Vicrdttn Bnchs Anderer Theil/Bauni-Garten.
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ASeS/waSsichnichtdarzvbequemen will/ mußweg-geschnitten werdm/ es sey in die Breite/ oder in die Hö-he; diß Beschneiden und Einflechtenmuß jährlich ge-schehen / biß sie zu derHöhe gelangen / die man habenwill/bey deren werden sie mit jährlicherSrümmlung er-kalten/ dadurch die Wurhen zu neuen und durchfri-schen Antrieb junger Schößlinge gcsimctet werden.
Hierzu hilfft nicht wenig/wann man sie ein baar mal iinJahr umhauet und dünget/ diese jungen Sträuchleinaber/ müssen in ihrer zarten Jugend mit einem von aus-sen-herum geführten schlechten Zaun verwahret seyn/damit sievonGeisscn/Schwemen und allemVichunbe-chädigt bleiben mögender darff aber nur etliche Jahr/o lang er währen kan/dauren/hernaclvso bald das Ge-lage sich verstarcket/kan man ihn gantz wegthun. Ande-re machen es auf diese Weise: (sie nehmen allerley jun-ge Brüt von Schlehen-Dorn/Hagdorn/Stechpalm/Weinschierling und andern stachlichten Gattungen/machen einen aufz.Schuhweit/undanderchalbSchuhtiefaufgcworffenenGraben/ und beschneiden sie / wieoben gedachtchernach von 6.zu6.Schuhen/setzt man ei-.ncn jungen Rüstbaum oder Albern/oder andere Arten/ausserkeinmHolunder/darzwischen/die dasGehäge sürdenWinden beschützen /und geht/wie obgemeldt/mit ih-ncnum/ bißsi-erstarcken; alles darneben wachsendeGras und Unk. aut muß / sonderlich in dem ersten undandern Jahr/fieiss-g ausgshauen ftyn/dannt sie am Ge-wachsenicht verhindertwerden;das erste Jahr/ wannman sie setzt/deckens etlichemit Stroh zu/ den Thau de-sto reichlicher ihnen einzutreuffen/als auch im SommervordcrHitze/und im Wintervor der Kältezu verwah-ren; man hat auch noch andere Arten/von denen Mm/was ihm beliebt/zu erwählen frey stehet.
Also kan man wol auch lebendigeGehägevon Hasel- l stankenNüsscn/allerhal^dKütten/Rübesctn/Rauchdeeren/Ro-^
sen-Sräudlein / Himbeeren und Weichseln zurichten/dient aber nicht/ den äussersten Umfang des Gartens zubeschließen/ weil er mit seinen Früchten das fürwitzigeGchnde an sich locket/ von welchem das GeHage leicht-lich verwüstet wird / ninwendig aber / zwischen demBaum-Obst-Kuchen-und Artzney-Garlen / kan ernach Belieben gepflantzt werden.
Die rechte Zeit/GeHäge zu pflantzen/ ist im Oktober/im vollenMonden/etliche legen auch die abgeschnittenenSchöffe vonHagdorn in solcheG.äben/drehen den hal-benTheil/den sie einlegen/wie eineWid/und lassens nureine zwerche Hand überder Erden heraus schen ; etlichesäen die Körner von allerley scharffen dornichten Ge-sträucheim Frühling/und vermeynen/daßsie M4 Jah-ren em ziemlichen hohen GeHäge ziegelnwollen.
So kan man auchGehäqe von Fören/Fichten/Tan- ^nen machm/wann sie jung sind/dicht ineinander gesetzt/und zusamnien geflochten/ sie wachsen gern/ sonderlich/wannchnen die Wipffel abgestutzt/und der Trieb in dieHöhe genommen wird/so wachsen sie in die Breite/manmuß sie aber jährlich bejchneiden;etliche schlagen im An-
fang eychene Pfahlewenig dieseGehäge ücke Bretter darauf/
wischendieseGehage/ daß sie ein>erreichen/nageln viereckichte star-ireichensiean/ und setzen hernach
allerley Gewächse in Geschirren hinaus/so überaus-zier-chPehet.
Von Hagdorn undSchlehen kan man auch aus dmSchnittlmgen Zaune legen / wann man sie am grossenOtt ein wenig spalter/und also in einGräblein mitwol-gedungterErde/ im wachsenden Monden einlegt/ daßder Gipffel nur z.zwerch Finger hoch heraus räge/wer,den ctwan 6. Finger breit voneinander eingelegt/ undden ersten Winler mit Mist bedeckt / biß sie er-
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Vom Baum- Gärtner.
S sind viel unterdenGärtnem/welche sich vorKunst-Garrner ansgsben/und das Ihrige/ so°»vtel denKuchen-unBluZneN'Garten anlangt/' genugsnn verstehen/wan sie aber mit derBäu-v«Psiantzung / Fortbring - und Wartung sollen ge-braucht werden/sindetfichbey ihnen grosseUnwissenheitMd Verdruß / als ob es gleichsam?;u ihrerKunst nichtsonderlich gehörte; ich halte aber nicht, daß einer diesesNamens würdig ist/wann er nicht auch in diesemZ tuckErfahrung und Wissensthafft erweisen und datthunkan. Der Werckz-uig ist mit andern Garten-Sachentheils gemein / theils absonderlich; gemein sind die^ ' auffeln und Hauen/die man zum Baum-Umsetzenund Gras-Aushauen haben muß/S6)ub-Karreu oderSchieb-Truhen/ damit Dung und guten Grund her-bey zu bringen / allerley Schnitzer und Messer/ Spritz-Krüge/ unterschiedliche Reb- Schnür/ die Wildlingentchörige Formenein-und auszutbeilen/weydene Ban-?cr/Bast undStwh-Bänder/diePeltzerundGewachseanzubinden/wie auch allerhandStangen und Pfähler/ein scharsses Beil oder Hand- Häcklein; besonders aberjU den Bäumm gehört der Pe!tz Zeug / Peltz-Wax/Bk-Hrer/Laitern/Sägen/ Stämm Eisen/ Baumscha-
ber/Zwickel/Wurm-Eisen/Obst-Leeser/scharsseWem-Mcsser/und was dergleichen Zeugs mehr ist; und wird/meines Erachtens/ der Fleiß und die Mühwaltung mitden Bäumen darum desto würdiger und besser ange-legt/ wciidie gröste Arbeit nur 4. oder s. Jahr währet/hernach z. oder 4. Gärtner Leben ausdauret / und mitschlechter Wartung/bcp steter Trächtigkeit/mag erhal-ten werden;hingegen der Kuchen-undBlumen-GartenalleJahr/einmatwiedasandere/gleicheSorgfältigkeiterfordert/ diedochnicht länger als meistens nur aufeinJahr währcr/daher einem weniger dieMühverdriessensoll/an soicheDinge anzuwenden/deren auch seineNach-kommen auf langeJahre hinaus genießen können/so al-lein von den Bäumen kan gesagt werden.
Nun muß ;u allen solchen Sachen eineLust und Liebeseyn/ ohn welche wenig Fruchrbarliches zu hoffen / tau-gen auch verdrossene / ungedu ltige/ faule Leute nicht zudieser Übung.
Ein Gärtner muß einem treuen ?s6sZOZo gleichen/
der nicht allein eines vilcipeis Ingenium und cspsci.tät/ sondern auch / Inliitutioncm iplam 6c mkltuenä!moclum in Obacht nehmen muß / nicht weniger sollerdes BäumleinsGattung und Wurtzen/als des Grun-
des