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Th. 1 (1716)
Entstehung
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568
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568 Des Adelichen Land

Spanischen Weichsel-Bäumen abzuwehren / und woihnen einmal an einem Ort einzunisten zugelassen wird/vermehren sie sich wunderbarer Weise/und hatte dafür/daß sie nichtweniger als die Bienen (aber demMen-j schen zu Schaden) ihre Lolom^ und Brüt aussenden/Kind aus einem Haussen in 2. oder z.Jahren/ io. oderj 12. werden können ; daher anfangs vorzubauen/ daßi man die unmüfsige Räuber nicht aufkommen lasse.

Man hat so mancherley Mittel vorgeschrieben/ diedoch theils abergläubisch/ theils hart zu pi-^ici^en /theils aber vergeblich sind / daß einHauö-Vatter fastnicht wissen kau/ was er zu^rwchlen / oder zuverwerf-fen; nichts desioweniger will ich etliche der glaubwür-digsten / tvie sie von berühmten Autoren und erfahrnenHauswirthen verzeichnet uiid prsÄic^rt worden / hie-bey zeichnen/ und hernach meine Meynung und Weise/selbige zu vertreiben/ mit wenigen anzeigen.

cio.umciia in seinem absonderlichen Buch von denBäumen/ so zu Ende seines Wercksvom Ackerbau an-gehangrist/im 14. Cap.will/man soll Feigbohnen mitWein-Drüsen zerstossen / und den Rebstock unten da-mit bestreichen/oder in Oel den Leim sieden/ und denStock unten damit schmieren/so kommen keine Anris-sen darauf.

Herr 8crrez en I^icu. 6. 27.wlll/ MÜN soll

des Baumes Stamm vier Finger über der Erden/mitOliven oder Nus - Oel herum salben / aus welchesKohlen-Staub/ gelte gleich von was Holtz es sey/ge-sireuet worden/ so werden keine hinauf steigen. Sonstsoll man sie auch von den Bäumen verbannen / mitOsen-Ruß/Aschen/Kohlen/Feil-Spänen von Eychen-Holtz/zusammen gemengt/oder jedes absonderlich ge-braucht / man kan unten den Baum ein wenig blossen /deren eins daraussstreuen/ diß werde dieAmeissen ent-weder todten / oder doch ferne jagen/so bald der ersteRegen darausfallt / und im Abgang dessen / könneinans begiessen/damit es die Krasst hinein flösse.

pctru-i ^surLmKcr^ius, UNd «Us ihm Hm WolssAlbrecht Stromer / lehren / daß man die Ameissen zuvertreiben / die Baume mit umgebogenen gewundenenStroh oder rauhen Beltz - Flecken umwinde/ darübersie nicht aufsteigen sollen; wie ungleichen / wann mandie Bäume mit einem Hadern in alt Baum Oel ein-gedunekt/ umwickelt. Etliche verbrennen Schnecken-Häuser zuAschen / streuen solche im Noviiumo, da sieblind seyn sollen / ausihre Haussen/ so sollen sie davonfliehen / und den Ort verlassen; Oder daß man unge-löschten Kalch oder Schwefel in ihre Haussen säe / undsie hernach mit Wasser besprühe. Man soll die Bäumim Frühling mit Wermuth-Wasser / oder jungenWermuth reiben / das soll mit seiner Bitterkeit weh-ren/ daß sie nicht aufsteigen.

Käyser ('onkasuinu» ?oZonstus spricht aus demviupkane lib. ). ca^,. 10. unter andern/ wann manetliche Ameissen aufeiner Glut zu Pulver brennt/ beyihren Nestern/ so sollen die andern alle fliehen, kcrra-rius aber bekennt / daß er dis Mittel osst gebraucht /so docb nichts geholssen; sagt aber dabey im Schertz:Die Römischen Ameissen möchten vielleicht hertzhassterseyn als die Griechischen/ und von ihren Landsmann8czevoia gelernet haben das Feuer verachten. Siefürchten sich trefflich für dem Fledermaus - Hertz; Itemdas Wiedhopssen-Hertz ; oder das Hertz von einer

und Feld - L ebens.

Nacht-Eulen/ ttem Kreiden und Zwiebel utitereimi»der klein geflossen / und auf die Ameiß- Haussen ge-streuet.

Nicht übel ist/wann man die Bäume fleissig Am-hackt/ und mit fetten Erdreich beschüttet/ so mögen dieAmeissen keine Nester hinein machen / dennsie trauendem neu-ausgeworssenen Erdreich nicht.

Her: Dümler sagt^ Im Frühling die Baume mWasengerieben/machet die Rinden am Skmmbit^ter/ und wehret den Ameissen.

Item nimm ungelöschten Kalchstein / so gros alsdreyManns-Fauste/ grabs in den Ameiß-Haussen /!und gieß Wasser darauf/ so brennt und zerfällt derStein/ und wird die meisten Ameissen verbrennen /oder doch vertreiben.

Zu welchen Früchten ist am besten/ man lasse beydem Hafner Circul-runde Canalen drähen/ und wann'sie trocken worden / schneidet mans mit einem Drat!voneinander / und last sie also brennen; hernach wer-!den solche beede Theil um den Baum gelegt/ die Riß!mit Letten oder Steinlein beschmiert/und hernach mitWasser gefüllt/ so kan keine darüber; sie müssen abernach der Peltzer Grösse und Meng/ an Größ undZMgerichtet seyn. Andere wollen/ man solle die Stämmemit Essig und Porcellana - Sasst bestreichen.

^Iisrlcs Llkennc und )can I.ibsut in ihrer KIsilonKuaiquc, wie sie/^nno I sy8. zu Straßburg ver-teutscht ist gedruckt worden/ setzen im z?o. Blat/daßman die Rindeam Stamme mit Rinds-Gallen/ odermitBrühe/darinnen Feigenbohnen gesotten sind/ rei-ben und schmieren soll/ oder mit Porcellana-Saffl;oder 5o>. 447. Man soll Säu-Mist zu den Wurhenschütten/der mit alten Menschen-Harn zertrieben sey.

?. ^uouiiin. s«gt: man soll ein grosses

Bein gebrauchen/ dessen Marck meistens heraus ge-nommen/ und sie bey die Ameiß-Haussen legen / sowerden sie hauffig einkriechen/diekanman insWasjeroder Feuer schütten; halte dafür/ man könne es mit ei-nem weit-ausgebohrten Holtz/ inwendig ein wenig ickHönig bestrlchen/ gleichermassen probiren.

Michael Knab in seinem k^ortipomoicyio psrtei.cap. 2s sagt untern andern:Man soll Leder-Lohewelches starck reucht/ oder Aschen rings um denBaum herum streuen / und alle drey Tage (wann esRegenwetter gibt) wiederholen / das sey ihnen sehrzuwider. Wann man nicht gar zu viel^BäumIeinhat/ kan man Gefäslein bey dem Hafner machen las-sen / wie erst erwehnet worden/ und die Junge Bäum-lein von diesem schädlichen Ungeziefer besreyen/ welchesonst/den sussenSasst und das Leben zugleich ausziehen/sie hingegen mit ihren scharffen Gisst gäntzlich verder-ben.

Der besten Künsten eine/ die ich unter andern befun-den habe/ ist die/ wann man junge Hühner in einer^teig/ die keinen Boden hat/ auf die Ameiß -Hauffen/zur Zeit/wann sie ihre Eyer haben / und wann feuchtund kühles Wetter ist/von einem Haussen zum andernsetzt / so fressen sie die Ameissen und Eyer/und also kainman sie nach und nach vertilgen.

Noch gewisser aber ist/ was ich selbst zu Rorbach mmeinem jungen Baum-Garten probirt habe/ dawa-ren Anfangs wol etliche hundert Haussen darinnen /

zwischen^