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Th. 1 (1716)
Entstehung
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590
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Des Aoelichen Kano-uno ^clo^ebens

^59^.

sie am längsten frisch/ legt man aber gar wolgedömeHolderbluhe dar^u/bekommen sie einen Muscmell-Ge-schmack.

Will mandie Kasten lang behalten/ lässet man sie inihren rauhen Hülsen/so bleiben sie länger frisch ; etliche

thunsherauö/und machensin Sand ein/etliche dörren

sie im Rauch auf Hurten/ dreschen sie hernach/ biß dieHaut und Schelffen miteinander abgeht/windenswiedas Korn/und heben sie also weiß und sauber auf/ohne/daß sie sorgen dörffen/ sie verderben/ biß wieder frischewachsen. ,

Die Mandeln/ wann sie aus der ersten Schelffen ge-nommen sind/ legt man oder z. Tage an die Sonne/daß sie austrocknen/darnach bringt mans wieder untersDach/rührt sie offt um/biß sie wol'ausdünsten/hernachwerden sie ausdie Bühnen gebracht/da sie etliFe Jahrbleiben/a.fo kan man auch ebenfalls mit denNüssen undHasel-Nüssen verfahren.

" Man kan auch eine Lege Weinbeer-Blätter in einenneuen Topffstreuen/und eine Lege Nuß darauf/ und al-so umwechseln/ biß das Geschin voll wird/ und wolver-bunden au einem kühlen/ doch trockenen Ort erhalten.

vinus ^emni U5 rächet/ wann man die Kästen frischerhalten wolle/ solle man Nüsse darunter mischen/ diehindern/daß sie nicht schimmlen. Nüß frisch zu behal-ten/nimmt man ein Faßlein/ legt am Boden etwan ei->nesGlieds tief/nassenSand/und dann die grünenNüs-se samt den Schalen/wie sie vomBaum kommen/in denSand gar tief aneinander gesteckt / biß der Boden be-deckt ist/und sprengt ein gesaltzenWasset/nur so viel ge-salzen/ daß mans merckt/ daraus/ daß der Sand gantznaß wird/und schüttet wiederSand darass/und wiederNüß/ biß das Faßlein voll wird/ alsdann wieder mitSand oben bedeckt / dann ziemlich viel Saltz-Wasierdaraufgegossen/das Fäßlein mit dem Boden vermachtund also stehen lassen

Was man frisch behalten will / das mag man imSand einmachen.

Ke> sehen über Winter frisch zu behalten/setzen etlichediese Kunst:Man laß ein Erlen-Holtz mit einem grossenBohrer ausbohren / thue reiffe Kirschen hinein/ undschlage zu beeden Seiren Zapssen also genau vor / daßiveder Lufft noch Wasser eindringen möge/ werffe es ineinen kühlen Bronnen / oder sonst in ein frisches Was-ser/ daß es wenigst ein Klaffter tiefund doch nicht völligam Boden lieqe/laß sie darinn bleiben/biß mitten in denWinter/sie sollen so schön bleiben/als wären sie erst vomBaum gebrochen.Auf diese An kan man auch Zwetsch-gen und dergleichen Stein-Obst/ wie auch Aepffel undBirnen/iu grössern Fässern wol eingeschlagen undver,wahrt halten.

Doch will , daß man in ein Fasse! nur einer-ley Sorten Aepffel/und nicht unterschiedliche/einlegensolle

^pulejus bey Lonkzntinoiv.lib. 10, vom Feldbauczp.i i.sagt:Man soll die wol-zeitiqen sauber abgebro-chenen Aepffel in Meer-Moß (vielleicht auch in ander

Moß oder Meß) wol einwickeln / und also in ein wde-!

nes Geschin legen/daß sie einander nicht anrühren/ u^'d ?

allzeit derMoß dazwischen sey/wol verbinden und ver>''machen/ und anein trocken/ kühl Ort setzen/ dakem 'Rauch oder übler Geruch hinkommen mag. Wo manaber den Moß nicht hat/soll man einen jedenAvffel son-derlich in ein klein Häfelein legen / verbinden/ und alsoverwahren.

Etliche bestreichen einen jeden Apssel insonderheit mitHassner-Doon/ trocknens und beHaltens also, icjcm

idicjem rclert: ScrvanturintcKra msla substratizj^liznucum foliiz, muitum cnim conlcrt ijztiz acl coloris ds).nitatem Kc ocjoriijucunciitalcm. Item,^^cmalia mzlgoptimLinseminibusscrvanrur. JteM/waNN MWdieAepffel in Gersten legt/so faulen sie nicht;wie dann auchdie Trauben in dem Saamen / als Hirs und andern/mögen erhalten werden / oder in wol-trocknen Säg-Spähnen von Tannen-Holtz. O. Daniel Becker setztin seiner Haus- Apotheck: So man Aepffel / sonderlichBorstörffer / in Holderblüh einwickelt/ oder damit be-deckt/ daß sie den Geruch und Geschmack / wieMusea-tell-Weinbeer bekommen. Birnen mag man in Säg-^-pähnen und dürren Feigen-Blättern und Nuß-Blättern erhalten.

Kutten lang zu behalten / soll mans in einen neuenHafen thun/den wol vermachen/ und in ein voll Wein-Faß thun/ so bleiben die Kütten frisch / und wird derWein fast wolgefchmack ;, diß wird sich aber in unsernFässern nicht prsLiciren lassen/weil man keinen so gros-sen Bail daran laßt / daß man einen Hafen durchbrin-gen sollt°.'.Sie sollen auch sehr lang in SägspähnenoderSpreuern könen erhalten werden/so wol auch/wann sie.m Laub eingewickelt/mit Haffner-Doon überzogen/ ander Sonnen getrocknet/ und also aufgehangen werden/biß man sie nach und nach bedarff/ so findet man sie sofrisch/ als ob sie erst von der Stauden kamen/ diß magman auch mit den Aepffeln thun. ?

Tue Mandeln / wann man sie in Spreuer legt/ blei-ben sie lang/ und lassen sich gern schälen.

Lolumciiswill/ daß dieFrüchre in gesottenem Wemoder Hönig mögen lang bleiben; ein wenig aber würdenichts austragen/ und viel wäre zu kostbar/ und also be-schwerlich/ müssen auch ohn allen Zweiffel die Aepffel ei,nen fremden Geschmack an sich nehmen.

Diese (wie etliche dafür halten) bleiben lang / wannman sie aufden Botzen und nicht aufden Stengel legt/in ein kühl oder trocken Zimmer/und nicht in einen Kel-ler/ weil sie darinnen/ wegen der salitrischen inwohnen-den Dünste / ihren guten Geschmack gern verliehren.Das verteutschte Buch (^r.LtcpbaniMd )ob.I.'!?u>livon dem Feldbau >ik. s. c. 47. sagt/daß nichts gewifferssey/ als wann man Aepffel und Birnen zwischen gutenFeld-Betten den gantzenWinter über liegen lässer.

francilcuigZcon in seiner tZis.oriZ nalurall.in seinemZ2O. kxpci-imcnto schreibet/ daß die Aepffel in Alchen> verdeckt / ihren auten Geschmack lans erhalten undMj bleiben

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