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Des Adelichen Landend Feld-Leben6
man e nen ^ ten Vor-Eltern d.eKäume nicht mit solcher Treu und
wissen,dann/Unft g ^ ^ ^ . ^ ^ „nlEvfer uud Eyftr ausgebracht/und uns Übertassen hätten/wir dieses
beyzeiten fürkommt/durchfleissigeWartung nichts ver-saumet/hingegekaner emenGnrtendatdzuGrund rich-ten/daß er gleichsam noch in der Wiegen ersticke/ wanneruntüchtige/verstandene/verwimmerte/geringeWild-linge/die fthlechte/vderwolgcr nm grobe Stempen/anstatt der Wurtzen haben / oder setzt sie ohngefthr/ derGrund sey wie er wolle / ausgerathwoi hm/macht dieGrubennicht drei! gcnug/bringtwederDung noch gu-te Erde darzu/hilfft weder mit einbinden/ noch Begies-scn/nochUmhaueMeltzt gleich/so bald sie eingesetzt wor^
nen seibst/ sondern auch ihren Nachkommen damit die,nen wollen/sollen wir billig ihren rühmlichen und gutenExempeln nachfolgen / auch der froinmen Nach-WeltUrsach geben/ daß sie unserer Gedächtnus mit Seegenund Wolgefallen sich erinnern / indem es auf allerleyWei.se dem Nächsten zu dienen/ befohlen ist/sonderlich/wann wir schon in der Erden vermodert sind/ daß dieNachkommen unsers Fleisses/auch nach unserm Tode/gemessen können. Daher soll sichrer Gärmer/souder,lich/ wo viel und edel Obst/ oder gute Gelegenheit ist/
dm/daraus/läßlWürmer/Dhthöhlen/Ameiftn/Mau-^ nuhrzu pflanzn/ befleissen/ in dieftrWissenschafflsichcken darinnen Haussen/wie sie wollen/ so wirdder Gar-. vollkommen und wol erfahrenzu machen / weil er ihmten ein spates/oder wol gar kein Wachsthum/ er gerin-! selbst gryssenNutzen und Ruhm damitschaffen/undsichcjenDanck/ und seine Henschafft / an statt vechofften > bey seiner Herschafft billig beliebt machen kan;Jch willNutzens /nur Schaden und Unlust davon haben. Er ihm aber keinsandereRegelnvorschreiben/alSdteerausmuß auch die Natur undGgenschaffi einer und der an- diesem Bericht/ oder andern guten Büchern / erlernendem Frucht/was feucht odertrocken/ mager,oder fettes wird/wie und auf welche Weise/zu was Zeiten er mit ei-Erdreich vertragen kan / auch wann/ und wie jedes ge- ^ nein un dem andern verfahren soll/uv wie er sehen wird/schicklich einzurichten/wolwissen. ^ daß es in einem oder dem andern wolbestellten Bam-
Weiln nun sehrwmigLeute sinö/diedas köstliche edle > Garten in Wer Nachbarschafft gehalten werde,
Bonden Wildlingen.
5>N-deu mMen Qrton/ws inanGärten hat/wer,den die Wildlinge von allerhand wilden Obst/
die man in den Waidern / Gebürgen / Wiesen
und Auen/Hin^und wieder findet/ ja gar die Beyschöß-»linge/' dieneben den alten Bäumen aiis der Wurtzelwachsen/zusammen gesucht/ausgegraben oder erkaufft/undl7rack6 im Garten an daLjenige-Ortgesetzet/ wosiezwischen den alten Bäumen bleiben/und hernach/wannsie emgewurtzelt/abgepeltzt werden sollemso hat doch einsorgfältiger Haus-Vacrer sich vornemiich zu hüten:i. Daß er die Wildlmg/sie seyen so schön und früchtig/als sie immer wollen/Nicht gleich Liuerdie grossen/altenBäume einsetzen solle/weil ihnen nicht allein die/von dengrossen überl^ngendenl-lestett /iN 'Und nach demRegenabfallende Tropffen/sondern auch die^onne undsreyeLufft(welche sie unverhinderr geniessen sollen) aufgehal-ten/gchemmet/ und mit verdrießlichen Schatten gepla-get/ wie nicht weniger die starcken Wurtzen der grcOnBäume/ dem kleinenWildling alle Nahrung wegneh-men/ nnddiesen keinen Platz lassen/ damitsie sich nachihrer Nolhdurfft ausbreiten könnten/ daher werden siean denEinwurtzeln also vechmdert/daßsie gezwungenerWeise/ klein und elend verbleiben müssen; und weil siekünssrig denen ausi'.epfropfften Zweigen wenig.guteNährung mitzutheilen vermögen/ bleibt eines mit demandern stecken / und hat sichrer Gättner keines Vor-theils davon zu getrösten/ daher am besten/ daß man dieWildlinge allein an ein besonders wol-umgegrabenes.undittgerichteteki Ort fetze / damitSe Sonn undLufftfrey haben /und ihreWurtzen sich in dem Grunde leicht-lich ausbreiten mögen.
-.Hateiner/derWildlingkauffemvill/achtzüchäben/aufdieRinden/daßsie glatt/nicht grob/müsig/hartundungeschlacht sey / indem dasZweiglein mir solchenvn-gleichen starcken Holtzsich nicht wol vereinigen kan/ sosind auch theils Wildling/ wie die Zwergen unter denMenschen/ die sich weder in die Höhe/ noch indie Dickegeben können/sondern also verputzt imerdar verbleiben/daß wenig fruchtbares von ihnen zugewarten/wannsiegleiche, oder mehr Jahr stünden/sondern bleiben)»-ti^5.sz in coäem,also sich vor solchen bÄig vorzusehen.
?. Hat man zu betrachten/die Wurtzenzdie Beyschös-se/die man von den altenBäumen abhauet/haben seltenrechte sitbtile früchtige Wurtzen/ und meistens nur einSruck von der alten Wurtzen diewie ein Stempel ohnalle junge Fasern ist/und diese werden wenig zunehmen/wann sie schon im Frühling ausschlagen / wird ihnendoch/bey angehender Hitz/derSafft unddas Leben mit-einander meistens vergehen / indem die kleinen zartenBey-Wurtzen die Nahrung von der Erde am besten insich zu saugen pflegen/ und ob sie auch ein baar Jährleinoder länger dauren / «erden doch nimmermehr schöneund früchtige Bäume / wie sie ein jeder Haus -Vatterverlanget/daraus entspriesen mögen. . l
4-^nd zu meiden die Wildling/diemseuchtenWie-sen/an Wassern/Bächen/ Morästen/ oder auch in denAuen wach>en/dann/ob solche.wol frech/ gail und wol,gewachsig anfangs aussehen / mögen sie doch (in ihrerMutter Schoos verwohnet) wann sie hernach an dür-re trockene On versetzt werden/nicht ausdauren/sochenab/und verderben entweder gantz/oder wird doch nichtsjauglichesaus ihnen.