VmOten Buchs Anderer Theil/ Obst Garten.
man sich nur befleißet / etliche schöne Bim Kutten-Stauden zu haben / so kan man ja!)rlich von der Brütgenug Wildling überkommen/bevoraus/wann man sieetwas höher vorhermitErden beschüttet / daß sie ein-wurtzen können. weil auch die davon-eingelegtenZweig-lein Wurtzen kriegen. ^ ^ ^ ^
Her: Peter Gabriel sagt: Im starcken und feuchtenBoden gewinnen sie viel Holtz/ aber schlechte Fruchte;> hingegen im dürren/leicht und sandichten Boden/ wirddie Fruchtbesserund schön gefärbt / aber sie haben nichtso vielHoltz.
Die Kutten wollen offt umgegraben/auch offt begos-sen und bedunget seyn/ sonst tragen sie wenig. EinenLeim aus Kütten zu machen/ welcher zugleich einenGrund aufdie Blumen gibt: Nimm die Kern von einerKütten / weiche sie im Wasser Tag und Nachr / so hastdu einen subtilen Leim; diesen brauchen auch die Gold-Schmiede/wann sie Gold aufGold löthen wollen; da?mit mag man auch Buchstaben aufRosen/ Lilien / Ne-gelein/oder andere Blumen schreiben/ und darnach ver-golden.
Die Kutten-Stauden haben gern einen Ort / denWmden unterworffen / damit die Feuchtigkeit von ih-ren Blättern/und sonderlich wann sie blühen/desto bäl-der abgetrocknet werde; sie wachsen gern auf andereGattungen gepeltzet / nehmen auch fremde Zweige wil-lig an.
Her: 8erres sagt / wann man einen Zweig vonMeel-oder Weißdorn cie l'^ubespln bianc auf einenKutten-Stamm pelye/ so komme eine fremde Fruchtheraus/die er ^rlairoiw nennet/ sie sey klein/wie eine spitzigeBirn tormjrt/rothsärbig und herb amGeschmack/daher man sie allein in Zucker/Honig/ oder in Essig undSaltz/wie die Capern eingemacht/ essen kan.
Die besteZeit zu versetzen/ ist im Herbst um S GalliTag. Man soll sie brechen/wie alles Obst/bey schönen
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Wetter/im abnehmenden Monden;cheils wollen/mansolldenen abgebrochenen dn Wolle abwischen/ undautHurten nebeneinander an die Sonne legen / und ab-trocknen lassen.
Herz öL8crr-?8 will/man soll siean den Stauden las-sen/so lang es seyn kan / damit sie von den Reiffen be-rührt werben/so bleiben sie besser/und faulen weniger.
Unser Frauenzimmer aber ist einer andern Mey-nung/ und glauben / wann die Kutten gar zu gelb undüderzeitig sind/so werde das davon-emgemachteZucker-werck gelb und röthlich; wann man sie aber noch etwasgrünlicht von den Sträuchen abnehme / und also zumEinmachen brauche/ so werde alles schön weiß unddurchsichtig. Sie bleiben selten langer/ als biß Wey-nachten/ ausser / wann man sie imHirs oder Spreueroder in Honig legt/so bleiben sie länger: Item/wann siein unterschiedlichen kleinen Fasseln in gutes frischesWeinlager eingemacht / und wol verschlagen sind/ sieriechen wol etwas darnach / vergeht ihnen aber wiedervom Sieden / und können doch zum Einmachen ge-braucht werden. Ihr Geruch widerstehet dem Gisst/wie auch die davon-eingemachten (.'ontcÄc starckenden Magen/stopffen den Durch lau ff; sollen vornemlichden schwangern Weibern gesund sevn/und ihrerFruchtwol gedeyen; die grossen braucht man zum Kochen undEinmachen/ die kleinen reibt man und preßt einen edlenmit Zucker gesottenenTranck daraus/davon im drittenBuch Meldung geschehen. Diß muß man beobach-ten/daß man sie nichtzu dem andernObst in einGemachbringt/ihr starcker Geruch macht alles anders Obst eherfaulen.
Oioicon'cles sagt / die Kütten-Blühe sey gut widerdie Entzündungen der Augen. Wann dieser Bauman dürren Orten stehet / muß man ihm zu Zeiten/ beydürren/ heissen Wetter / mit Besprengung zu Hülfferommen.
XXXV!!.
Von den Efcheritzen-Bäumen/werden auch Spkyerling
und Spor-Aepffel genennt.
AScheritzen/ ob er wohl mehr in den Wald alsin den Garten gehörig ist/ ist er doch wegenseiner nicht-unangenehmen Frucht wohl zuzu-lassen/ hat seinen Namen von dem Eschen-Baum/ deine er an seinen Blättern fast ähnlich ist;sind zweyerley Geschlecht / eines trägt Frucht / dasandere nicht: theils sind rundlicht / und diese sind diebesten/ theils geformet als eine kleine Birne / ist einBaum der groß wird und hoch aufwachset/ hatgerne Berge und kühle Ort / wann sie nur feucht sind/wann er aber einen Standhat wie ein Apssel-Baum/und auch also gewartet wird / trägt er desto mehrFrucht. Man darffsie nicht peltzen / bekommet auchnicht gern/ nimmtauch keine Zweige an/ wegen sei-nes harten Holtzes/ und ist auch unnöthig/ weil sie oh-ne diß wohl gerathen. Man darffdie Frucht nicht zurvölligenZeitigung kommen lassen / gleichwie die Ne-ß>el; sie werden zum Essen tauglich/ wann man sie aufStroh legt.
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Hm cl- 5crrc» schreibt/wann man die Eschritzen un-zeitig abnimmt/ und an der Sonnen oder im Back-Ofen dörzt/ kan mans leicht/ unter das Traid gemischt/auf der Mühl mahlen lassen / dient zum Haus-Brod/undwannDorstunter dem Korn ist/ so benimmt ihmdiese Vermengung seine beste Würckung. Die Fruchtbleibt ohne d;ß nicht lang / wann sie einmal anfangenweich zu werden/ muß mans nacheinander essen/ odersie verderben und faulen / allerdings / wie die Nefpeln;sie haben eine aällnnZirende zusammenziehende Art/darum sie dienlich Mder allerley Bauch-Flüsse undDurchbruch. Die Blatter sind gut wider die Mund-Fäule/ die Frucht benimmt den Unlust zum Essen/ inUndauen/ und in der Ruhr/doch müssen siemassig/ alseine Artzney / und nicht als eine Speise gebraucht seyn/wie 6->icnuzweislich ermahnt; nimmt mans aber zuviel/so beschweren sie den Magen und machen Schleim;man soll sie nach-und nicht vor dem Essen gemessen/ wiedie Birn und alle andere ; wer aber den
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