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De6 Adelichen Land-und Feld-Lebenö
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Ct i>. I.XXXII.
Wie der Artzney-Garten einzurichten.
Amit der Artzney-Garten nach Gebühr einge-richtet sey/alle Kräuter und Gewächse von un->- terschledener Art und Eigenschafft zu bewir-then/ muß er auch mit solcher Art angeordnet seyn/ daßjedwedere Gattung ohne Zwang ihr gebührliches Un-terkommen habe / diß ligt an der Beschaffenheit desErdbodens undderLufft/ welche/ wann sie beede nachder Art der Kräuter ihnen zugeeignet werden/ nicht an-ders können als wol wachsen und zunehmen.Weil aberein solcher allen Gewachsen wolanständiger Ort hartvon Natur zu finden/ muß man derselben mit Fleiß undkünstlicher Bereitung an die Hände gehen.
Ein gantz flacher/ wie auch ein von einer Seiten ab-hängiger Ort/ kan dieses nicht zuwege richten; wie aberdieses zuthun/ will ich des Herm cic8errcz Meynung(wiewol es nur für Fürsten oder reiche grosse Leute ge-hörig) hierinnen mit wenigem anführen.
Weil dannoch ein vernunsstiger Haus-Vatter einModell davon abnehmen/ das grosse Werckverklei-nern/und/nach seinem Vermögen/auch die Unkosten unAusgaben damit verringern kan: Also vermeynt be-sagter Her: cis Scrrcr. soll man einen Hügel von gutemgemischten Erdreich / mit Sand und Laim vermengt /oder viel mehr abgetheilt/so groß man denA:tzney-Gar-> ten haben will/ zurichten und aufwerffen lassen / davon^etliches/ nach Eigenschasst der Kräuter / muß wol ge-düngt/ etliches aber etwas schlechter gelassen werden.
Weil nun dieserBerg rund srey ligt/hat er nothwen-dig alle vier himlischeHaupt-Aspectm allerseits zu em-pfangen/und können alle Gewächse / ein jedes nach sei-ner inciinalion, gegen Morgen / Mittag/ Abend oderMitternacht/ wohin es sich schicket/ausgetheilt und ge-setzt werden. In Mitten dieses Bergs soll ein Bron-nen seyn/ damit man die durstigen Wasser-Gewachsenach Nothdursst möge tranckm. Des Gartens Fi-
gur und Form soll in der runden seyn/ und soll von un-tenher/ Mittagwärts einen Weg haben/ der Schne-ckenweise um und um / allzeit besser eingezogen/ bis andenGtbelgehe/ und also mit einer sanfften Erhöhungsich nach und nach / höher schwinge / allermassen wieman siehet/daß die Mahler und Kupfferstech er das Ge-bäudes Babylonischen Thurns in der Bibel sormiren/und wie der grosse Ikaros oder Wacht-Thurn zu Ale-xandria in Aegypten am Meer-Haven noch jetzt zusehen ist.
Der von unten an bis hinauf sich umwindende Lust.Weg soll 15. Schritt breit-mw 4. Schuhe zu denKräu-tern ausgesondert/die n. Schuhe aber zum Spatzier,gang gelassen seyn; und diese Wirbe-Strassen mußum und um ein jiarckes Gemäuer einfassen/ daß die Er-den davon zusammen gehalten nicht weichen möge; derBerg kan zwar wol von dichter Erden seyn/ ohne fer-ners Gebäu/ besser und bequemlicher aber ist/ daß manunten ein Gewölbe/ wie ein 8aia tcrrcna, in dem Ber«ge aufführen/ und in der Höhe das einfallendeLiechtdaselbst einzulassen/vier Fenster/ entweder an allenvierOrten / oder nur drey gegen Morgen/ Mittag undAbend zurichten lasse / die Eingänge mögen durch dieunterste Mauren an allen vier Orten/ oder nur an zweyoder dreyen/ wie man will/ gemacht werden.
Den Grund-Rieß/ samt dem Aufzug/ gibt Her: 6s8err-z,dm ich auch hiebey dem gmeigteußeser vorstellenwollen: Er will / der vismetc- der Nundung soll 45-!Klassier; der obere Platz in der Mitten/darzu man aufvier Stiegen kommen mag/ soll von zwantzig Klassiernseyn/worauf man ein zierliches Lust-Häuslein oderCa«binet/auf oder ohne Seulen setzen mag/ so bleiben nochauf jeder Seiten zwölff Klasster und eine halbe übrig /die aufbeeden Seiten 25. Klasster auskragen / denKräuter-Platz und den Weg davon zu verfertigen.
- - Die
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