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Des Adeiichen ^and - und Fe!d-Leben6
kan er auch/ nach Gefallen/ den Kuchen-Garten groß /klein odcrmittetmässig machen / und sehen / daß er den-i noch mit der Dung bestehen könne / und seine Felder/Weingobürge und Wiesen nicht / aus Manglung de-ren/in Abbau kommen möchten. Sonsten ist gleichwolwahr / daß er unter allen seinen Feldern keinen so engenPlatz hat / davon so viel Lust und Nutzen zu gewarten /als von einen früchligen Garten / angesehen auch wenigTage im Frühling / Sommer und Herbst / ja auch ausden Einsetz Kellern/ den Winter-durch/ vorbey gehen/da man nicht eines und das andere aus dem Kuchen-Garten gemessen solle / uüd dabey zu finden ist.
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Wahr aber ist dieses auch / daß kein so enger Platzunter allen seinen Feldern / so gar viel Mist und so guteWartung bedarff/ als eben der Kuchen- Garten / dener nie darff in der Brach liegen lassen wie die Korn Fel-der/ der auch nie so offt mißrathet wie der Weinwachs/wann er nur mit fleißiger Hand ( wie es sich gebühret)verpflegen wird ; und wo man dieses äxioma in Achtnimmt / daß der Grund nie stärcker sey als der Bau,mann / und daß ein kleiner Garten / wohl gewartet /mehr / und ein grosser vernachlässiget / wenig Nutzenbringet.
ii.
Won dem Mrund.
Er Grund und die Beschaffenheit des Erd-reichs / muß zwar angenommen werden / wie ervon Natur geartet ist / doch hat ein Hauß-B.ttter die vernünfftige Wahl/aus schlechten Feldern/i)as beste/ aus guten aber das allerbeste / zu erwählen ;was aus dem Anjchauen zu urtheilen / ist zwar nichtallerdings zu verachten / betreugt aber gleichwol dieFarbe des Erdreichs offtmalö / wie die wohlerfahrnenAlken auch selbst angemercket haben. So viel ist es /daß im Kuchen - Garten ein Bettlein den Sommerüber / mit Rettich/Salat und andern / manchmal»öffrer als einmal gebauet wird / daß man (wo man willeinen Nutzen haben) entweder das besteErdreich darzunehmen / oder es mit Dungen und Wartung auf dasbeste besorgen muß.
Der beste Grund ist/der sich am willigsten mit an-dern Elementen vermischt/ und fähig »st/sich damit zuvereinigen / und wie Her: Peter Gabriel in seinem all-gemeinen Gärtner sagt / sie mit Massigkeit zu empfa-hen und in sich zuhalten; der schlimme hingegen derje-nige/so solche nicht annehmen / als der leimichte undsandichte Grund; der erste zwar/wegen seiner Harte/dann / indem solcher sehr auseinander gepresset lieget /kan das Wasser, die Lufft und die Sonne nicht hineindringen/und wird von dem obligenden Wasser erkal-tet ; der andere aber/als der sandichte/weilen er lückund leicht, kan solche nicht aufhalten / dann / wann derBoden Hu lang feucht / oder zu lang dür: ist / so schadetihm eins wie das andere / weil beydes der Art der gutenErden zu wieder/welche diGVei wechslung der War-me und Feuchtigkeit liebet / damit sie durch diese beedecontrarien gemässiget werde. .
Die Erkanntnus des Grundes macht, daß ein Gärt-ner um so viel weniger Imhum begehet / einer, kalten / >
warmen/feuchten o5er trocknen Grund mit Zueignungeines seiner Art angenehmen Saamens / bauet / damitso wol dem Saamen als der Erden geholffen / und kei-nes unnützlich mißbrauchet wird.
Wo Schlehen - Stauden angetroffen werdett / hatman sich ohnfehlbar eines guten Grundes zu getrösten /dann diese Gewächse sonst nirgends / als in einer frucht-baren Erden zu wachsen pflegen ; hingegen / wo gesal-tzene bittere Kräuter/als Wermuth und Buchsbaum/zu finden sind / ist es eine Anzeigung eines magern undschlechten Bodens.
Wo schöne fruchtbare Klee-Felder/schwartze mürbeErden/starcke vollkommene Kräuter/und hohe ästigeBaume sind/(wie allbereit im andern Theil des vier-ten Buchs angezeigt worden/auch ferner im folgendensiebenden Buch vermeldet werden solle ) dahin kanman einen trächtigen Kuchen-Garten / mit gewisserHoffnung eines glücklichen Ausgangs/ wol einrichten;die Missenschafft / Erfahrenheit und ein unverdrossenerFleiß / werden das übrige verrichten. In diesem Fallhat man von denen Mönchen / sonderlich in der Cappu-ciner- Franciscaner- und Carthäuser- Garten/ wie art-lich und Meisterlich sie ihre Gründe zurichten/ein Mo-dell und Form abzunehmen / dann weiln / sonderlich diearmen Bettel-Orden / sonst nichts eigenes haben dörs-fen/ als ihre Gärten/ befleissen sie sich desto mehr/ dersel-ben wol zugemessen / und bringen das zu wegen/durchabsonderliche gute Wartung.
Von vielen wird dieser Grund zu dem Garten be-quemlich gehalten/der ein Jahr vorhero/ehe ein andererSaamen hinein kommt / mit Kohl gebauet worden /dann er soll den Grund mürbe /und zu andern Früch-ten geschickt machen.
dx?« II?,
Vorbereitung der Drden.
Er Erden - Grund / ob er schon nicht nachWunsch wäre/ (wann er nur nahe am Hauße)kan durch Verbesserung und Mischung / her-
nach auch mit guter Wartung / Bedung - und Wässe-rung / zu recht und zu Nutzen gebracht werden ;wames aber Wiesen und Gras- reiche Oerter ohn e diß sind/