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Th. 1 (1716)
Entstehung
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548
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Des AdclichenLand- und Feld - Lebens.

c.?. xvm.

. .?-^,,...,^^M»umcd>-Ni>tt>ranstch/dali, di-Bäum-«erschtundabg-sonderthchen«Bi />aßsi<!

a>sost-ckm/b.ßaufd-nChr>!i-Ab.»d/da.n-ch>umA»l

«i^wugemmm^/i ^ ^.. ^ - - Bäumen/beschneide sie wol un zeuch die

setzt sie in die Erde / also/ daß man das untere Theilaufeinen frischen feuchten/mit Küh-Koht vermiscblenLaimstellet/und HaberundGersten herum säet/und dieGru-ben nachmals zufüllt/ und wol vertritt/ obenauf aberauch einen laimichten/ feuchten/ umgekehrten Wasenschlagt/ so bewurtzelt sich solcher Zweig/ und treibt obenaus. Aufdiese Weise kan man Feigen/ Rosen/Awffel/Nespeln/Kirschen/Maulbeer/ und sonderlich dle Bäu-me/die Marck m sich haben/fortpflantzen.

MichaelKnab in seinem ttonipoinol-Zio. im erstenTheilcap. -7. erzehlet dieses folgende Stücklein / daßeinBaum dasandereJahrKrucht tragen solle:Eswirdein schöner junger Ast/eines Hauen-Stiels dick/ der ge-schlachte Rinden und nicht so viel Neben-Aestlein hat/von einem fruchtbaren Apffe!-Baum erwählet/und bißauf die oberste Gipffel ausgeschneittet/im Herbst im ab-nehmendenMonben/undwird umen dieäussereRinden

Hasen unten am Boden mit einem Loch gestoßen/oder/daß man einem Haffner einen gedreheten Topff/ mitei-nemDrat voneinander geschnitten/brennen lasse/solchezweymal um denAst binde/mit gutemErdreich und kur-zen Mist ausfülle undverwahre / und folgenden Früh,ling vom Baum mit einer Sägen abschneide/und in ein^utErdreich setze/derbringt/wo nicht dsö erste/doch dasandere Jahr Frücht. Item/nimmt man im Herbst vonemerWeyden oderBuchen einen geschlachtenStamm/so lang man wilkz.oder 4-Schuh lang,kürtzer oder lan-ger/darein werden mit einem Nabinger eines Schuhs/oder 8. Zoll lang voneinander / Löcher durchgebohrt /darnach nimmt man von 5,-.'schlachten Obst Bäumengerade Aeste/ die just in die Löcher gehen / die schneidetman aus/ nimmt die Rinden unten hinweg/ so dick undso weit sie in die Buchen oderWeyden gehen/und stecktfiein dieLöcher / und setzt sie also in ein gutes Erreich /ubersJahrgräbt manö wiederum aus/sagt den Stockzwischen denStammlein voneinander/lasset jedes TheilStock bey sememZweiglem/und versetzt sie also/t vohinman will.

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?ouumen/oe^chne!velie wol un zeuch die weydenenSwcken heraus/ hingegen stecke die Aeste in die Löcher/ Wdas Erdrekh zu/so bekleiden sie/und werden fruchtbar.

Oder/ nimm im Mertzen einen frischen Buchen-Asi/einesMannsArm dick/und bohrediesenüderzwerchmicallerley Näbingernoder Bohrern / groß und kleine Lö-cher/biß aufdie unterste Rinden/oder gar hindurch/undnimm hernach vonBirn-und Aepffel Bäumen Zwei-ge/so groß und klein/ als sie sich in dieLocher fügen/ dar-nach verwahr dieBuchen mit denZweigen oderAesien/in einem guten Erdreich eingelegt / doch kaum einerSpanne tief/ die Aeste sollt du zuvor stümmeln / daß sienicht Blüheauswerffen/ darnach in dem andern Mer,tzen/grabe sie mir denAesten aus/zerschneide sie mit einerSägen / und ein jedes besonders abgeschnittene Blochmit seinem Zweig/sollt du in ein gutesErdreich setzen/so

bekommen sie bald Früchte. Oder/beschab einen alten

l.,6 auf dasGrüne,einer Spannen lang/abge;wmmen/'Baum-Ast/ welcher ley Art du nM/ von der Rinden/mit einem svitziaen Messer wol gepickt / daran ein! von aussen/btß aufdas Grüne/eine Spanne lang/oderod.rnmememMtzM -/ .n. k.irtzer/diß soll geschehen im Herbst/ ,m Abnehmen des

Monds/bestreich ihn mit Küh-Mist und Erdreich/ undumwind ihn mit Bast/darnach im Mertzen, wann manBäume zu setzen pflegt / so schneid den Ast von deinBaum/und setz ihn ins Erdre'.ch;oder/nimm einenZuberoder grossen Topff/und ziehe einen amBaum stehendenAst im Herbst (wann dieVlätterab.sallen )dadurch/beydem Loch/das du zuvor nach ?ropon>on der Grösse desAsts must hinein machen/ pecke und zerstich den Ast miteinem Messer/ so weit er im Topffstehet / thue Erdreichhinein/und bewässere ihn üb<?r 8- Tage/ im Mertzen dar-nach schneid ihn vom Baum / zerschlag den Topff/undsetz chn in die Erde.

Item/reiß imWinttr einen ziemlichen dickenAst voneinemBaum/von oben Herabwarts/also/daß einStuckvom alten Holtz an dem Ast hängen bleibe/ und es schierwie ein Menschen-Fuß aussehe / diesen Fuß zerstich al-lenthalben mit einem Nagel/und setz ihn ohngeschr einehalbe Elen tief in die Erde.Diese von denen Alten gege-bene (^llnoktäten/ hab ich nicht hergesetzt/daß viel dar-,auf zu halten wäre/ sonderlich/wo Lupci-ttincmen undt>d ^mimmweyden ?Stcckcn/großund kleinste du! Tagwählereyen mit umerlauffen / daher habe ich auch^^enwillt /ftoß sie am allerHeiligen -Abend im in gu-1 vielandere dergleichen Brod-lose Künste mit Fleiß Wtes Erdreich/und setze einen von dem andern/ so vieit du! terlassen undubergangm.

Von den Instrumenten die zum Peltzen gehören.

^M-stellteGärten unfleissgeHaus-Vätter ! kan;da ist erstlich darir.nen ein subtiles/doch sehr Ms-.. ftsHand.Saqlem/dicMi>d!mnnk...tt^»

fes Hand-Säglem/die Wildling abzusagen; zum an-dern/grosse und kleine/ gerade und krumme/ doch alleöwolgescharffte Messer / Stämm-Eisen/ breiter lwdschmäler/ damit man den gespaltenen Stamm vonein-ander zwingt/ wiewol man auch Keu l oder Zwickel da-bey hat von Helffenbein oder Buxbaum/ und andernharten Holtz/ die tauglicher darzu gehalten werden.

Eben aus dieser Materi hat man auch Pfropff-Bcmoder Peltz-Höltzer/ damit man die Rinden von dem

Stamm

!sind/da hat man gantzePeltz-Zeuge beysammenin einer breiten Scheiden/darinnen allee> zu fin-den / was zum Peltzen gehörig/ und nothwendig darzugebraucht wird'; die Scheiden werden schier aus die Artformirt/wiedieBinderzu tragen pflegen ; und warensonderlich die Wiedmäusser/so sich in Ungarn hin-undwieder besanden/tresslicheMeister/solche zu verfertigen/daß man einen solchen Peltz Zeug / wann er sauber ge-?halten wird/viel Zahr lcuig zu diesem Dienst anwenden