Vicrdten Buchö Anderer'Ä)eil/ Obst-Garten.
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lieber den ab-als zunehmenden Schem erwählen / weilinjenem die Feuchtigkeit geringer/ und in diesem häuffi-ger ist / aus welcher die Faulung entspringet/ so ich aberallein von demLager-Obst will verstanden haben/dann/was man zu Most/zuEsslg/juBrandtwein und derglei-chen braucht/halte ichs rathsamer im wachsendenMon-den/weil es Zweiffels ohne besser ergibt.
Insgemein zu reden/soll ein sorgfaltigerHauß-Vat-ter/in dieser und allen andern Wirthschafften/mehr desHimmels und Gewitters Güte/ als den Monden be-trachten/und wann trocken/ hell und schönes Wetter/und dieFrüchte in genugsameHeitigung sind/ohneVer-zug Hand anlegen/ und um 9. oder 10. Uhr / wann dieFrucht durch der Sonnen Warme wol von allen Ne-beln und Feuchtigkeiten der Nacht getrocknet ist / bißauf4.UhrNachmittag/dieFrüchtk abbrechen lassen.
Was nicht viel Safft hat/und etwas melbicht ist/sollman nicht gar zeiligen / sondern ein wenig grünlicht(wann nur die Kern schwartz sind) abnehmen lassen / sokan man alles Obst/ das frühe erstlich/ und das spatelangsamer einbringen. Die Bäume/ worausdas edleLager-Obst stehet/muß mannicht schütteln/ (welches indem Preß-Obst kein Bedencken hat) vielmehr ein
Stuck nach dem andern/mir samt dem Stengel daran/abnehmen/nicht drucken/anstossen oder wersien/ die gu-ten absonderlich sammlen/ und die maligen/ wurmigenund kleinen beyseits legen/und diese in das Preß-Hauö/jene aber auf die Bühnen bringen.
Alles Obst/ das man im Sommer langer behaltenwill /muß man lieberzu wenig/als zuviel/ zeitig ablee-sen/ das Winter-Obstaber/Aepffelund Birnen/ mußman so lang auf den Baum lassen/ (nach des Autors ci-l'lnüiuüion pour ies srtzrcs truiüicrs MeyNUNg) solang man kan/ ja/ bißzuEndedesOctobers/ und siehernach bey einem schönen trockenen Wetter einbrin-gen ; die Stiele müssen dem Obst/ das lang liegen soll/nicht abgerissen / sonderlich die Frucht wenig betastetwerden.
Die Aepffel /nach Herm Coleri Meynung/ bleibenlieber / wann sie bey kühlen trockenen Weiter einge-bracht werden/ sonderlich diese / die man in Fässer ein-schlagen will. ?t,eoptiraltu»hält dafür in Iib, äe rcm-porc.daß alles Lager-Obst/ so nach Mitternacht/ odervor der SonenAufgang/un abnehmendenMonden ge-brochen wird / als der keine Anlaß zur Faulung / oderVerlierung derKräfften gibt/ bleibe am allerlangsten.
Wie das Obstzu erhalten.
Ercklich viel/und zwar das meiste/liegt an denenZimmern/ Kammern/ Gewölbern oder Gema-chen/ worinn man dasObst behalten will/ daßsie trocken/ kühl und temperirt seyen/ wie meistentheilödiese sind/so gegen Niedergang und Norden sehen.
l'sngrs will auch/daß die Gemächer zur BehaltnusdesObsteö sollen finster seyn/darein weder Rauch nochsonst böser Geruch eindringen möge; dann / wie dieFeuchten und Wärme ein Ursach der Alteration / undder daraus-entstehenden Fäulung ist/ also widerstehendie widerwärtigen (Zuaiitäten/nemlich dieTröckneunddieKühle derselben/und können das Obst langwürig inseiner Güte conler viren. Weil aber die Erde meistensfeucht/ werden von Holtz, von Brettern und Läden ab-sonderliche Bühnen aufgerichtet/ die offt nach Mengedes Obsts/»/ und dreyfach obeinander stehen;die Büh-nen mag man nach Belieben machen / entweder soschmal/daß nur ein Haussen Obst geraumlich/ und alsonach der Lange daraufliegen mag/ daß man auf allenSeiten Platz habe herum zu gehen/ und beederfeits bißauf dieHelffte leicht mit derHand reichen möge/das fau-lende und verderbende Obst dahin schüttw/ und/so wolin der Mitten/ als an beeden langen Seiten/ oder viel-mehr um und um einen freyen Gang lassenmöge.
Ein anderer will/ damit das Winter-Obst langerwäre/ soll man dasselbe bey schönen Wetter sammlen/und in die Obst Kammer tragen/ aklwo man das besteund zarteste auf Bretter nebeneinander legt/das andereaber aufHaussen schüttet/und es also einenMonat langbey offenen Fenstern liegen lässet/ biß es verschwitzt/unddas Wasser von sich gegeben hat; wann es dann ver-schwitzt hat/ soll man alle Fenster beschließen / und sienicht mehr öffnen / biß alles Obst heraus ist / so baldaber die Kammer leer ist/ soll man sie wohl säubern/und alle Fenster öffnen / damit die Lufft den Obst - Ge-
ruch heraustreibe und hinwegnehme: die spaten gu-ten Birne soll man/ wann sie verschwitzt haben/undwohl trocken sind/ meine wohl verschlossene Kisten al-so legen/ daßkeinedie andere berühre/ man muß sieallein bey den Stielen fassen / damit sie nicht masicht 0-der schwartz werden, ^rilwtei-s bezeuget bey Larcla-no lid. 6. cicker. variet.daß dieFrüchte in einem auf-geblasenen Schlauch/ inllato utre langwürig bleibensollen.
Die Kütten lang zu erhalten/ sagt das/ournsi 6esLcsvsns^nni l6/s. fol. 169. soll man sie abnehmenum den Vollmonden des oöobrjs. bey schönen tro-ckenen Wetter / und die daran-klebönds Woll gantzwegwischen / und sie an einem trockenen Ort aufSand verwahren / wie auch Abraham Monting / ki.v.zu Gröningen bezeuget. i.surcnbcrZiu8 sagt in
ttorticultura: ^rZiük circumclati truüus, Lc rcpo-tili loco tcmzicrsto , non iacilö clsmnum l^ntiunt ,
its Ootoncs tutissimL lervantur Kütten zu erhal-ten / laß sie einen Sud im Wasser thun / leg sie /daß sie wohl trocken werden / hernach thue sie m einFäßlein / geuß Honig darüber / daß es darüber ge-he / verschlag das Fäßlein wohl und leg es in einem
Viele sind der Meynung/ man soll das Obst nichtaufStroh legen/sondern nur ausdie blosse Bühne/alsobleiben sie frischer / und nehmen von dem Stroh/ wannes feucht ist/ keinen bösen Geruch an sich / biß es anfängtzu gefrieren / bleiben sie am liebsten auf den truckenenKasten oderZimmern/wann aber dieGefrier in dieZim-mer einzugreiffen anfängt / muß mans in die Keller ausblosse Bühne bringen.
Wann man Aepffel und Birnen gleich vom Baumin kleine Fäßlein oder Schachteln legt / Hobel-^chei-tendarzuthut/ und an trockenen Orten hält/ bleiben
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