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Des Änlichen Laich und Feid-LebckG
dertundzuKletzen behalten werden; darzumagmanauch wol das rechte wildeHoltz-Obst gebrauchen/ undsind viele derMeynung/er daure desto langer/und glau-ben/ daß dervom Garten-Obst gepreßte Most nichtlangwürig sey.
AusdenTrebernkanmanfür das Gesinde / wannman Waffer daraufgeußt/ allermassen/ wie bey denenWein-Trebern gedacht/ einen Glauren zurichten/ unddennoch die Treber hernach den Schweinen fürgeben.
j Der^uckor des verteut1chtenFeldbaues/)oK.^ibaili
setzet/ daß manauch aus Schlehen leinen sonderbarenMost also machen kan:Man thue Schlehen in ein Fäß-lein/schütteWasserdarüber/und<chlage dasFäßlein ge-chäbe ;u/ und laß es eine Zeitlangalso liegen/ solcher seheeinem rauhenWein fast gleich an der Farbe und amGe-schmack/und sey einherzltcher Tranck/denDurst zu lö-schen.
DiesüssenAepM hatten theils für die besten/ Most
daraus zu machen/weil sie weder zumKochen/noch zum
Dörren/ so wol/als die andern/laugen.
Der^utkorcicstlclices laLsmjzzznc, welchereben der ist/ der den Französischen Gärtnerbeschrieben/meldetet». I cap. so daß der Preß-Mostin dem vondemWein-Most unterschieden sey/weil dieser jur erstenPresse das Beste /Her Obst-Most aber zum letzten vonsich gebe.
Er schreibt auch / daß man von Kirschen / Marillen/Pflaumen/Dörnlein/rothen Ribeseln/und andern der-gleichen/einen Tranc? machen könne/ der/ je edler dieFrucht sey / auch desto besser werde / halte aber wol da-für/er werde nicht lang bleiben/weil dergleichen Früchtezur Faulung gantz geneigt sind/daher er bald müsse aus-getrunken werden.
Brandtkvem aus Obst und CM.
Us dem meistenObst/was doch einen Safft hak/^^kan man einen Brandtwein brennen/ als Aepf-feln/ Birnen/Pflaumen/Kirschen/ Weichsel«/Dörnlein/ja gar aus den Schmelcken-oder Vogelbee-ren/sonderlich/wann^inAahr ist/ daß das Obst hauffigabfällt/und man sonst nichts damit thun kan/bevoraus/wann es noch nicht völlig zeitig ist/ man kan auch dieSchelffen von allem Obst/was man schalet/ darzu neh-men.
Von den Pftrsichen / wann siehäuffig wachsen undsehr faulen/kan man auch guten Brandtwein brennen/ohne/ daß man es am Geschmack ein wenig mercket;durch diß Mittel kan man alles Obst/ wanns gleich zufaulen anfängt/zu Nutzen bringen; das Obst aber muHvochero zcrmostelt / in ein ziemliches grosses stehendesFaß gethan/und Wasser darauf(doch nicht zu viel) ge-gossen werden/also muß es stehen bleiben 14. Tag/oderbißweilen länger/nachdem er an einem kühlen oder war-men Ort stehet/ biß er anfangt aufzugieren und sauer zuwerden / hernach wird er loiiro moclo in den Brandt-wein-Kessel eingelegt und ausgebrannt.
Man glaubt / wann das Obst zum Ausbrennen imwachsenden Monden geleesen wird / soll es besser undkräfftiger seyn / auch mehr Brandtwein geben. DasFeuer muß p-rLraclusAnfangs nicht zu starck seyn/undbedarff stetiger Aufsicht; weil er auch Anfangs sehr vielPki-Zmz mit sich führet/kan man ihn durch wiederhol,tel)iliiiistionrcai6ciren/ dadurcher zwar weniger/aber besser wird; dieTrebern kan man hernach an einemtrockenen Ort behalten/ und die Schweine damitfüt-tern.
Was im übrigen dabey in Obacht zu nehmen / kanman im ersten Theil diesesBuchs/vomWein-Brandt-Wein/sehen und thun.
Also kan man auch aus Aepffel-und Birnen-Mosteinen guten Essig machen / den man im Hause für dasGesinde und zumKochen sehr wol und nützlich brauchenkan.
Obst Essig anzusetzen: Nimm sünffthalbe Maas gu,ten Essig/ thue ihn in einen Hasen/ verdeck ihn gar wol/biß er anfängt zu sieden/hernach nimm eine gute Gauft
sen voll Wemstein/gestossen/chuees in den Essig/laß esetliche Sude thue/ geuß alsdann den siedenden Essig in<inFäßlein/ isermachswol/ daß keinDampffdavonmag/putteredas Fäßlein wol ab/ bißderEssig wol kaltwird/ laß ihn zwo Stund darinnen stehen/ geuß ihn so-dann wieder in den Hafen/laß ihn wieder ein baar Su,dethun/geuß es wieder also siedend in das Faßlcin/ undmachs wie vor/und dieses muß man dreymal nacheinan-der thun / wann man dann zum dritten-und letztenmaldenEssig aus demFäßlein geußt/so vermach dasFäßleingar wol/und laßes leeralso^-Stunden stehen/darnachnimm 10. Aechtring gar guten Essig / den fülle in dasleere Fäßlein / thue darein eine gu5e Hand voll Wein-Stein/eine Hand voll langen Pfeffer/ beedes gröblichezerstossen/ das Fäßlein gar wohl vermacht / daß keinDampffdavonmag/ undzu einer Wärme gesetzt/undallzeit über Tage bey z.Aechtring warmen Aepffel-Most daran gefüllt/biß es voll wird;ehe es aber gar vollwird / muß man vorhero nachfolgende Zeltlein hineinthun / 4 .Hand voll Weinstein/ z.Hand voll langenPfeffer / ein wenig zerstossen / nimm ein baar Handvoll Urheb/ misch den Weinstein und langen Pfefferdarein/ mache es mit einem gar guten Essig an/ machelänglichte Strützel oder Zettel daraus/ eines Fingersdick/backe sie auf einem Heerd/ oder in einem Back-O-fen/daß sie hart werden/und thue sie heisser in denEssig;man kan auch wol/ an statt des Obst-Mosts / warmenWein nehmen.
Brandtwein aus Aepffeln zu brennen: Nimm fauleund schlechte Aepffel/ stoß sie wie zum Aepffel-Most/nimm eines halben Laib Brods groß kermcntum. einUrheb/item eine Schüssel voll waitzene Kleyen/ rührs ineinem Schaff gar wol durcheinander / nimm ein war-mes WaM / nicht zu heiß / geuß es auf die Kleyen undUrheb/ in ein Stertin oder ziemlich-grosses Faß/rührs am Boden wieder um / alsdann schütt diegestos-senen Aepffel hinein in das Faß / man muß es aber nichtgar voll anschütten/sondern einer guten Spannen hochleer lassen / alsdann geußt man alsbald 2. Schussel! voll warmes Wasser daraus/ und lässets stehen / wanndie Aepffel gar faul sind/ vierzehen Tage/ wann si e aber
ziemlich