MWeöBuch/ Kuchen^ und Artz»w?Garten. 605
hat man desto Mehr Gewinn daher 'zu erwarten; das > fruchtbar und trächtig werden / weil der BefreundeGras muß erstlich abgebrandt / hernach der Grund i Aschen viel lieber seines eignen Gewächses Aufnehmen
und Wolfahr? befördert/ als eines fremden; daher sie-het man auch / daß die Felder / darauf die Hälm oderStoppeln MM) verbrandt sind / reichlicher tragen /als wo nur anderes Gestäudicht / von Genester unHarren- Kraut zu Afchen gemacht wird / allwo das^zaltz derGewäW/Kraffribrer spermatischen Wir-ckung / lieber Farren und ihres gleichen Unkräuterwachsen m,,chet, und damit dem guten Saamen ent-weder dieNahrung entziehen / oder doch von ihrer Gü-te äcKencriren und übel gerathen lassen / darum die Mi-schen/je mehr sie schlechtlich nach des Saamens Artgenommen sind / je besser sie gedeyen/ wie die Erfah-rung bezeuget.
Aon den steinigten Gründen / wie sie zu verbessern /schreibet Her: Wolff Albrecht Stromer / in seiner ver-rutschten edlen Garten - Wissenschafft/ aus v. ?ctnLaurembergs tlorkicuIcurZ Lc ^ppzratu plsntarum,zusammen gelesen/folgende Nachricht: Ist der Grundsteinichl/ kan man einen halben Mann - liess die Erdenaufgrabeu/uud sehen/ob sich nicht der Grund verbessere/findet man bessere Erden/tdist am besten/ daß inan etliche Gräben mache/ die böMrden für sich / die gute Hin-tersich auswerffe / und wann man dann genug bat / dassteinichte/m-t Aschen und Ruß vermenget/zu erst hinun-ter auf den Boden schürre/und die gute Erden oben dar-auf/ und damit soweit fortfahre/ als man es vonnöthenhabe; findet sich aber kein guter Boden / so ist am rath-samsten/so viel möglich die Steine beyseite zuwerffen /das übrige mir Schor - E^en und alten guten Mist zuvermengen und zu füllen. Ich habe (spricht er fernersam selben Ort) offt wargenommen / daß an stemmtenOrten die beste Frucht in Feldern / und stattliche
tieff umgeackert/oder (.welches bcsssr) mit derSchauf-sel umgegraben wsrdeu. Und weiln dieGürten weitnächtiger seyn sollen als andere Bau-Feider/müssensi? auch mit einem viel grösserN Fleiß und besserer Auf,merekung gewartei seyn / damit die Erden von allenGras-Wurtzen und Unkräutern wol und rein ausgessäubert/zur Fruchtbringung dcho bequemer und ge--schicklicher seye.
Die erste Vorbereit - und Zurichtung des neuenGartens soll man am füglicbsten im Herbst verrichten/zu Ende des Septembers biß zum Mittel des Novem-bers/iveiln den Wimer-über dieKälte den Grund aus-mürbet und geschlachter machet / auch die Feuchtigkeit(davon alle Gewächse ihre Nahrung und Mutter-Milch haben müssen) desto besser und tiesser sich einsen-cken kan / sonderlich ist anfangs gut / daß die Erde auf-gebausst/und in gewisse kleine Bühel/ als in denenWein-Gärten/abgetheilet werde/also kan manv übersJahrnngebauet (.allem daß die Steine/Wurtzeln undUnkräuter fleißig ausgeräumet sind) und wie in demBrach lassen / so wird die Erde desto tauglicher undträchtiger / weiln dennoch die Erden jährlich zweymalnmuß umgegraben / und wofern er in Leim oder Sandübermässig wäre / mit gegenchetliger Vermischung zurMittelmaß angebracht / oder durch allerhand Gattun-gen der Dungung (wie von derselben mehr in vorigenBuchs 2. Theil am 2 s. Cap. und i-ib. 7 im 9. und r 0.
Cav. gedacht wird) gebessert werden.
?. ^rkznss. Xircbsru» I'om j. ^luncii
n?i csp 6. fol ?4-. schreibet/wann man ein Gewächse /csse? waserley Att es wolle/ als zum Exempel/ Weinre-ben, Rosen/Weitz/zu Aschen brennt/und eine Lauqe.
daraus giejse / auch sein Gewächse damit begicsse / so soll j Baum - Gewächse (besonders/ aliwo Kisel - und nichtes von dieser ihme verwandten Feuchtigkeit sehr frisch /! Kalchstein im starcken Grunde waren ) gestanden.
1. TheU.
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