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Des Adelichen Land-und Feld-Lebens
Wann man sie zurichten will/muß man erstlich nachder eingerichteten Form/ Gruben machen/ ohngesehrzwey Schuh tieff und drey Schul) breit; lang vorher/ehe man die Bäume setzt/ohngefehr imHerbst/vordemWinter/im September oder Oetober/und sie also denWinter durch offen lassen / damit die Erde durch Son-ne/ Lusst und Regen/so wol im Grund als obe-nher/ ge-bessert und durchkocht werde.Den obersten Grund undWasen/als das Beste/muß man/ wie oben auch schonvermeldet/ absonderlich zusammen schlagen / und her-nach/wannman die Wildling setzt/vorher den Grund/aufvier Finger hoch/damit Unterbetten/ des WildlingsWurtz darauf setzen/ und wieder mit solcher guten Er-den zuHüllen; dis alles muß nach der Schnur gesche-hen/und müssen die Wildling ohngesehr anderthalbSchuh weit voneinander stehen/es sey derForm ge-rad/eckicht/ krumm oder in der Rundung / dabey denndas Augenmaß eines Verständigen das beste thun kan/den ausgesteckten Schnüren gleich und gereimt zufolgen.
! Die Wildling müssen nicht zu schwach/ sondern zuBeförderung desWercks/mittelmässig seyn; dieWild-Ang werden einen Schuh und dreyZoll ungefehr / überder Erden/so bald sie gesetzt sind/gleich abgeschnitten/ sowerden sie wieder neu und frifch Wtreiben / und destoi besset emwurtzen; man kan wol Stein-und KermObst!>mlteremander setzen/sujjer Feigen/ die das Schneiden!nicht erleiden/Haselnuß/die gar zu frech treiben/ undIW und Kästen/ die gar zu groß werden.
Bon Haselnüssen/ item von blau und weissen 8 v-rinZs.coiutcz, Johanns -undStaÄ)elbeeren/Him-sbeern/Wacholderbeern/ und allerley Farben Roseivmag man absonderliche Spalier und Gange svrmiren;Has erste Jal>r muß man sie fleissig umhauen/ jetten und' von allem Unkraut säubern; das andere Jahr hernach
werden sie gepchk/ und zugleich das Holtz/die Pfählerund die Latten dabey gesetzt/ an welche man die trei-bende Iweiglein binden/und nach ihremModell einrich»ten kan; diePfähle/die man zwischen denBaumlemein»theilt/ müssen so hoch seyn/ wie man die Spalier habenwill/ die müssen gantz gerade / von gleicher Oiüsl,- und>Hohe seyn/und dis alles muß man vorbereiten/ eher,man zum Peltzen anfängt/ damit man hernach nicht et-wan die Zweiglein aus Unvorsichtigkeit abstoße.
An die nach der Bau-Kunst starck und gleich auf-gerichtete Psahle/müßen die Latten/ die erste hatt o-berhalb der Peltzer/ und so fortan / in vier oder fünffReyhen bis in die Höhe/ in gleicher Abtheilung/ mitschwancken weidenen Rüchlein angebunden seyn;daran hernach die treibende Peltzer angehefftetmitlinden und weisen Weiden-Nüthlein nachihrerHö-he zu beyden Seiten gezogen / und gleich angewiesenwerden.
Das erste Jahr muß man mit dem Ausschnitt ge-waltsam und gesparig seyn; das andere Jahr kan manschon besser alles/was sich nicht nach der Latten schickenwill/ abstutzen.
Wann man die untersteReyhe mit denZweigen rechtund geschicklich austheilet/ kan man folgendes Jahr die^andere/und also nach und nach die übrigen desto leichter-ausfüllen/bis sie den Gübel erreichen/ alsdann stüm-meltman was darüber wachsen will/so wachsen sie bes-ser in die Dicke/und müssen jahrlich die neu -treibendcSchößling angebunden/und was unfuglich/abgeschnit-ten scyn/nur daß man kein Zweiglein breche; man darfhierin» den Mondenschein so genau nicht betrachten/'wann nur schön Wetter/ohne Wind und Kälte ist. DiePfahle sollen von Eychen oder Kasten geraden Stam-men seyn; die Spalier hat ihrer nur die ersten vier oderfünffJa hr vonnöthen/ unterdessen verstä rkten sich die
. » Bäum-