Vierdtm Buchö Anvcrer ^l>ell/Obst^arten.
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gehabt/der schon auffünss Elen hoch worden/geblülx/und getragen hat- Zu Salaberg aber »m Hof-Gartenhaben sie zu meiner Zeit einen gehab:/ derdemgröstenEycheu-Baummchts nachgegeben; sind in den Gar-ten/ wann sie gegen Norden stehen/ und mit ihremSchatten mchtschaden/ eine feine Zierde / weil sie auchleichtlich und gerne wachsen.
Unter den guten Kästen sind die Maronen/jö ausItalien und Frankreich gebracht werden/ tue besten /geben gute Nahrung / machen aber l ^luz.utch brm-cMZU viel genossen / Kopffwehe; gebraten sind sie ge-simder / sind gut für das Brechen/ m allen Ruhren /zum Gedächmus / doch machen sie schweren Athem /muß also alles seine Maas haben. .
?. kirckcrus .schreibt in cbina iiklürstü: ErHabean dem Berg gesehen/an dem Ort/ den man
daher trc caltazne nennet/ wegen der dreyen daselbstsich befindenden unglaublichen grossen KastemBäu-men; sagt auch dabey / es sey znxrr ungemein / dochhabe iyn sein Führerdaselbst eine Rindeu eines Kästen-bauins gewiesen/ also groß und weit / daß von demHirten eine gantze Heevde Schaafe zu Nachts/als ineme Schaas-Hurden/Habe können verfchlosien und ver-wahret werden. Des Mstenbaums Schatten tst an-dern Gnväcksen verderblich / sein Holtz fault nicht/auch im Wasser; die Kästen werden am besten erhal-ten/ wann man Nuß-Laub darunter sprenget/ oderdarzwischen leget.
Vom Nuß -Baum.
Er Nussbaum ist ein gedultiger und dauerhaff-ter Baum/ achtet es nicht/ waun or schon (in-dem man sciiic Frucht von thm abnimmt) nut ^Tcangev gekiopfft wird/ ja man glaubt / er tragedavon desto lieber; er verachtet zwar keine Lufft und -keinen Grund / doch steht er Heber in solcher guten 'Erden/ wie sie dem Weihen bequemlich ist/ und erfor-dert nuttelmassigeLusst; sie werden gemeiniglich an dieWege und Strassen / ni die Thaler/ bey den Bachen/und an Orten/ wo man nichtsanders hnckauet/gesetzt/weil sie böse Nachbarn sind / und die angräntzendeuBaume/so wol nütihren Schatten/ als auch mit ih-re» großen Wurtzeln / beschädigen / darum sind sieauch in die Baum - Garten nicht (ohne etwann in dieEnde Mitternachtwärts) zu pfiantzen/weil ihr Schat-ten den andern verdrießlich tst/ursächeu denjenigenKopffwehe. die mtter ihren Äesten schlaffen,
Waim dieser Baum crfriett/ muß man alle erfrorneAefte abstümmeln/ oder besser,man stümmleden gan-tzen Baum/ so wird er sich wieder erholen. Je öfftereinRußbaum versetzt wird / je besser und dünnschali-gere Früchte bringt er.
Arckchist/was Herr Harsdörffer in Oeliriz Mz.
z6 schreibet:
Daß / als man aufeine Zeit zu Nürnberg im HerbstStück gegoßep./ sey ein Nußbaum/ welcher unfecne da-von gestanden/von der erwarmeten Erden also erhitzetworden/daß er angefangen zu grünen/und zu blühen;weil aber die Hitze nach etlichen Tagen /dadieStückaus dem Guß kommen/ausgehöret/ sey der Baum /durch die darauf eingefallene Kälte / verdorben.
Man glaubt / er habe eine sonderliche Feindschafft/mit dem Eichbaum / daß einer neben dem andern nichtgedeyen oder aufkommen mag; er wird gefäet wie dieMandeln und Pfersich/verachtet sonst nicht leicht einen !Stand/ wann er nur trocken und erhöhet ist. Man leg?die schönsten und vollkommensten Nüsse im Februario !oder Martio im feuchten Sand / biß sie auskeimen/hernach wann die Nacht-Fröste sich enden / steckt oderlegt mans sacht in die Erden / daß man das Keimleinnicht abdrucke / lässt sie also drey oder vier Jahr stehen/!versetzt sie hernach in eine gute mit Sand vermischteEr-den/ drey Schuh voneinander/und lasst sie daselbst ste,j
Heu / bis sie so dicke werden aks ein Hauenstiel;hernach/wann man sie an das Ort versetzt/ da sie bleiben sol-len/ (denn je öffter sie versetzt sind / je dünnschaligerwerden sie ) müsien die Gruden/ darein man sie ver-setzt/weit und tieff 24. oder mehr Schritt voneinanderseyn/damit sie des Sonnenscheins alle frey gemessen /und ihre Aeste ausbreiten mögen. Einen breiten Stein/oder eine dicke Scherben von einem starcken Hasen /soll man unter die Wurtzen l^en/ auf daß die Spitz-wurtz nicht tieff m die Erden abwärts eingreiffe/ son-dern daß sich die Wurtzen aufden Seiten ausbreiten /so werden dieselben Bäume desto fruchtbarer/Zweiffelsohne aus der Ursach/weil der Erden Grund selten tiefferals ztvo Spannen tiefgut/ fondern mchrentheils Sa-litrisch/ gesaltzen und unfruchtbar ist/ daraus / wo ihndie mittlere Wurtzen erreichet / nothwendig die böseuntüchtige Nahrung an sich ziehen / und dardurch denBaum ansemer Trachtigkeit verhindern muß; da hin-gegen wann man sie beschneidet/oder sonst tieffer ein-zugreiffen hindert/ die andern Wurtzen nothwendigin lupcikcic I crrs sich ausbreiten/und durch gutentauglichen Saffrauch den Baum zur Fruchtbarkeit be-fördern. Je grösser nun dieseSätzlmgesind/ je eherbringen sie Frucht / beschüttet man die Wurtzen mitAschen/ so bringet»die Nüsse dünne Schelffen. DieNüsse müssen wie Mandel aufgehoben und verwahretwerden.
Wann man bey Zeiten aus den Nüssen Oel macht/wird es bester/ aber weniger; wann sie aber woldun und abgelegen sind / wird mehr Oei/ aber nichtso gut.
DieNufibäumen-Bretter werden von den Schrei-nern und Tischlern zu allerhand Sachen nützlich ge-braucht. Es ist auch sonst an diesem Baum alles dien-lich und gut / davon mag man in dem Frantzösischen^iballi geteutschten Buch vom Feldbau / so i s^s.zu Straßburg gedruckt worden / weiter nachsehen.Sind gesund den schwachen Magen / wider Gifft undzum Halswehe/ sonderlich wann sie haib-zeitig in Zu-cker emgemachtwerden.
Für das Seitenwehe/ sagt ?anzrz, geben dieBauren zu trincken ein Gläslein voll frisches Nuß-Oel.
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