsam damit bekrönen; zur Win-ters Zeit aber kan mans in die Gewölber bringen. Mankan auch sonst in dieses Gebäu schöne künstliche Grot-ten und Wasser-Künste / nach eines jeden Invcnlionund Gefallen/machen lassen/ wo es die Gelegenheit an-ders zulässet.
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