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Des Adelichen Land- und Feld-Lebenö
vermählen kan/von dem P«ltz Wax/wie es auf allerleyWeise zu machen / und wie ichs zugerichtet und gut be-funden/solle hernach absonderlicheAnregung geschehen.Viel thun gar eineweydene breite Rinden darüber miteinem Löchlein/dadurch das Aeuglein desto freyer ausse-hen mag/ so auch nicht zu verachten ; wann das Aeug-lein anfängt zu wachsen / sodann muß der Stamm/darauf man diese Peltzung verrichtet hat/z.zwerch Fin-ger oberhalb des Augs abgeschnitten/ und der Schnittmit einem Messer geglättet und mit Peltz-Wax verstri-chen werden.
Etliche lassen den obern Stamm bißgegen den Aus-wärts stehen/und wann sie dann sehen/daß ihrAeugleinwol treibt/gipsseln sie denPeltzer erst oben an.
Ausdiese Weise kan man alle Bäume/ so die andernPeltz-Arten nicht annehmen/sortbringen/alsNüß/Kä-sien/Dörnlein/oder.Co:nel/Mauibeer/MariIien/Spa-nische Weichsel/Peltz-Kirschen/Amarcllen/ auch unter-schiedlicher Farben Rosen aufeineSmuden/item/Po-
merantzen/ Citronen/ Limonien/ und dergleichen Aeug-lein/so verdirbtauch der Stamm nicht dadurch/ wanngleich das Aeuglein abstehet/wie bey andernPeltzensichofft zuträgt; so kan man auch auf grossen Vmmien/auf einem jeden zarten Ast/ ein besonders Zleugkin em«setzen.
Wann man in der Peltz Schul Bäum äuglen will/oder aucl) röhrlen/ müssen sie vorher eines Daumv hochüber der Erden abgeschnitten werden/ damit sie wiederfrische Schößling treiben/indem auf dieselben diese 5Wbeit verrichtet werden solle.
Zum Beschluß sagt?Fcrrsr!us lib.z.csp.y.Scniumlunarc recennor amst !nocul<iüc> , Lcnclcemvnon luxuristjuvcnüitcrin sroncjcs, 5cci pc-racjolclccntiam vclut senilis liXrcs ^»rucisnliToomis exubcrZl,pcr^ucs^6cris6a nns miiclum siroti,citAcnitsIi^ertili^uc iucco ia szriorsm soliorum muv-jcmcjlle xsrcm« iacitato»
XVI.
Vom Mhrjen.
Zese Wissenschafft ist denAltsnunbewust/evstzu unsern Zeiten aufkommen / dabey muß dieGleichheit und Grösse - Ubereinstimimmg desAweigleins/das man abziehen/und desZweigleins/ dasman anziehen will/ am meisten thun / es geschickt auchum dieZeit/wannmandasAeuglen anstellt/vorJohan--ni/oder auch später.
Hen Dumler will/ es geschehe am füglichsten/ wannder Tag wieder beginne abzunehmen / und die Paumeallbereit neue Schoß getrieben/welches allzeit nach^ok.Laptitt- zu geschehen pfleget.
Der Zweig muß frisch und gewächsig seyn / den manabziehen und abröhrlen will/dieBlatter nimnUmanab/und zween oder 3. zwerch Finger-lang/ schneidet mandas Zweiglein ab/ man muß es mit den Fingern/ dochsacht und aufsichtig reiben und drehen / damit sich dieSchelffenvondemHoltz/und die daran-klebendeAeug-lein/mit samt demGröylein/gemach abledigm/die Rin-de muß nicht hin und wieder/sondern allzeit auf ein Ortgedrehet seyn/bißsie loß wird und sich ledig mache.
Wann man mercket / daß sich die Rinden abledigt/muß man erst subtil die Aeuglein abdrucken/losmachen/und alfo dasPfeifiein am dünnesten Ort abziehen;wann
dasangefirerffteRöhrlem / M-besserer Verwahrung;alsdann/wieHerz^KaZoriu^will/ soll die abgezogmeRinde untenher an den Pfeifiein nicht durchaus dem-selbess gleich/sondern etwas höher abgehauen/das obereblosse Theil aber hinab/biß an das Röhrlein geschoben/und etwan zween Zoll breit oberhalb desselbigen abge-schnitten/auch an beeden Orten mit Peltz-Wax sauberVerstrichen werden, damit kein Wasserdarzu komme;endlich sollen/zuVeschinnung wider derSonenHitz/o-ben an derSpitz breiteBlätter gesteckt werden/daß dasangeröhrtePftifleinSchatten habe/und also denSafflbequsmlicher in sich saugen möge; man verbindet auchwol mit einem linden Hadern; wann nach dem angezo-genen Röhrlein/ sich oben ein weisser Sasst sehen lässet/ists eine gute ?lnzeigung / daß siHch wohl miteinandervereinigen werden.
Der fürnehmste Ort desRöhrleins/soll gleichermas-sen/wie das Aeuglein/gegen Orient seyn; es müssen bei-de Aestloin / die man darzu braucht / dasselbe Jahr erstgeschossct haben/ so geräth eS am besten/ vorheroab?niüssen dem Bäumlem/ darauf man röhrlen will/ alleandere Aeste/ ausser die man brauchen will/abaenomenseyn EtlHe haben gewollt/das neue Röhrlein müW
dasRöhrlein löchricht ist/istsein Zeichen/daßdasAeug- seinem Aestlein also angezogen werden/ daßdie Augenlein nicht dabey/und ist unnütz zu gebrauchen. ! an der Rmde/welcheunten eine Hole undGrübleinha-
Hernach/oder vorhero/ oder gleich entzwischen/ daß ben/eben aufdie Oerter des Stämmleins eintreffen/da
beede Arbeiten zugleich durch zweene verrichtet werden/muß an einem ausgesehenen und zugerichteten Zweig-lein / an einem andern Weidling in gleicherLange/ dieRinde weggenommen seyn/ doch also/ daß die Rindedaran nicht abgeschnitten / sondern in z. oder 4. herab-hangende Theil also gelassen werde/ alsdann steckt manohn Verzug das abgezogene/ unverletzte Pfeiflein oderRöhrlein aufdasgesMte Aestlein / muß aber alsobaldgeschehen/ sonst wird es nicht gerathen; diean den ge-schälten Aestlein zurück-Hangende und in z. oder 4.Riemlein abgetheilte Rinden / zieht man hernach über
seine vorigeÄugen gestanden/nachdem das Stammleinetwas erhaben/ und durch kleine Geschwulst Anzeigunggibt/ wo das Auge gewesen; unddiß haben ixe AltenInoculztioncm genennet/ von wegen der Aeuglein/ öa«durch die neu angezogeneRinden erspriesset; aber dieErfahrung gibt/ daß man dieses Fleisses nicht bedarff/auch schier unmöglich ist / und ist genugsam/ wann nurdas Röhrlein genau angehet/und nicht börstet,und daß
die AeugleinamangelegtenRöhrleinübersich gewendet
werden.