58o
De6 Adelichen Land - und Feld-Lebens
Die dürren Nuß-Kern an einen langen Drat ange-steckt/ brennen und leuchten / doch kan man den nichterkennen/ der dem Liecht nachgehet/ wie i^ter ^i.kowsk/clc kc aZrariä PZ0 87. bezeuget. Wann derNußbaum reichlich tragt / bedeutes ein reiches Ge-ttayd - Jahr; wann er viel Blatter und wenig Fruchthat/ das Widerspiel/ wie es auch VirZiiiuz Ub.iLcorzic. bezeuget.
cum se aux szlurimz s^Ivis
Incluet in korcm , 6c ramos curavit olsntez,Zi tu^cran:foetus,jislitcr trumenta'lcHuenlur»
^IsZnz^; cum mz^no vcnletl'riturz calore:
iiluxuiiZ lvüorumcxukersl umbi^a ,^squi'cczuZm pinoucs pA>c-e rci^Lt culmos.
Wann die grünenNuß-Schelffen gestoben/in Wassergeweicht/und also auf dieErden gegossen werden/sollenRegenwürmer darauswachsen/wieeben l'.^ücowz.
amgedachtenOrt/lo!- s48 .meldet.Die eingemach-ten Nüsse starcken den Magen/ befördern die Däuung/unddie ^enliru«. Huccus in ^edruario ^ racliciduspcr5oratiz<jcili!Isn8, pocls^ricos ciolorcsilliluz, sämiracuium Icnic. wie v. Jot). Joach. Bechtt m ksr-nsttoMeäic. f. 2 zz. bezeuget.
XUI.
Von Haselnüssen.
Aselnüsse sind mehrunter die Stauden als un-terdie Bäumezu rechnen/ daherman sie auchmeistentheils mdie Kuchen-und Kraut-Gär-ten auf die Oercer zusetzen pflegt/.oder Spalier dar-ausmacht/ wo sie mit ihren Schatten denen Ge-wächsen mcht viel Hindernusgebenckonnen;-sie wol-lene inen lüsstigen Ort / wo der .Wind die Nasse vomThau nndNegen bald abschütten und austrocknen kan/sonderlich/ wann sie blühen /. sonst.wird die Frucht da-von abfällig / wassericht und wurmicht; wiewol sie-anschattichtenOrten/ auchin feuchtenGründen undGra-den gleichfalls vorlieb nehmen müssen ^siesindwielerleySorten/ ohne die-Wilden/die in den Gehüttzen/ inden GeHägen und Gräben für sich selbst wachsen.
Die Lombardischen rochen und weissen sind-etwaslänglicht/nnd die runden/ kurtzen/ aber ziemlich « grosseSpanWen/ haben den vollkommensten Kern; diedaran Hangende Zapffen sindnicht ihre rechte Blühe /sondern in Auswärs an theils derausschlagenden Au-gen/finden sich vornen am Spitzlein subtile / kleine Zi-nvber -rothe Faserlein / kurtz undeng beysamm/ daßman wol suchen muß /ehe inans findet / und diese sinddie rechten Blühe; daraus wachscn hernach die viel-fältig zusamm gedruckte Haselnüsse.
Der ^vtor socolcriorum >1zturze 8c ^rli» Lcnt. 1.
?rop. zo. setzt/ daß die Hasel-Stauden diese Art habe/wann man ein Zaunschlüpffcrlein oderKöniglein dar-an stecke/ es auf eyserne Hacklein gelegt/.und ein lindesKohlfeuer darzu schiere/wann eserwarmeund erhitze/so ohngefehr in einer halben Viertel Stund geschiehet/so drähe es sich von sich selbst/ erstlich langsam/ hernachje langer je geschwinderem / und dis seyvon dem.Car-dinal in Gegenwarldes berühmten?..!<ircnc-ri zu Rom prvbirt worden; davon auch czrcjZsiusund Port, zu pkiloloptiiren pflegen / so aber hiehernicht gehörig.
einen schönen und wolgesormten , die in
den Garten eine sonderbare Lustbarkeit geben/wieman sie sonderlich zu Stetteidorffm Her:nGrafcn Ju--lii von Hardeck Garten/auch anderwärts/ sehen kan.
Nun alle Haftlnüß inüssen im Frühling zeitlich ge-steckt und eingelegt wnden/.sie wollen ein mictelmässi-ges/-mehr leicht als starckes/ mchr feucht als dürresErdreich können an allen hohen mW niedern/kalten undwarmen Orten bekleiden/ sie mögen zwar wol von dengegrubten/.oder auch bloß eingelegten Zweigen/ sichererabervon den .Neben-Sätzlingen fortgepflantzt werden;die grösten/die vollkommen und fettam Kern sind/ sinddie besten untauglichsten zum stecken/indem man auchden besten Nutzen dawn zu hoffen/ weil die schwerenund völligen am liebsten -von jederman verlangt undgekaufft werden/und man sie Psund-und Centner-wei-se amvähren kan ; diegesäeten müssen hernach umgesetzt seyn; theils wollen/ man soll sie einen Schuh tieffin die Erden legen / weil sie besser einwurtzen sollen .ichaber besorge / sie möchten also desto eher ersticken/undhalte es genug/ wann der Kern einen Halben Schuhoder eine Hand breit unter die Erden kommt- Manmuß das erste Jahr die Gruben nicht völlig ausfüllen/sondern halb.lähr lassen/ bis aufdas andere Jahr /wann die Schößling anfangen die Gruben zu überstei-gen / so werden sie vollends vergleicht. Die Neben-und Wasser-Schößling muß inan ihnen fleissig abräu-men/^sonst werden sie dardurch an der Fruchtbarkeitsehr verhindert. Wann die Stauden alt/und die NUewurmicht werden / nmß man die Stämme alle gantzabhacken/ daß sich derStockwiederverjünzere; ambesten aber ist.es/.weil sie imAlter garunfruchtbar wer-den/ wann sie etlich und 2O. Jahr gestanden/man thuesie gar weg/ und setze junge an ihre Stelle; oderwechs--le jährlich / daß man in einem Jahr nuretlicheKkGter/ und das andere wieder etliche Klaffter gar aus-
Etliche halten dafür / wann man die Haselstanden nchme und frische einlegeunter die Dachrinnen' oder Trauffen setzt / sollen sie Im Neumonden müssen sie jährlich umyehauettmdbesser wachsen und Frucht bringen/doch muß ihnen die die Brüt weggethan werden. Die an der SchelffenSonne und Lufft nicht gantz benommen seyn/daß die auswendig braunroth sind/hält man für die besten/fen-Winde die Feuchtigkeit abtrocknen können/sonst fallen derlich wann die Schelffen zart und dünn sind/ mansie gern ab/und werden wurmstichig. muß sie wol lassen zeitigen/ zween oder drey Tage an die j
Es finden sich noch emeZlrt der Haselnüß/dvch mehr - Sonne legen / hernach an einem trockenen Ort auf,mrZierd als zum Gebrauch/deren Kern den Haselnüs- ^ heben'sie bleiben viel Jahr/gleich den Mandeln. Mansen gantz ahnlich / aber nicht so gut zu essen sind/die da- sagt die Stauden und die Frucht haben eine sonderbarevon wachsenden Bäumlein machen/gleich einer Cedern > äntipalkizm mit den giffrigen Thieren/ sind auch i«
- ^!