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gen / nahe bey dem Stamm oder Ast/ daran sie stehen/abgeschnitten werden/ damit diese bringen Herfür trag-bare Knospen/und solche Aestlein / womit dieBäumeam schönsten bekleidet werden. Wann man das Obstvon den Geländern abnimmt/ soll man der Birn Stielmitten mit einer Scheer abschneiden/ Pfersich undMa-rillen aber fem gemach mit der Hand abdrähen / damitman nicht zugleichdie andern belediget und mit hinwegnehme.
' DteFrantzosen machen auch ihreSpalier nach einerVkauren/die gegen Mittag stehet / und pflantzen die be-sten und edelsten Baume/ als , donckrc-lticn auch Pfersich und dergleichen/ und glauben/ daßihre Früchte die gemeine Baum-Früchte weit übertref-fen/ so wol an Grosse/ als an der Färb und Gsschmack/weildieMittags'Sonne von derMaurcn Gegenschlagund kL vcrbesation gleichsam verdoppelt wird. Derbeste Stand ist / wann die Sonne in ihrem Aufgangnach derZwerch durchscheinet/und dem gantzenMittag/bis auf zwey oder drey Uhr gegenwartig ist. Der näch-ste daran ist/ wann sie um 10. Uhr frühe beginnet dieSpalier anzublicken / bis zu ihrem Niedergang; dieMauer soll 12. oder iz. Schuh hoch seyn / muß vonKalchgemaur'etseyn/ weil sich das Ungeziefer gern indenLenn-Mauren aufhält: Dcr6utor,6el' inkmQionsiour I 8Zrbresi >uiticrs will /MM svll /waNN MNNMau-
ret/in dieMaurenSchaf-Beinem torws (Zuincunci,.vier oder fünffDaumen breit voneinander einlegen/daßsie nur einen Daumen lang heraus schauen/daran mandie Baume hernach hefften kan; die Erden muß gutund fruchtbar/und durch des Gärtners Fleiß zu diesemWerck gebessert seyn; an und neben derMaurcn machtman einen Graben acht Schuh breit/ und drey Schuhtief/ und an der Mauren wird diefer Graben (zu Ver-schonungdesFundamentS) Ksrpirt,wann manskönteein Jahr also ligen lassen/würde die Erde mercklich sichverbessern ; will man aber/damit die Mauren nicht solang entblößet bleibe/ nicht also lang warten/ mag manin dem Graben einen halben Schuh hock'abgelegenenTeich-oder Wasen-Koth anlegen/ dann die Fettigkeitder Erden dringt/von derSonnen-Strahlen gereitzet/gewöhnlich übersich zur Nahrung der Pflantzen / dar-auf thut man eine Lag von alten gefaulten Mist/ vierDaumen hoch/ oder einen halben Schuh / und daraufwieder eineLage von der besten Erden/die man amAuf-graben von der schlechtem hat abgesondert/ und diesedreyerley Erden werden hernach umgegraben/ und mirdem Grabscheid oder Hauen wol durcheinander ver-mengt ; wann dißgeschehen/ macht man wieder dreygleiche Lagen/wie itzt gedacht/bis derGraben voll wird/und ein wenig vor die andere Erden stehet / weil es sichdoch wiederseht.
Die Pflaumen/ Marillen und Pfersich / sollen dreyK-affter weit eines vor der andern stehen / weil sie sichsehr ausbreiten / die Birnen aber 15. Schuh/oderwe-mgstaufzweenKlaffter weit/masscn sie sich nicht so brei-ten ; die Löcher zu den Bäumen sollen z. oder 4. Schuhweit und einen Schuh tief seyn / damit sie alle Baum,Wurtzen beherbergen mögen; die Erde / damit sie ge-füllet wnd/muß mitalterDung/ oder doch gutem abge-legenem Erdreich vermischt/und theils unter/theils überdie Wurtzen gethan werden ; der Baum aber in dieGruben einen Fuß breit von derM'url'n undwan" die
ld-und Feld-Lebens
Grube gefüllt wird / muß man ihn biegen/ daß er über ^drey Daumen nicht von der Mauren stehe / die besten >Wurtzen kan man außerhalb gegen der Erden lencken /damit sie desto bessere Nahrung haben können.
Die Baume/ die man im Herbst setzt/ist besser/manwarre mit dem Abstutzen bis künfftigen Frühling/ sskan ihm die Kalte weniger beykommen/ und kommt dergantzeSafft in die Wurtzen; metsiemheils soll manalle Arten hinbringen / weniger Marillen undPfersi-chen/weil sie nicht lang dauren; die Pflaumen wlderste.hen leicht dem Wind / und mögen in gemeinen Gärtenschon Platz finden/weil sie auch ihre Wurtzen weit aus-strecken/ und die benachbarte Baume damit beunruhi-gen. Die in die Spalier gesetzte Birnbäume sollen aufKüttten-Stämmgepeltzt werden/ weil sie nichtso viclHoltz machen/und viel besser tragen / grosser und schö-ner Obst bringen/ auch ihre Wurtzen nicht so fern aus-strecken / (müssen aberBirncn-Kütten-Stämm seyn)die Birnen sind am besten/wann man sie daraufäugelt;will man aber die Mauer mitWildlingen besetzen (wel-ches doch lang und verdrießlich zugehet) muß man Bir-nen -Kutten-Stämmeis. Schuh voneinander einle-gen/und dazwischen einenPfersichbaum/die geschwindFrucht bringen/und die Mauren bekleiden / bisdieBir-nen-Peltzer auch herzu kommen/da mag man die Pfer-sich/ die ohne dis nicht lang bleiben/ hinweg thun; alsodie besten Küttenbäum daraufzu peltzen/ sind nicht dieAepssel und kleine Birnen-Kutten/ sonden die grossenBirn -Kütten / V5» eine schwärtzere nnd zärtcre Rindenhaben/bringen längere und grössere Früchte/ auch ist ihr^Laub länger und grösser als der andern/die wachftn fein'mit dem Zwcige/und bleiben in einerDicke/welches diealidern nicht thun/ sondern vom Zweig bald überwach-senwerden/und klein undsclMach bleiben.Die austrei-'bcnde Zweige muß man das Erste Jahr unbefchnitten^nach belieben/treiben lassen/ohne daß man die Zweige/nach und nach/ zu ihren künfftigen Form beugen mag;die Wurtzen mag man wegen der Mertzen-Wind/unddie Winter-Feuchten besser zu erhalten/ mit frischenMist auf einen halben Schuh hoch decken/ oder mitGras ohne Wurtzen oder Heu/das last auch dieSvm-mer - Hitze nicht so sehr eingreiffen; zu diesem Ende islauch sehr nützlich das grüne Wald-Farrenkraut daraufgelegt/ weil es auch dem Ungeziefer (wegen seiner Bit-terkeit) keinen Zugang gestattet; das andere Jahr musman anfangen die Bäume zu biegen/ und also zu be-schneiden/ daß sie kein unnöthiges Holtz haben/ und diebleibende alle in schöne un richtige Ordnung eingetheiltseyen. An die Mauren werden von etlichen Gerüste vonLatten angemacht mithöltzernen Nageln/ daran mandieSpalier binden und hefften möge/ die werden mitcysernen Hacken an die Mauer angeklammert/ daß siedenBoden nicht berühren und daher desto weniM fau,len; wo man nicht Kästen haben kan/ nimmt man Er,lenholtz / das vorlangst soll in Wasser gelegen seyn ;man muß anfangen/ erstlich die unterste Spalier einzu-richten / einen halben Schuh hoch über der Erden/damit der Baum von Jugend auf angewöhnet werde/seine Aeste zur Seiten der Spalier zu treiben ; wasunrecht wächst / soll man mit den Nageln abzwi>cken.
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