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Des Adciichen Land- und Fcld-Lcbenö
Durchlauffdamilcuriren will / muß sie vor dem Essengebrauchen.
Es ist noch eine Art von diesem Baum / der sonst inden Wäldern zu wachsen pfiegt/ tragt kleinere/ aberTraube»-weiß stehende Frucht; in Oesterreich heißt
man sie Arles- Beer / haben Kernlein / fast wie dieHoltz-Birn/ werden bißweilen aus den Waldern indie Gärten gesetzt / werden durch ihre Neben-Schössevermehret.
xxxvm.
Von Maul-Bemn.
Er Maulbeer-Baum hat zweyerley Gattun-gen/ der eineträgt weisse/ der andere,schwartzeFrucht; des weijsen Blatter gehören allein fürdie Seiden-Würm / dessen im zehenden Buch genug-sam soll gedacht werden; des schwachen aber/der die be-ste Frucht bringet/ soll an diesem Ort Meldung gesche-hemseine Wurtzel senckt sich nicht tief in dieErde/schwe-bel in supcrticic ^ciiuris,gleich dem Apffel-Baum; anstatt der Blüh hat er grüne wollichteSchoß imMayen;seine Frucht zeitigt gar ungleich/ vom)uiic>an/ bißünHerbst/nach und nach seine Beer austheilend; Fliegenund Mucken sind gewöhnlich in den Maulbeer-Bau-men / daher sie auch der anstössenden Wohnung destobeschwerlicher sind.
Der Maulbeer-Baum liebet die Wein-Reben/ willaber nicht gar zu langwürigeFeuchtigkeit Haben-Maul-beer-Bäume und Feigen wollen haben starcke feiste Er-dezaiieBaume Haben obersich gern trockens/und inwen-dig bey der Wurtzen etwas feuchtes Erdreich. Ein Astvon einem Maulbeer-Baum im Neumond abgebro-chen/und aufbehalten/ an den Arm gebunden/ verstelletdas Blut der Wunden/ Nasen/ Mund und goldnenAder. Holtzvom Maulbeer-und Lorbeer-Baum/ dür!aneinander gerieben/soll Feuer geben/ wie Mich. Knabin seinem Peltz Buch toi. 86. bezeuget.
Er treibt seine Augen im Frühling nie aus / biß alleI Kalte vorbey/ doch/ wann man ihn im fcdruario. imneuen Monden dünget / so treibet er eher aus. DerBaum hat ein hartes zähes Holtz / liebt guten seilenGrund/ doch mehr sandicht/ alslaimicht/ mehr feucht/alstrocken/und mittelmassige Lufft/müssen im Frühling-umgesetzt seyn/ weil sie grosses Marck haben/ darem dieKälte bald dringen kan/wachst gern nahe bey den Hau-sern / so wol Schirm vor den Winden und Ungewnterzu finden/als auch/weil ihn der kalchichteGrund nicht zuwider ist.
paii^ius will / man soll denen Maulbeer-BäumenimAnfang desWein-Monats zu derWurtzen räumen/denGrund aufheben/und srischeWein-Dröstern zu denWurtzen schütten/ weil/ seinem Vermeldten nach/ derWeinstock und Maulbeerbaum in guter Freundschafftmiteinander stehen; die Hüner werden davon fett; manmuß die Bäume von allen dürren Aesten wol saubern.
Wann ein Maulbeer-Baum nicht tragen will/ sollman ,hn gantz abstümmlen/ so schlagt er von neuen wie-der aus und bringt Frucht;man soll dieErde offt dabey/aber nicht tief umgraben/ darum tragt er auch am lieb-sten in den Kuchen-Garten ; wann er aber schier halb
verdorben ist/ soll man ihn nächst den Boden abhauen/so treibt er wieder junge Schoß/die kan man mit Erdendeckenundeinwurtzelnlassen / oder gruben; mankanauch einen schönen gerade!? Zweig/ einen in 2. Theil ge-schnitten/ und gehabezusamm-gcsügten/ mit Erden ge-füllten Hafen anhencken/ und also stehen lassen/ bißaemwurtzle; doch muß der Ast/ so weit er in den Hafenkommt/beschaben/ und der Hasen mit einer Stangen !wol befestet und angebunden werden/daß ihn derWindnichtbewege; diegailen Neben Schößling muß manihm abraumen, ausser eines oder zweyer/die gar von derWurtzen auswachsen/die mag mau beschütten und ver-setzen. Dieser Baum kommt vom Saamsn/ von derWurtzen und von eingesteckten Zweigen/darffnicht gc,peltzt seyn; doch/ wann du einen Baum hättest / dessen ^Frucht dir nicht beliebig ware/kanst du durch dasRöhr, ^lenundAeuglen leichtlich bessereFrucht darausimpffen/ ^wann er wol gedüngt / bespritzt und ausgeschnenel isi/tragt er desto lieber; wann man die zeitigen Maulbeerins Wasser legt/zerreibt/ und die Kernen ausklaubt/ imSchatten trocknet/kan mans an einen lüfftigenrempe-rirten Ort, biß in Frühling / zum Saamen behalten.Theils nehmen eineHand voll wol-zeitigeMaulbeercn/zerdrücken sie/und streichen sie an einen harenenSttick/so bleibet der kleine Saamen darein hencken / den läßtman abtrocknen/ legt ihn hernach in ein Bettlein/nichtso tief/ so gehen sie aus/ man kan sie nachmals umsetzen;wann mans im Sommer säet/müssen sie bey grosserHi,tze des Tags bedeckt und allein desNachts offen gelassenwerden / indem die Sonne den zarten Saamen baldausdorren würde/ diß muß man 7. oder 8. Tage comi.nuiren/biß man siehet/ daß sie ausgehen/ welches manaber bey denen im Frühling gesäeten/ nicht bedarff. >Es »st an diesem Baum alles zur Artzney dienlich/Frucht/Blatter/ Rinden und Wurtzen/wann man sienüchtern isset/öffnen sie den Leib/ widerstehender (.tw-leis,machen Lust zum Essen/löschen den Dmst/gedönt/stopffen sie/kühlen Lungen und Brust/ sindgut zurHu->sten/geben eine gute Labung in Fiebern; die mil Zuckereingemachten Maulbeern / oder der davon geMcneSafft/ dienet zur Mund-Fäule/ Zahn-GeschwärundHals-Wehe.
ttcrrcra sagt / die Blätter seyen gut wider gifftigerThiere Bisse/ der Safft/von den schwachen Maull'eer-baum-Blattern/bringe dieMähler aus/so vonOel her-komn en; die Blätter cum soiüs vius niZrs und rothcNFeigen in Bronnen-Wasser gesotten / und sich mitge-zwagen/machen schwartze Haar,