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Th. 1 (1716)
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Des Adelichen Land - und Feld - Lebens

Salve-oder Rauten-Wasser (wann es kühl worden)besprengen/ so sollen sie davon umkommen.

Etliche/als Michael Knab und andere/ sagen -.Wannman von dürren Wermuth / Knobloch/ Rind,Hör,nern/ altem ^chuh-Leder/ Moßund gedörttemSca-biosen-Kraut ein Feuer anmacht/oder auf Kohlen legt/und die Bäume unterschiedlich damit bewuchert/ oderdas Feuer also anzündet / daß der Wind den Rauchin die Bäum treibet / und solches in und nach derBlüh - Zeit etlichmal thut / soll es die Rauppen ver-treiben ; wann man Schwefel darzu nimmt / sollman auch die May-Käfer damit verjagen/ oder gartodten können.

Item soll man für die Rauppen/ mitten im GartenKrebse aufhängen/oder sie achtTage imWassera» derSonnen gebaitzt/die Gewächs und Kräuter damit be-sessen ; Oder Lilien-Kraut im Wasser sieden / und dieBäume damit besprengen / und ist wol gethan/ daß /wie an etlichen Orten geschiehet/ die Obrigkeit im Jahrsonderbare Zeiten bestimmet/ und bey StraffbesiiM /die Rauppen - Brüt zu vertilgen und abzunehmen-Von den übrigen Ungeziefer soll im Fünssten Buchweiter Meldung geschehen.

Wider das Geflügel/ die das Obst abfressen/sollman / nach HennHarsdörffers Bericht im z/so'"I Delirier. ZVIatkcm, 8c?art. 8.czu-ek. 8.Knvb-

" loch-Häupter/ eines oder mehr/an des Baumes Aestehengen / so werde der scharsse Geruch den Lusst herumalfd erfüllen/ daß kein Vogel darzu kommen wird/ wc^ihnen dieser Geruch zu wider. .

Und gemeiniglich/ wann schon die Bäume fleissig ge-säubert werden/kommen doch dasselbige Jahr viel/bee-des Rauppen und Kraut-Würm/ wann es viel Zwie-faltern/ oder wie mans in Oesterreich nennet/Wein-saltern/im Frühling gibt/daher auch diesen fleissig nach-zutrachten / und wann sie zu Nachts aufden Garten-Kräutern / Jssopp und Kraut-Pflantzen (wie sie pfle-gen) sich niedersetzen / solche nach und nach umbringenlassen; dann von diesen/glaubt man/komt dasWürme-Geschmeiß her/ und ist auch diesem desto wahrschein-licher/ wer weiß wie die Seidenwürm zu Weinfaltern/aus diesem die Eyer/oder der Saamen/ und aus diesemwieder die Seidenwürm werden/davon hernach im ic>.Buch mit mehrerm soll gedacht/und diese wundcrseltza-me ivictamorpkosiz weiter ausgeführet werden.

Man hat eigne Wurm-Eysen darzu/ die man anStangen mccht/und damit dieNester abbricht und ab-gösset/ und'.vann man ja/ über alle gebrauchte Emsig-keit/ im Frühling hin und wieder aufden Bäumen nochjunge Nester findet/ muß man warten/bis ein Regenkommt/ oder Morgens/ so bald der Morgenstern aus-gehet/ (weil sie zu dieser Zeit vom Nacht-Frost oderNässe erstarret/ alle in den Nestern beysammen ligen)und sie alsdann folgends umbringen.

Der ^utor cics InkruÄions pour les arides frui-Äicrs sag-» / wann man um einen Baum grünenRocken/vderHolunder/ oder Attich-Zweige/ wie einGürtel/ bindet/ kein Wurm soll hinauskriechen. DieSpanische Mucken kan man bey feuchtem Regenwet-ter abschütteln und zertretten/ oder die Strauche mit