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Th. 1 (1716)
Entstehung
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581
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Vierdtc» BuchsÄ-chererThcil/Obst Garten.

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berArtzney zuvielen dienlich; davon die ^cck ci mögenconsuiiirt werden.

Die Nüsse ein gantzeö Jahr frisch zu behalten / thutmans wie^j. LcorZ. Müller in seinen O-Iir.izttortcnlibu8will)in ein Zucker-Glas und stellts in Kel-ler/ oder in einen Hafen/ und vergräbrs in die Erde/wann sie auch schon dürre sind/ und legt sie auf i o. oder12. Tage in ein fließendes Wasser/oder gibt ihnen sonsttäglich frisches WaM/ so werden sie gantz neu wieder-um/daß man sie schalen kan.

L-ilclan.cjc SubtilitZtLlib.I 5ol.274.schreibet/daßet-liche aus Erfahrenheit melden/ wann man ein Würm-ltin aus den Hasel-Nüssen mit Milch nähre / daß es zueiner unglaublichen Grosse erwachsen solle.

DieHaftl-Stauden tragen lieber aufHügeln/als inder Ebene/je mehr derStamm von denNeben-Schös-sen gsreiniget wird/je lieber tragen sie/und noch gedeyli-cher/wann man ihnen nicht gar zu viel Aesie lässet; keinMigesThi^ sollezu dieser Stauden annahen; in den

Weinbergen soll diß Gewächs nichr nützlich seyn; sind.harter Dauung/und meynen theils abergläubische Leu-re/daßsiein seidigen Jahr/ wannviel Haselnüsse mach-sen/v-el Hochzeiten werden sollen D>e«rltm Brossen'undQcmm» VcrnalLsvon denen Hc^el-Stauden ab-gebrochen/gedörzk und gepulvert/soll alle Wunden ausdem Grunde heilen.Zu Frankfurt am Mayn/imHeunJacobs cw Garren/stund vor diesen(v»eileicht auchnoch) ein Haselnuß-Baum/so hovb und so grch/ daß erviel grosse und starcle Eychen übertreffe» / und allen de<den/die ihn gesehen/ein rechtcsWunocr derNatur vor-gestellet hat/ seme völlige Höhe steiget auf 87. Werck-Schuhe / die Dicke des Slammel^s gleichet 4. mannli-chen Leibern/ der Stamm / biß zum Anfang der Aesie/hat z6. Werck-Schuhe/die übrige Höhe aber/von An-fang der Aeste/blß zum Gipffel/erreichet 15. Echuhzalsän. 1657. 1. zu FrancksurtjumRömi,

schen Kayser erwehletworden/yar Se-Ma/eslatelach-mal unter diesem Baum Tafel gehalten.

!on Werschen.

Je wilden Kerschen sind schier allerOrten so ge-mein/ daß sie fast überall wachsen/ und in ange-hender grossen ^ommer-Hitz den müden undmatten durstigen Mund / mit ihrer lieblichen süssenFeuchtigkeit/ erfreuen und erfrischen; und/ob auch die-ses nicht wäre / so sind doch ihre in allen Wäldern undFeldern zusammgesuchteWildlinge ein trefflicher Vor-theil für einen Gärtner/ daraufer allerhand Peltz-Ker-schen/ Spanische Weichsel» und Gundi peltzen undpsropffen kan/daraufsie nicht allein gerne bekleiden/son-dern auch viel grösser und dauerhafftiger bleiben/ alswann sie ihren eigenen Stammen wären eingem.pffetworden/ weil sie geschwind wachsen und gerne tragen;sie haben lieber Sand als Laim, feucht/als trocken; sindsehrvtelerley Arten in Ungarn und Oesterreich zu fin-den/ etliche gantz schwartz/ groß / langkcht/ mnwmdigbraun-roth und süß/theils auswendig hoch roch, theilskeib-farb und röthlicht/und inwendig weiß/ etliche aus-wendig gelb / theils sind weich und safftig / etliche habenein hartes/doch liebliches süsfesFieisch/die man Krämel-Kerschen Heisset/etliche sinvrund/etliche anglicht/erlichewie ein Hertz sormirt/etliche hangen wie Traublem bey-sammen/etliche sind so groß/daß sie einem schier das hal-be Maul füllen/ theils aber sind mittelmäßig.

Es ist noch eine Art mit doppelter Blühe / die dochmehr unter dieAmarellen zu rechnen/geben demGarrenmchrZierd/ als Nutzen/ darum sie/ wie auch die Psersi-chen/ mit gefüllter Blüh in den Kuchen oder Blumen-! Garten gesetzt werden/ sie tragen wenig/ und bißweilen! iwo Kirschen an einem Stiel/ sind sonst wolgeschmack/! müssen nur gepeltzt seyn.

DerKirsch-Baum wächst unter dem Stein-Obstam höchsten/also/daß er manchesmal demNuß Baumwenig nachgibt;daher wer ihn so hoch nicht haben will/kan ihm den Gipffel abnehmen / so breitet er sich schönaus/ und ist seine Frucht leichter zu bekommen/ die sonstnur den Vögeln zu theil wird; die jungen werden am

besten/im Herbst verseht; den jungen Bäumen mußdas erste und andere.Jahr die Blühe abgenommenwerden.

Sie können gepeltzt seyn aufvielerleyWeise/wie manwill/ aber etwas früher/ als das Ker»Obsi, sie mögenkalten Luffr wol erdulden / man pflantzr sie gern an dieGchäger und Zaune / die Dung »st ihnen zu wider undverderblich / dann sie werden davon wassersüchtig/ uni»die Rinden schälet sich vom Holtz/ also/ daß der Baumverderben muß.

Sw wollen auch mit dem Beschneiden/ so viel mög,lich/ verschonet seyn/ ausser/ daß man chnen mnwendigdas übrige unnütze Holy abnehmen mag. ^Knltopti.

.Vlsrret VI. O.sagl iN lictiZ ?bilos. K.SA. duc. ^Ntzl.tol.

; 65 .er habe es an dreyenKirschbäumen/die ihre Frucht! nie vollkommen gebracyt/ pcobirr: Er habe des einen> Wurtzen/etwan 14-Tage eher/als dieFrucht roth wor-den/encblöset/ und Morgens und Abends die Wurtzenmit einer Maas Wasser begossen / so sey die Frucht gutund vollkommen worden;die andern zween Bäume/de-nen dieser Fleiß nicht gebraucht worden/haben eine ver,dvrbene Frucht gebracht/ davon habe erum denemenBaum von diesen zweyen ein Gräbleingemacht/und siealso begossen/ wie den ersten/ innerhalb einer WochenFrist/sind die vorhin-gefaultenFrüchre gantz abgefallen/was aber noch nicht gantz verdorben / habe sich wiedererholt/ und sey vollkommen und schön worden / an demeinen aber sey keine einige Frucht zeitig worden. DieBauern und Wein-Hauer glauben / wie dieKirschenblühen und ansetzen/ also thue auch Wein und Rocken/und wann diese übel gerathen / sey es ein Vorbor/ daßwenig Wein und Korn zu hoffen sey.

Sonst wann man Ihn ja wohl warten will/mag mandie Erden herum wohl umHacken / und neuen gutenGrund darzu bringen/ das gedeyet ihm wohl/und trägtgerne davon; die Peltzung in den Kern ist für die Ker,schen diegemeinesteund btste / allein dieSweigemüssen

nicht